Haufen weißer Buchstaben aus Kunststoff liegen verstreut auf dunklem Untergrund.

IRAT Institute for Research in Arts Therapies

Die Arbeit des Institute for Research in Arts Therapies (IRAT) umfasst interdisziplinäre und internationale Forschungsprojekte in den Künstlerischen Therapien (Kunst-, Musik-, Tanztherapie). Zentral sind Fragen zur Indikation und Wirkung von Künstlerischen Therapien und ihren Elementen. Auch Forschungsfragen zur Theoriebildung und -weiterentwicklung sollen untersucht werden.

Aufgaben des Instituts

  • Einwerben von Drittmitteln zur Durchführung von Forschungsprojekten in den Künstlerischen Therapien
  • Vernetzung und Austausch in den Künstlerischen Therapien
  • Interdisziplinäre Forschungskooperationen mit Kolleg:innen der Klinischen Psychologie, Kunstgeschichte, Philosophie, Soziologie, Kognitions- und Neurowissenschaften
  • Verknüpfung von Forschung und Lehre
  • Vergabe von Themen für Haus- und Abschlussarbeiten

Im Zentrum der Forschung steht die Untersuchung der Wirkfaktoren der jeweiligen Künstlerischen Therapien und ihrer Behandlungselemente. Zur Beantwortung der Forschungsfragen werden u.a. Mixed-Method Forschungsmethoden eingesetzt, zum einen um den Bedarf an quantitativen randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) zu bedienen und zum anderen, um tiefergehende qualitative Informationen zu erhalten.

Neben standardisierten Messinstrumenten der Psychologie werden auch spezifische Assessment- Instrumente der Künstlerischen Therapien verwendet. Auch eine Weiterentwicklung und Evaluation von Assessment Instrumenten ist angestrebt.

Zusätzlich widmet sich das Forschungsinstitut interdisziplinärer Grundlagenforschung in Kooperation mit den Kognitions- und Neurowissenschaften, der Kunstgeschichte, Philosophie, Soziologie und Psychologie. Beforscht wird hier, wie ästhetische Phänomene und Prozesse vom Menschen wahrgenommen und verarbeitet werden und zu therapeutischen Zwecken genutzt werden können.

Professor:innen

Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan
Professur für Musiktherapie und Musikpädagogik
Schwerpunkte:

  • Musiktherapie in pädagogischen Settings
  • Einschätzung der Beziehungsqualität, Fokus Sprache

Methoden:

  • Mixed-Method Designs
  • Videoforschung
  • Quantitative Forschung

Prof. Dr. Judith Revers
Professur für Künstlerische Therapien, Schwerpunkt Kunsttherapie
Schwerpunkte:

  • Therapeutische und psychologische Aspekte der Gegenwartskunst
  • Intermedial practice in art therapy
  • Art & Emotion

Methoden:

  • Archivforschung,
  • Qualitative Forschung,
  • Theoriebildung

Prof. Dr. phil. Kerstin Schoch
Intermediale Kunsttherapie
Schwerpunkte:

  • Postdisziplinäre Forschung im Feld von Bildender Kunst, Kunsttherapie und Psychologie
  • Psychometrik und Fragebogenkonstruktion
  • Digitalisierung

Methoden:

  • Quantitative Methoden
  • Feministische Forschung
  • Open Science

Projekte:
Pop-up Institut

  • Reduktion von Stigma mittels Künstlerischer Therapien
  • Wissenschaftskommunikation

kunsthochzwei

  • Kunsttherapie, Psychologie, Feminismus und Open Science
  • Blog

Prof. Dr. Jan Sonntag
Professur für Musiktherapie

Schwerpunkte:

  • Musiktherapie im Alter und bei Demenz
  • Healing Soundscapes
  • Atmosphäre und Resonanz in der Musiktherapie
Methoden:
  • Methodisch gestütztes Nachdenken
  • Design-based Resesarch
  • Theoretisch-konzeptionelle Arbeit

Projekt: Resolog – Soziologische und musiktherapeutische Resonanzkonzepte im Dialog


Wissenschaftliche Mitarbeitende

Michael Ganß, Dipl.-Kunsttherap., Dipl.-Geront.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Schwerpunkte:

  • Forschung im Kontext von Soziokultur, künstlerischer Begleitung und künstlerischer Therapie mit Senioren und von Menschen mit kognitiven Veränderungen (Demenz). Museumsarbeit mit Menschen mit Demenz
  • Ästhetische Wahrnehmung und nichtsprachliche Kommunikation bei
  • Forschung im Kontext Gesundheitsförderung durch künstlerische und künstlerisch-therapeutische Angebote
  • Teilhabe und Partizipation

Methoden:

  • Qualitative Methoden
  • Künstlerisch ästhetische Forschung

– eine Mixed-Method Studie mit clusterrandomisiertem experimentellem Design und und Gruppendiskussionen.

Das Vorhaben zielt auf die Schließung von Forschungsdesiderata in Bezug auf die Effektivität und die spezifischen Wirkfaktoren von Musiktherapie zur Inklusion von Kindern mit internalisierenden oder externalisierenden Auffälligkeiten in den schulischen Alltag.

Das aktuelle Forschungsprojekt bildet den ersten Teil einer großen Mixed-Method Studie mit clusterrandomisiertem experimentellem Design und Gruppendiskussionen. In dem Teilprojekt geht es um die Entwicklung der musiktherapeutischen Gruppeninterventionen für Kinder mit internalisierenden bzw. externalisierenden Auffälligkeiten in Form von Manualen. Anschließend findet die Erprobung der Manuale und der Testinstrumente im Sinne einer Machbarkeitsstudie an drei Bremer Grundschulen statt. Wirksamkeit wird anhand von quantitativen Testdaten und qualitativen Gruppendiskussionen mit den Kindern erfasst.

Weiterhin sind drei qualifizierte Musiktherapeutinnen und eine studentische Mitarbeiterin im Projekt beteiligt.

  • Projektleitung: Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan
  • Laufzeit des Projektes: 01.03.2023- 28.02.2025
  • Förderung durch die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DMtG)
  • Kooperationspartner:innen: Prof. Dr. Veronika Busch (Universität Bremen), Dr. Sandra Lutz Hochreutener (ZHdK Zürich), Prof. Dr. Dr. Thomas Stegemann (Wiener Zentrums für Musiktherapie-Forschung an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)

Das Verbundvorhaben untersucht, ob eine manualisierte Kunst- und Musiktherapie während der stationären Versorgung von Schwangeren mit einem vorzeitigen Blasensprung (20.–32. Schwangerschaftswoche [SSW]) Stress und Angst reduziert (primäres Ziel) und die Bindung zum Ungeborenen stärkt (sekundäres Ziel). Starker mütterlicher Stress kann das Ungeborene und die Bindung beeinträchtigen. Sowohl Kunst- als auch Musiktherapie können das mentale Befinden der Mutter stärken. Um relevante Fallzahlen zu erhalten, soll die Studie multizentrisch, randomisiert und kontrolliert durchgeführt werden: Sie enthält sechs bis zehn Sitzungen Kunst- oder Musiktherapie; die Kontrollgruppe erhält künstlerische Materialien ohne therapeutische Begleitung an sechs bis zehn Zeitpunkten.

Interessierte Kunst- oder Musiktherapeut:innen oder Kliniken können sich gern unter anne-katrin.jordan(at)medicalschool-hamburg.de melden.

  • Projektleitung: Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan, Prof. Dr. Petra Saltuari (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft), PD Dr. Susann Kobus (Universitätsmedizin Essen)
  • Laufzeit:  seit 2026
  • Förderung: in Beantragung

Das von Dr. Anna Lisa Prechtl entwickelte Projekt echt stark ist ein primarpräventives Projekt für Kinder der Klassenstufe 4 und findet in Mädchen- und Jungengruppen statt. Ziel ist die Stärkung des Selbstwerts. Interventionstechnik ist ein selbstwertstärkendes Feedback, das nach einer Improvisation erfolgen kann. Illustrationen zeigen die Entwicklungsaufgaben in den Bereichen: Freundschaft, Schule, mein Körper, meine Familie und werden als Gesprächsangebot eingesetzt. Nach einer offenen Kennenlern-Phase von 6 Terminen, erfolgt anschließend eine Projektphase von 12 Terminen, in der Songwriting angeboten werden kann.

Im deutsch-israelischen Kulturvergleich sollen durch die Studienleitung Gemeinsamkeiten und Unterschiede, sowohl zwischen den Kulturen, als auch zwischen den Geschlechtern untersucht werden. Tandems zwischen israelischen und deutschen Studierenden der Musiktherapie ermöglichen eine kulturelle Begegnung und den gemeinsamen Austausch.

