Publikation aus dem ISM untersucht die Auswirkungen von Diäten auf die neuronale Verarbeitung von Belohnungen
Christina von der Assen, Dr. Annakarina Mundorf und Prof. Dr. Jutta Peterburs (alle ISM) haben gemeinsam mit Wissenschaftler:innen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die Studie „Effects of Dieting on Neural Encoding of Preferences for Edible and Non-Edible Rewards: An ERP Study“ in der Fachzeitschrift Brain & Cognition veröffentlicht.
Die Forschenden untersuchten, ob eine zweiwöchige Diät die neuronale Verarbeitung subjektiver Präferenzen für essbare und nicht essbare Belohnungen beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass individuelle Vorlieben für beide Belohnungsarten in der neuronalen Aktivität abgebildet werden. Dabei fiel die neuronale Kodierung subjektiver Präferenzen bei primären Belohnungen (essbaren Reizen) stärker aus als bei sekundären Belohnungen. Dies könnte auf die höhere motivationale Bedeutung primärer Belohnungen sowie auf intensivere Bewertungsprozesse und eine stärkere Aufmerksamkeitszuwendung während ihrer Verarbeitung zurückzuführen sein.
Entgegen der ursprünglichen Annahme hatte die kurzfristige Diät jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die neuronalen Reaktionen auf die Belohnungen. Die Befunde legen nahe, dass subjektive Präferenzen relativ stabile individuelle Merkmale darstellen, die sich durch kurzfristige Verhaltensänderungen wie eine zeitlich begrenzte Diät nicht wesentlich beeinflussen lassen.+