Eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung im German Journal of Exercise and Sport Research widmet sich der Bedeutung körperlicher Aktivität für die öffentliche Gesundheit und analysiert die neuesten internationalen Daten des Global Observatory for Physical Activity (GoPA!). Mit dem Beitrag »Körperliche Aktivität im Fokus« kommentieren Forschende – darunter Prof. Dr. Katja Siefken (IIES) – die dritte Edition der sogenannten GoPA!-Länderkarten und diskutieren deren Relevanz für Forschung, Politik und Praxis.
Die GoPA!-Länderkarten liefern einen umfassenden Überblick über den Stand der körperlichen Aktivität weltweit. Sie bündeln Daten zu Bewegungsverhalten, gesundheitlichen Auswirkungen, Forschungsaktivitäten sowie politischen Strategien in zahlreichen Ländern. Ziel ist es, evidenzbasierte Entscheidungen zur Förderung von Bewegung zu unterstützen und globale sowie nationale Entwicklungen vergleichbar zu machen. Die Forschenden zeigen, dass körperliche Inaktivität weiterhin ein zentrales Gesundheitsproblem darstellt. So bewegt sich ein erheblicher Anteil der Bevölkerung – auch in Deutschland – nicht ausreichend. Ein besonderer Fokus des Beitrags liegt auf der Bedeutung der neuen GoPA!-Datensätze für die Weiterentwicklung von Forschung und Public-Health-Strategien. Die Länderkarten bieten nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern dienen auch als Instrument zur Identifikation von Handlungsbedarfen und zur Förderung internationaler Vergleichbarkeit. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur evidenzbasierten Gesundheitsförderung.
Die Veröffentlichung unterstreicht insgesamt die zentrale Rolle körperlicher Aktivität für die Prävention nichtübertragbarer Erkrankungen und hebt hervor, wie wichtig eine stärkere Verzahnung von Wissenschaft, Politik und Praxis ist. Nur durch die konsequente Nutzung vorhandener Daten können nachhaltige Verbesserungen in der Bewegungsförderung erreicht werden.