Das Projekt ist offen für Musiktherapie-Studierende der MSH. Interessierte nehmen am Workshop teil: 16. und 17.10.2026. Der Workshop führt zur Befähigung der Projektdurchführung, findet in Präsenz an der MSH statt und ist kostenfrei. Der Beginn der Projektdurchführung ist für den November 2026 geplant.

Interessierte Grundschulen oder außerunterrichtliche Einrichtungen können sich gern bei Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan melden: anne-katrin.jordan(at)medicalschool-hamburg.de

Interdisziplinäre Kooperation von neurokognitiver Psychologie, Kunst und Kunsttherapie zu Fragestellungen der audio-visuellen Wahrnehmung und affektiven Wirkung von Ästhetik und Symmetrie in abstrakter vs. gegenständlicher Kunst.

Im Anschluss an die laufenden behavioralen Untersuchungen sind neurowissenschaftliche Studien mit Hilfe von Elektroenzephalographie (EEG) geplant.
Prof. Dr. Ulrike Zimmer und Prof. Dr. Judith Revers

Healing Soundscapes sind gesundheitsförderliche Klangumgebungen, die unter dem Einfluss künstlerisch und raumbezogen gestalteter Musical Soundscape Interventions (MSI) entstehen. Das hochschulübergreifende Healing-Soundscapes-Team entwickelt und erforscht Klanginterventionen für Krankenhäuser und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Ziel ist es, die klangliche Umgebung (die „Soundscape“) so zu gestalten, dass sich das Wohlbefinden von Patient:innen, deren Begleitpersonen und Mitarbeitenden in den Räumen verbessert. Dabei stehen technologische Lösungen mit Raumklangsystemen und digitalen Kompositionen im Vordergrund.

Im Teilprojekt Healing Soundscapes live werden Klangimprovisationen von einem Ensemble in offenen Krankenhausbereichen live gespielt, praxisbezogen weiterentwickelt und wissenschaftlich evaluiert.

Projektleitung: Prof. Dr. Jan Sonntag

Mitarbeiter:innen: Miriam Burger, Nicoline Wiermann, Lorraine Müller, Ulrike Mühlhäuser, Isabel Kühling und Mitglieder des Healing Soundscapes Musician Pools.

Kooperation: Liget Zentrum Hamburg-Harburg, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Asklepiosklinikum Hamburg-Harburg

  • Laufzeit:  seit 2023

  • Projektleitung: Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan
  • Beteiligte Mitarbeiter:innen: Dipl.-Kunsttherap., Dipl.-Geront. Michael Ganß / Prof. Friederike Gölz / Prof. Nicole Hartmann / Prof. Dr. Judith Revers
  • Laufzeit der Studie: 01.09.2024 – 30.09.2027
  • Förderung durch die Kroschke-Kinderstiftung

In einer Mixed-Methods-Studie (convergent design) wird untersucht, welche Rolle künstlerische Therapien in der Diagnostikphase einer psychosomatischen Klinik spielen. Im Mittelpunkt stehen das Erleben der Patient:innen, die Beobachtungen der künstlerisch therapeutischen Fachkräfte sowie die Perspektiven des interprofessionellen Teams.

Die erste Erhebungsphase ist abgeschlossen. Die drei Perspektiven

  1. Einzelinterviews mit Patient:innen,
  2. Fachdiskussion mit künstlerischen Therapeut:innen und
  3. Einschätzungen aus dem erweiterten interprofessionellen Team

werden nun zusammengeführt, um den Beitrag künstlerischer Therapien in der frühen diagnostischen Einschätzung sichtbar zu machen.

Verknüpfung aktueller soziologischer Resonanztheorie mit Praxeologie und Theorie der Musiktherapie sowie die Diskussion von Resonanzkonzepten beider Disziplinen mit Blick auf wechselseitige Bereicherung.

