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Neue Publikation in Psychological Medicine: Welche Faktoren beeinflussen die psychische Anpassung in Krisenzeiten?

Prof. Dr. Annett Lotzin (ICPP) hat gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam eine neue Studie in der Fachzeitschrift Psychological Medicine veröffentlicht. Die Arbeit untersucht, welche Risiko- und Schutzfaktoren während der COVID-19-Pandemie besonders bedeutsam für Symptome einer Anpassungsstörung waren.

Grundlage der Studie waren Daten von mehr als 15.000 Erwachsenen aus elf europäischen Ländern, die im Rahmen der internationalen ADJUST-Studie über drei Messzeitpunkte hinweg erhoben wurden. Mithilfe eines innovativen Verfahrens des maschinellen Lernens (Mixed-Effects Random Forests) wurden insgesamt 245 potenzielle Risiko- und Schutzfaktoren analysiert.

Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Unsicherheit über die Dauer und die Risiken der Pandemie, ein schlechter Gesundheitszustand, soziale Isolation, Konflikte im häuslichen Umfeld, der Verlust von Alltagsstrukturen, Infektionsängste sowie eingeschränkte soziale Kontakte besonders bedeutsam für die Vorhersage von Symptomen einer Anpassungsstörung waren.

„Unsere Ergebnisse zeigen, welche Faktoren in gesellschaftlichen Krisen besonders relevant für die psychische Gesundheit sind. Dieses Wissen kann dazu beitragen, Präventions- und Unterstützungsangebote für zukünftige Krisensituationen gezielter zu entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Annett Lotzin.

Die Studie verdeutlicht das Potenzial moderner Methoden des maschinellen Lernens für die psychologische und epidemiologische Forschung. Durch die Analyse komplexer Zusammenhänge in großen Datensätzen können relevante Einflussfaktoren präziser identifiziert und Vorhersagemodelle verbessert werden.

Lotzin, A. et al. (2026). Determining the relative importance of risk and protective factors for adjustment disorder symptoms during the COVID-19 pandemic by mixed-effects random forests. Psychological Medicine. doi: 10.1017/S0033291725001218.

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