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Prof. Dr. Angela Relógio (ISM) präsentiert Forschung der MSH auf dem ASCO Annual Meeting 2026 in Chicago

Prof. Dr. Angela Relógio präsentierte beim diesjährigen Annual Meeting der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago aktuelle Forschungsergebnisse ihrer Arbeitsgruppe des ISM. Der weltweit bedeutendste Krebskongress brachte mehr als 40.000 Expertinnen und Experten aus Klinik, Forschung und Industrie zusammen.

Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde die Forschung der Arbeitsgruppe für eine Präsentation auf dem ASCO-Kongress ausgewählt. Vorgestellt wurde die Arbeit »Impact of cell-type–specific circadian disruption in pediatric B-ALL on clock-based biomarkers with implications for chronotherapy«, ein Forschungsprojekt, das von Prof. Dr. Angela Relógio und Dr. Deeksha Malhan am ISM Institute for Systems Medicine in enger Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mehrerer deutscher Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken, darunter die Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) entstanden ist. Sie untersucht, wie zelltypspezifische Störungen der inneren Uhr bei der pädiatrischen B-Zell-akuten lymphoblastischen Leukämie (B-ALL) zirkadiane Biomarker beeinflussen und welche Bedeutung dies für die Entwicklung einer personalisierten Chronotherapie haben könnte.

Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial der Chronomedizin für die Onkologie: Der individuelle biologische Zeitpunkt einer Behandlung kann die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Krebstherapien entscheidend beeinflussen und damit neue Ansätze für eine präzisere und patientenorientierte Krebsbehandlung eröffnen.

»Präzisionsmedizin bedeutet nicht nur, die richtige Therapie für den richtigen Patienten zu finden, sondern auch den optimalen Zeitpunkt für die Behandlung zu bestimmen«, betont Prof. Dr. Relógio.

Neben dem wissenschaftlichen Austausch bot der Kongress die Gelegenheit, internationale Kooperationen weiter auszubauen und neue Impulse für die Forschung im Bereich der Chronomedizin und Onkologie zu gewinnen.

Das Abstract wurde im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht und ist frei verfügbar.

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