Ziele:

  1. Einführung musiktherapeutischer Resonanztheorie in den interdisziplinären Diskurs (z.B. durch einen Beitrag im Springer Handbuch Resonanz und Vorträge auf interdisziplinären Fachtagungen)
  2. Integration soziologischer Resonanztheorie in die Musiktherapie (z.B. durch Publikationen in musiktherapeutischen Fachzeitschriften sowie Vorträge auf musiktherapeutischen Fachtagungen).
  3. Erforschung und Publikation von interdisziplinären Wechselwirkungen und Weiterentwicklungen der Konzepte (z.B. durch regelmäßige Updates in Form von Folgepublikationen).
  • Projektleitung: Prof. Dr. Jan Sonntag
  • Kooperation: Markus Storf und Manuel J. Goditsch (Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien), Prof. Dr. Dietmar Wetzel (MSH Medical School Hamburg).
  • Laufzeit: Seit 2022

  • Projektleitung: Prof. Dr. Kerstin Schoch, Lily Martin
  • Kooperation: Lily Martin (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft)
  • Laufzeit:  seit 2021
  • Förderung: VolkswagenStiftung (2021–2023), Eckhard Busch Stiftung (2022)

An investigation of affective and emotional states in performance art, in relation to the transformation of gender norms.
Prof. Dr. Judith Revers

Interdisziplinäre Kooperation von Künstlerischen Therapien und Systemwissenschaften zu Fragestellungen von Synchronisationsphänomenen innerhalb nonverbaler Stimmimprovisation, gemessen anhand von Heart Rate Variability (HRV) in Kombination mit qualitativen Erhebungsmethoden.

  • Projektleitung: Prof. Dr. Petia Sice, University of Northumbria in Newcastle, U.K:
  • Beteiligte Mitarbeiter:innen: Prof. Dr. Judith Revers

Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan und Dr. Erik Esterbauer

  • Projektleitung: Michael Ganß und Prof. Dr. Anett Müller-Alcazar
  • Beteiligte Mitarbeiter:innen: Nele Reinsberg / Kyra Elena Braatz / Nick Grossmann / Rebekka von Bergen / Jaqueline Piontek
  • Laufzeit der Studie: 02.03.2023 – 31.05.2024
  • Förderung durch Kommunalen Seniorenservice der Landeshauptstadt Hannover und dem GKV-Spitzenverband

Weiter zur Projektbeschreibung

GAIA: global art + intersectionality analysis

Projektleitung: Prof. Dr. Kerstin Schoch
Kooperation: Prof. Dr. Ina Blümel (Open Science Lab, TIB Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften Universitätsbibliothek, Hannover)
Zeitraum: in Planung
Förderung: in Planung

Dokumentationsformen Künstlerischer Therapien

2026

  • Jordan, A. K., Busch, V., Lutz Hochreutener, S., & Stegemann, T. (2026). Group music therapy for children with internalising or externalising disorders in primary schools: Study protocol for a mixed-methods study with a cluster randomised experimental design and group discussions. Nordic Journal of Music Therapy, 1–22. https://doi.org/10.1080/08098131.2026.2644309
  • Sonntag, J., Hajdu, G., Preißler, P. & Weymann, E. (2026): The Healing Soundscapes approach to sound interventions in hospitals. In: Musik & Ästhetik, 30/1, 125-137. https://www.musikundaesthetik.de/article/99.120205/mu-30-1-125
  • Sonntag, J., Hajdu, G., Preißler, P. & Weymann, E. (2026): Klanginterventionen in Krankenhäusern nach dem Ansatz von Healing Soundscapes. Interdisziplinärer theoretischer Hintergrund. In: Musik & Ästhetik, 30/1, 36-49.

2025

  • Kühling, I. (2025). Healing Soundscapes – Auswirkungen einer Musical Soundscape Intervention (MSI) auf das Verhalten in einer Psychiatrie. Bachelorthesis, Fakultät Art, Health and Social Science, MSH Medical School Hamburg.
  • Müller, L. & Sonntag, J. (2025): Soziale Interaktionsphänomene während live improvisierter Klanginterventionen in offenen Krankenhausbereichen. In: Musiktherapeutische Umschau, 46/3, 261-272. DOI: https://doi.org/10.13109/muum.2025.46.3.261.
  • Revers, J. (2025). “Rhythm 0: Vulnerability and Resistance. The performative process as agent of change“. In International Handbook of Art Therapy. Eds.: Diane Waller, U.Herrmann, C. L. Vaculik, M. Hills de Zárate. Routledge.

2024

2023
  • Sonntag, J., Goditsch, M. J., Storf, M. (2023): Soziologische Resonanztheorie und ihre Relevanz für die Musiktherapie. Musiktherapeutische Umschau, 44/4, 323-335.
  • Ganß, M., Müller-Alcacar, A., Sinapius, P., Lindmeier, L. & Bernstein, C. (2023). Kurzzusammenfassung der Ergebnisse der Evaluation des Projektes „gesundmitkunst“. In: Fuchs, Christiane: Gesundheit im Museum. STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V.
  • Kruschick, F., & Schoch, K. (2023). Knowledge equity and Open Science: An attempt to outline the field from a feminist research perspective. Research Ideas and Outcomes 9, e85860. doi.org/10.3897/rio.9.e85860
  • Mühlhäuser, U. (2023). Klang gestaltet Raum und schafft Atmosphäre – Klanginterventionen im Krankenhaus. Beiträge zu Konzeption und Praxis. Masterthesis, Fakultät Art, Health and Social Science, MSH Medical School Hamburg. https://opus.bsz- bw.de/msh/frontdoor/index/index/searchtype/all/docId/1056/start/0/rows/10
  • Sonntag, J., Preißler, P., Treß, J. & Weymann, E. (2023): Establishing healing soundscapes through musical soundscape interventions in hospitals. In: Music and Medicine. An Interdisciplinary Journal, 15/4, DOI: https://doi.org/10.47513/mmd.v15i4.928.
  • Preißler, P., Weymann, E., Hajdu, G. & Sonntag, J. (2023): Healing Soundscapes im Krankenhaus. Raumbezogene Klanginterventionen aus Sicht der Musiktherapie. In: Musiktherapeutische Umschau, 44/2, 91-103.
2022
  • Ganß, M. (2022). Betrachtungsweisen. In: Spreti, Flora von | Martius Philipp (Hrsg.): Kunsttherapie bei psychischen Störungen. München, Elsevier
  • Gengenbach, T., & Schoch, K. (2022). ARTificial intelligence raters: Neural networks for rating pictorial expression. Journal of Science and Technology of the Arts, 14(1), 49-71. doi.org/10.34632/jsta.2022.10196
  • Kastner, S. & Ganß, M. (2022). Museale Gestaltungsspielräume für Menschen mit Demenz. In: Adams, Ann-Kathrin | Oswald, Frank | Pantel, Johannes (Hrsg.): Museumsangebote für Menschen mit Demenz. Ein Praxisbuch zur Förderung kultureller und sozialer Teilhabe (S. 94-104). Stuttgart, Kohlhammer
  • Nishikawa-Pacher, A., Heck, T., & Schoch, K. (2022). Open Editors: A dataset of scholarly journals’ editorial board positions. Research Evaluation. doi.org/10.1093/reseval/rvac037
  • Schoch, K. (2022). The art of measuring art: Methodical development and validation of RizbA, a transdisciplinary rating instrument for two-dimensional pictorial works. Inaugural Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades Dr. phil. in Psychologie. Universität Witten/Herdecke. Zenodo. doi.org/10.5281/zenodo.6772790
  • Schoch, K., & Ostermann, T. (2022). Psychometrics of art: Validation of RizbA, a quantitative rating instrument for pictorial expression. Creativity Research Journal. doi.org/10.1080/10400419.2021.1987734. Preprint: SocArXiv.
  • Wigger, M., Lauro, B., Kastner, S., Ganß, M. & Wiewroth, D. (2022). Kunst und Coping bei Hirntumorpatient*innen und Angehörigen im musealen Raum. In: R. Hampe, H. Schwarz & M. Wigger (Hrsg): „Gegen den Strich“ Wahrnehmen – Reflektieren – Gestalten im Kontext der Kunsttherapie (S. 41-72). Lengerich, Pabst.
2021
  • Ganß, M. (2021): Demenz. In: Blohm, Manfred | Watermann, Katja (Hrsg.): Kunsttherapeutische Stichworte. Hannover. Fabrico
  • Ganß, Michael (2021): Gestalten statt teilnehmen. Kulturelle Partizipation von Menschen mit Demenz. In: Das KUBIA-Magazin – Kulturräume Jg.11, Heft 20/2021. Remscheid, Institut für Bildung und Kultur
