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Neue Publikation untersucht den Einfluss von Methylphenidat auf die Gehirnaktivität bei motorisch-kognitiven Aufgaben

Forschende – darunter Prof. Dr. Henning Budde von der MSH – haben eine neue Studie zu den Auswirkungen von Methylphenidat auf die Gehirnaktivität bei gesunden Erwachsenen veröffentlicht. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Clinical EEG and Neuroscience publiziert.

Methylphenidat wird vor allem zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt und ist für seine leistungssteigernden Effekte auf Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen bekannt. Weniger erforscht ist jedoch, wie sich der Wirkstoff akut auf die neuronale Aktivität während Aufgaben auswirkt, die gleichzeitig motorische und kognitive Leistungen erfordern.

In der Studie nahmen 13 gesunde Erwachsene an einem randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Crossover-Experiment teil. Mithilfe von Elektroenzephalographie (EEG) untersuchten die Forschenden die Aktivität des Gehirns während einer visuomotorischen Aufgabe, bei der die Teilnehmenden auf einen beweglichen Reiz reagieren mussten. Dabei wurde die sogenannte Alpha-Power analysiert, ein wichtiger Indikator für die kortikale Aktivität und Informationsverarbeitung.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine einmalige Gabe von 10 mg Methylphenidat die Aktivität in frontalen Hirnregionen deutlich beeinflusst. Insbesondere wurde die für die Aufgabenbearbeitung typische Abnahme der Alpha-Aktivität abgeschwächt oder teilweise umgekehrt. Dies deutet darauf hin, dass Methylphenidat zu einer anhaltenden Aktivierung neuronaler Netzwerke beiträgt, die an der Verarbeitung motorischer und kognitiver Anforderungen beteiligt sind.

Die Studie liefert neue Erkenntnisse über die neurophysiologischen Wirkmechanismen von Methylphenidat und zeigt zugleich das Potenzial visuomotorischer Aufgaben als sensibles Instrument zur Untersuchung der Kopplung von motorischen und kognitiven Prozessen. Die Ergebnisse könnten künftig dazu beitragen, die Wirkungsweise des Medikaments sowohl bei gesunden Personen als auch bei klinischen Populationen besser zu verstehen.

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