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Maximilian Fascher (AG Mühlhan/ICAN) und Kolleg:innen publizieren eine neuroimaging Metaanalyse zur Verhaltenshemmung bei Substanzkonsumstörungen

Substanzkonsumstörungen (SUD) gehören zu den am stärksten beeinträchtigenden psychischen Störungen. Unter anderem kann eine verminderte Fähigkeit zur Reaktionshemmung es den Patient:innen erschweren, den Konsum aufzugeben und die Abstinenz aufrechtzuerhalten.

Die ALE-Metaanalyse identifizierte ein signifikantes Cluster in der rechten anterioren Insula. Konsekutive Analysen zeigten jedoch, dass dieses Ergebnis nicht robust und anfällig für Publikationsverzerrungen war. Darüber hinaus ergab eine Post-hoc-Metaanalyse der Verhaltensparameter des Go/NoGo-Paradigmas und des Stop-Signal-Paradigmas keine signifikanten Unterschiede zwischen Patient:innen mit SUD und Kontrollproband:innen.

Eine beeinträchtigte Reaktionshemmung als übergreifender Marker der SUD-Pathologie kann aufgrund dieser Ergebnisse nicht aufrechterhalten werden. Zukünftige Studien sollten das Konstrukt differenzierter betrachten.

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