  • Jordan, A.-K. (2021). Musiktherapie in pädagogischen Settings. In: T. Stegemann & E. Fitzthum (Hrsg.). (2021). Kurzlehrbuch Musiktherapie Teil II. Wiener Ringvorlesung Musiktherapie – Grundlagen und Anwendungsfelder (Wiener Beiträge zur Musiktherapie, Bd. 13) (S. 331-346). Wien: Praesens.
  • Schoch, K., & Ostermann, T. (2021, 15. Juli). Empirics vs. art theory: Exploring a factor structure of pictorial expression based on contemporary artworks. SocArXiv. doi.org/10.31235/osf.io/xyrf5
  • Schoch, K. (2021). How to measure art: Three validations studies on the RizbA, a quantitative rating instrument to assess pictorial expression. In V. Huet & Kapitan, L. (Hrsg.), International advances in art therapy research and practice: The emerging picture (pp. 149-157). Cambridge Scholars Publishing. doi.org/10.5281/zenodo.4837274
2020
  • Ganß, M. (2020). Poesie und Demenz. In: K. Hof (Hrsg.) Dreierlei Mut. Positionen und Poeme zur Bedeutung der Poesie für Gesellschaft und Gesundheit. HPB
  • Ganß, M. (2020). Partizipation und Teilhabe zwischen Exklusion und Inklusion. In: demenz.Das MAGAZIN 46/2020 (S. 53-55). Hannover: Brinkmann&Meyhöfer
  • Ganß, M. (2020). Ist sinn- und wertlos, was ich sofort wieder vergesse? Zur Sinnhaftigkeit von Teilhabe bei unmittelbarem Vergessen. In: demenz. Das MAGAZIN 44/2020 (S. 20-23). Hannover: Brinkmann&Meyhöfer
  • Interaktion mit allen Sinnen (IMAS) – Explorative Studie der Demenz-Suppot-Stuttgart zur nichtsprachlichen Kommunikation und Interaktion im Alltag der Begleitung von Menschen mit Demenz. In: „Gemeinschaft leben“ Tagungsreihe der Deutschen Alzheimergesellschaft e. V. Band 8 (S. 91-97). Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz, Berlin 2011 (Mitautoren: Eva-Maria Ulmer, Kirstin Margraf, Peter Wißmann)
  • Kastner, S. & Ganß, M. (2020). Museale Gestaltungsspielräume. Teilhabe und Normalität erleben. In: J. Pantel, F. Oswald & A-K. Adams (Hrsg.). Museumsangebote für Menschen mit Demenz. Kohlhammer
  • Kynast, A., Ganß, M. & Potzmann, M. (2020). NEUE WEGE GEHEN-Unternehmen und Behörden als Partner für Menschen mit Demenz. Herausgeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Berlin.
  • Pilcicki, R., Schoch, K. & Schwienbacher, S. (Hrsg.) (2020). Wofür brauche ich dich? Neue trans- + postdisziplinäre Perspektiven in Kunst + Forschung. Publikationsreihe Kunst + Forschung, No. 9. Ottersberg: Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. http://doi.org/10.5281/zenodo.4294894
  • Schoch, K. (2020). Psyche, Kreativität und Bildlicher Ausdruck: Ein quantitatives Ratinginstrument zur Formalen Bildanalyse (Rizba). In G. Franzen, R. Hampe, & M. Wigger (2020). Zur Psychodynamik kreativen Gestaltens: Künstlerische Therapien in klinischen Arbeitsfeldern, S. 191-196. Karl Alber. https://doi.org/10.5281/zenodo.4058380
  • Schoch, K., & Ostermann, T. (2020). Giving the art greater weight in art psychology: RizbA, a quantitative questionnaire for formal picture analysis. Creativity. Theories – Research – Application 7(2), 373-410. doi.org/10.2478/ctra-2020-0019.
  • Wißmann, P. & Ganß, M. (2020). Öffentliche Einrichtungen als Orte gesellschaftlicher Teilhabe für Menschen mit Demenz -Handreichung - Freizeit und Kultur. Herausgeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Berlin.
  • Wißmann, P. & Ganß, M. (2020). Alzheimerforschung: In klinischen Studien erprobte Medikamente ergaben eine Misserfolgsquote von 99. In: demenz. Das MAGAZIN 46/2020 (S. 35-36). Hannover: Brinkmann&Meyhöfer.
  • Wißmann, P. & Ganß, M. (2020). Zwischen Verwalten und Vorantreiben. Was „Fridays for Future“ und die Demenzszene miteinander zu tun haben. In: demenz.Das MAGAZIN 46/2020 (S. 48-52). Hannover: Brinkmann&Meyhöfer.
Neues aus dem Institut

