Prof. Dr. Diana Armbruster-Genc
Professur für Kinder und Jugendpsychotherapie

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Biographie

Diana Armbruster-Genç studierte Psychologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und promovierte anschließend im Bereich der kognitiven Neurowissenschaften und Klinischen Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Bereits während ihres Studiums sammelte sie umfangreiche klinische und wissenschaftliche Erfahrungen im Rahmen von Praktika am Universitätsklinikum Leipzig sowie am University College London (UCL).

Im Anschluss an ihre Promotion absolvierte sie eine 4-jährige Postdoc-Phase am UCL in der Developmental Risk and Resilience Unit. Dort war sie an international sichtbaren Forschungsprojekten zu den neurokognitiven Folgen früher Belastungserfahrungen beteiligt. 

Parallel zu ihrer wissenschaftlichen Laufbahn ist Diana Armbruster-Genç approbierte Psychologische Psychotherapeutin mit erweiterter Fachkunde im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und verfügt über umfangreiche klinische Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung psychischer Störungen in unterschiedlichen Settings. Ihre klinische Arbeit umfasst insbesondere evidenzbasierte verhaltenstherapeutische Verfahren sowie die Behandlung von Traumafolgestörungen.

Vor ihrer Berufung an die MSH hatte sie eine Vertretungsprofessur an der RPTU Kaiserslautern-Landau inne, wo sie Forschung und Lehre im Bereich der Klinischen Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters maßgeblich mitgestaltete.

Lehrtätigkeiten

Diana Armbruster-Genç verfügt über Lehrerfahrung in Bachelor-, Master- und postgradualen Ausbildungsprogrammen der Psychologie und Psychotherapie. Ihre Lehre umfasst ein breites Spektrum klinisch-psychologischer Inhalte mit einem besonderen Schwerpunkt auf evidenzbasierter Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter.

Zu ihren Lehrveranstaltungen zählen unter anderem Vorlesungen und Seminare zu klinischer Psychologie, Psychotherapieforschung, neurobiologischen Grundlagen psychischer Störungen sowie psychotherapeutischen Interventionen bei Kindern und Jugendlichen.

An der MSH Medical School Hamburg unterrichtet sie schwerpunktmäßig im Rahmen der Berufsqualifizierenden Tätigkeit II „Psychotherapeutische Basiskompetenzen und Psychotherapieverfahren bei Kindern und Jugendlichen“ im Masterstudiengang Psychologie mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschung von Diana Armbruster-Genç verknüpft entwicklungspsychopathologische Perspektiven mit mechanismenbasierter Psychotherapieforschung. Im Zentrum steht die Frage, wie frühe Belastungserfahrungen – insbesondere Kindesmisshandlung – neurokognitive, emotionale und soziale Entwicklungsprozesse beeinflussen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Identifikation von Vulnerabilitäts- und Resilienzmechanismen. Hierzu untersucht sie unter anderem:

  • Soziale Kognition und motivationale Prozesse, insbesondere Vertrauen und Belohnungsverarbeitung
  • Emotionsregulation als transdiagnostischer Mechanismus psychischer Störungen
  • Kognitive Verzerrungen als zentrale Faktoren in der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Symptome
  • Entwicklungsverläufe nach frühen Belastungserfahrungen

Methodisch zeichnet sich ihre Forschung durch eine große Bandbreite aus, die experimentelle Paradigmen, Fragebogenverfahren, neurobiologische Methoden (z. B. Neuroimaging) sowie App-basierte Erhebungen im Alltag (Ecological Momentary Assessment) umfasst. Dadurch können psychische Prozesse sowohl unter kontrollierten Laborbedingungen als auch in alltagsnahen Kontexten untersucht werden.

Ein wesentliches Merkmal ihrer Arbeit ist die Verbindung von Grundlagenforschung mit klinischer Anwendung, etwa in der Entwicklung personalisierter Interventionen und digitaler diagnostischer Verfahren.

Diana Armbruster-Genç ist als ad-hoc Gutachterin für nationale und internationale Fachzeitschriften tätig und Mitglied der Fachgruppe Klinische Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) sowie der Interessengruppe Klinische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (IG KJP).

Publikationen: