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Prof. Dr. Sonja Bröning (IRIs) veröffentlicht Übersichtsarbeit zu parasozialen Beziehungen in Zeiten von Social Media und Künstlicher Intelligenz

Prof. Dr. Sonja Bröning hat gemeinsam mit Diana Pistoll, M. Sc. und einer weiteren Kollegin eine Übersichtsarbeit zu den Wirkmechanismen parasozialer Beziehungen veröffentlicht. Der Beitrag erschien in der Fachzeitschrift Die Psychotherapie im Schwerpunktheft »Künstliche Intelligenz in der Psychotherapie«.

Die Arbeit beschäftigt sich im Kern mit der Frage: Wie beeinflussen parasoziale Beziehungen (z.B. mit Influencern oder KI Chatbots) menschliche Intimität und Beziehungen? Dabei zeigen die Autorinnen, dass parasoziale Beziehungen sowohl unterstützende als auch problematische Funktionen übernehmen können. Sie können das Bedürfnis nach Zugehörigkeit erfüllen, emotionale Regulation erleichtern oder bei der Identitätsentwicklung unterstützen. Gleichzeitig weisen die Autorinnen darauf hin, dass bei einer überwiegend ersetzenden Nutzung Risiken wie emotionale Abhängigkeit, die Vermeidung realer zwischenmenschlicher Beziehungen oder die Vermenschlichung von KI-Systemen entstehen können.

Vor diesem Hintergrund plädieren die Autorinnen für einen differenzierten Umgang mit parasozialen Beziehungen in der psychotherapeutischen Praxis. Diese können wertvolle Hinweise auf Bedürfnisse, Bindungsmuster und Bewältigungsstrategien von Patient:innen liefern und damit diagnostisch sowie therapeutisch genutzt werden. Gleichzeitig sollte die Funktion digitaler Beziehungen kritisch reflektiert und von einer problematischen Ersetzung realer sozialer Beziehungen abgegrenzt werden.

Die Publikation leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der psychologischen Auswirkungen digitaler Beziehungsformen und zeigt auf, welche Chancen und Herausforderungen sich durch die zunehmende Verbreitung sozialer Medien und KI-gestützter Interaktionssysteme für die psychotherapeutische Praxis ergeben.

Der Artikel »Parasoziale Beziehungen und ihre Wirkmechanismen – Implikationen für zwischenmenschliche Intimität und das Selbst« ist als Open-Access-Publikation frei verfügbar.

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