Bericht zum 1. IRAT-Day an der MSH Medical School Hamburg

Das Institut for Research in the Arts Therapies wurde 2023 am Campus Arts and Social Change der MSH Medical School Hamburg gegründet. Seitdem hat es sich unter der Leitung von Prof. Dr.  Anne-Katrin Jordan (Musiktherapie) und Prof. Dr. Judith Revers (Kunsttherapie) rasant zu einem blühenden Forschungszentrum entwickelt. Unter dem Dach des IRAT sind derzeit 13 Projekte – davon 3 bereits abgeschlossen - angesiedelt. Besonderheit: Das Institut repräsentiert das gesamte Spektrum Künstlerischer Therapien mit ihren vielfältigen interdisziplinären Bezügen. Durch interdisziplinäre und internationale Forschung werden die Wirkungen von Kunst-, Musik- und Tanztherapie untersucht und die theoretischen Grundlagen der Disziplinen geschärft.

Im Zentrum der Forschung steht die Untersuchung der Wirkfaktoren der jeweiligen Künstlerischen Therapien und ihrer Behandlungselemente. Zur Beantwortung der Forschungsfragen werden u.a. Mixed-Method Forschungsmethoden eingesetzt, zum einen um den Bedarf an quantitativen randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) zu bedienen und zum anderen, um tiefergehende qualitative Informationen zu erhalten.

Neben standardisierten Messinstrumenten der Psychologie werden auch spezifische Assessment- Instrumente der Künstlerischen Therapien verwendet. Auch eine Weiterentwicklung und Evaluation von Assessment Instrumenten ist angestrebt.

Zusätzlich widmet sich das Forschungsinstitut interdisziplinärer Grundlagenforschung in Kooperation mit den Kognitions- und Neurowissenschaften, der Kunstgeschichte, Philosophie, Soziologie und Psychologie. Beforscht wird hier, wie ästhetische Phänomene und Prozesse vom Menschen wahrgenommen und verarbeitet werden und zu therapeutischen Zwecken genutzt werden können.

Am 27.5.2026 lud das Team des IRAT die Hochschulöffentlichkeit zum 1. IRAT-Day ein. Rund 50 Studierenden des Campus und einigen Alumnae und Lehrenden wurden das Institut und ausgewählte Projekte präsentiert, und es gab Raum für Diskussion und Austausch.

» IRAT-Day im Hörsaal des MSH Campus Arts and Social Change (Foto: Judith Revers)

Projekte, die am IRAT-Day vorgestellt wurden, mit Nennung der Projektleitungen:

Die Kunst des EEG – Kooperation von Kunst, Kunsttherapie und Neurowissenschaften (Prof. Dr. Judith Revers/ MSH, Prof. Dr. Ulrike Zimmer/MSH): Interdisziplinäres Wahlprojekt für Studierende aller Fachbereiche der MSH, in dem sie EEG-Forschung kennenlernen, die Messung von Wirkungen künstlerischer Praxis sowie Methoden intermedialer Übersetzung erproben.

DeKiJu – Demokratische Kinder und Jugendbeteiligung (Michael Ganß/MSH, Prof. Dr. Elisabeth Richter/MSH, Prof. Dr. Anett Müller-Alcazar/MSH): Partizipatives Forschungsprojekt zur Untersuchung eines Bottom Up Prozess zur Einbindung bedarfsgerechter Strukturen von Kindern und Jugendlichen für demokratisches Engagement in bestehende Strukturen eines Stadtbezirks.

GAIA – global art + intersectionality analysis (Prof. Dr. Kerstin Schoch/MSH, Prof. Dr. Ina Blümel/Universität Hannover): Kuratierung eines intersektionalen Open Data Sets globaler Gegenwartskunst, Weiterentwicklung eines Open Source Machine Learning Ansatzes sowie Dekonstruktion von Biases in der Bildanalyse aufgrund kolonialer Kontinuitäten und empistemischer Gewalt.

Künstlerische Therapien als präventives Angebot in der Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen (Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan/MSH): Entwicklungsförderung mit künstlerischen Medien, um bei Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund Resilienz zu stärken, sodass sich keine psychischen Störungen oder andere Auffälligkeiten manifestieren.

Reduktion von Stigma mittels Künstlerischer Therapien (Prof. Dr. Kerstin Schoch/MSH): Entwicklung innovativer künstlerischer Formate zur Vermittlung non-verbaler und präreflexiver Erfahrungen in Kooperation mit Künstler*innen, Künstlerischen Therapeut*innen und Menschen mit der Erfahrung psychischer Erkrankungen in verschiedenen künstlerischen Medien (Bewegung/Tanz, Bildende Kunst, Musik).

Unspoken dialogues: Exploring Synchronization of HRV in Non-verbal Vocal Improvisation (Prof. Dr. Judith Revers/MSH): Interdisziplinäre Kooperation von Künstlerischen Therapien und Systemwissenschaften zu Fragestellungen von Synchronisationsphänomenen innerhalb nonverbaler Stimmimprovisation, gemessen anhand von Heart Rate Variability (HRV) in Kombination mit qualitativen Erhebungsmethoden.

Resolog – Soziologische und musiktherapeutische Resonanzkonzepte im Dialog (Prof. Dr. Jan Sonntag/MSH): Verknüpfung aktueller soziologischer Resonanztheorie mit Praxeologie und Theorie der Musiktherapie sowie die Diskussion von Resonanzkonzepten beider Disziplinen mit Blick auf wechselseitige Bereicherung.

Healing Soundscapes live – Klanginterventionen in Krankenhäusern (Prof. Dr. Jan Sonntag/MSH): Entwicklung und Erforschung von Klanginterventionen, die das Wohlbefinden von Patient:innen, deren Begleitpersonen und Mitarbeitenden in offenen Krankenhausräumen verbessern – im Kontext des Hamburger Ligeti-Zentrums.

KlangKunst (Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan/MSH, Prof. Dr. Petra Saltuari/Hochschule für Kunst und Gesellschaft, PD Dr. Susann Kobus/Universitätsmedizin Essen): Untersuchung der Wirkung von manualisierter Kunst- und Musiktherapie auf mütterlichen Stress und Angst sowie Bindung zum Ungeborenen in einer multizentrischen, randomisierten Studie.

Echt stark: Prävention durch Stärkung des Selbstwerts (Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan/MSH, Dr. Anna Lisa Prechtl/Bezirkskliniken Mittelfranken): Untersuchung von selbstwertstärkendem Feedback, das nach einer Improvisation erfolgen kann, auf der Basis der Methodik des musiktherapeutischen Projekts echt stark zur Stärkung des Selbstwerkgefühls von Kindern.

Künstlerische Therapien in der Diagnostikphase (Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan): Untersuchung der Rolle der künstlerischen Therapien in der Diagnostikphase einer psychosomatischen Klinik, Fokus Erleben der Patient:innen, Beobachtungen der künstlerisch therapeutischen Fachkräfte sowie Perspektiven des interprofessionellen Teams.

Im abschließenden Panel des IRAT-Day betonten die Teilnehmenden das hohe wissenschaftliche Niveau der Forschungsprojekte am Institut, die gelebte Interdisziplinarität, die in Mixed Methods Ansätzen gelingende Verbindung qualitativer und quantitativer Forschung sowie die konsequente, teamorientierte Einbeziehung von Studierenden.

  • Prof. Dr. Lars Tischler (Professor für Psychologie am MSH Campus Arts and Social Change): „Als Psychologe von einer eher distanzierten, naturwissenschaftlich orientierten Forschung geprägt habe ich am IRAT gelernt, dass das Schöpferische und Subjektbezogene ernstzunehmende Aspekte wissenschaftlicher Forschung sind. Was habt ihr bloß mit mir gemacht!?“
  • Prof. Dr. Heidi Salaverria (Professorin für Kunsttheorie und künstlerische Praxis an der MSH): „Wenn ich versuche zusammenzufassen, was die Projekte am IRAT eint, so kommt mir der Ausdruck Lebendigkeit in den Sinn.“
  • Prof. Dr. Jan Sonntag (Professor für Musiktherapie am MSH Campus Arts and Social Change): „Von Neurobiologie und Psychologie über Soziologie und Philosophie zu Tanz-, Kunst- und Musiktherapie: Kein Projekt am IRAT, das grundlegend interdisziplinär verankert ist und hervorragende Forschung auf Augenhöhe praktiziert.“
  • Ausblickend bestand Einigkeit darin, den 2. IRAT-Day einer breiteren Öffentlichkeit zu öffnen und – dem interdisziplinären Anspruch entsprechend – mehr Gäste aus anderen Fachbereichen zu begrüßen. Insbesondere wird eine engere Zusammenarbeit mit medizinischer Forschung an der MSH angestrebt.

» Prof. Dr. Anne-Katrin Jordan

» Prof. Dr. Judith Revers, Prof. Dr. Ulrike Zimmer

» Prof. Dr. phil. Kerstin Schoch

» Michael Ganß, Dipl.-Kunsttherap., Dipl.-Geront.

Beispiele aktueller Publikationen von Mitgliedern des IRAT: