Das private Studienmodell des Staatsexamensstudiengangs Humanmedizin hat sein Potential bewiesen. Nach sechs praxisnahen Studienjahren wurden zum Jahresende 2025 die ersten 43 Absolventinnen und Absolventen der MSH Medical School Hamburg – University of Applied Sciences and Medical University in Kooperation mit den Helios Kliniken Schwerin feierlich verabschiedet.
Medizin studieren, wo Medizin passiert
Mit dem erfolgreichen Abschluss aller drei Staatsexamina übernehmen die Absolventinnen und Absolventen nun Verantwortung als approbierte Ärztinnen und Ärzte – und stehen zugleich exemplarisch für ein innovatives Ausbildungsmodell, das auf eine enge Verzahnung von Hochschule und klinischer Praxis setzt. Dieser erste Jahrgang ist untrennbar mit der Kooperation zwischen der medizinischen Fakultät der MSH Medical School Hamburg – University of Applied Sciences and Medical University aus der IRO Group und der Helios Gruppe verbunden.
Pionierjahrgang mit starker Qualitätsbilanz
Die Leistungsbilanz des ersten Studierenden-Jahrgangs unterstreicht den Erfolg dieses kooperativen Ansatzes: Rund die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen schloss das dritte Staatsexamen mit der Note sehr gut oder gut ab. »Diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass die Ausbildung mit Helios als starkem klinischen Partner höchste Qualitätsstandards erfüllt und diese auch nachhaltig stärkt. Wir sind stolz darauf, dass Helios sowohl für medizinische Qualität als auch für Exzellenz in der akademischen Ausbildung steht«, erklärt Robert Möller, Vorstandsmitglied von Fresenius und Helios CEO.
Kooperationen als Fundament zukunftsfähiger Ausbildung
Das Studienmodell verbindet unterschiedliche Lernorte: Die vorklinische, medizinische Grundlagenausbildung erfolgt in der Hamburger HafenCity an der MSH, der klinische Studienabschnitt in den hochspezialisierten Helios Kliniken Schwerin. Helios übernimmt dabei eine zentrale Rolle und ermöglicht eine frühe, kontinuierliche Einbindung der Studierenden in die Patientenversorgung. »Kooperative Modelle sind entscheidend, um junge Medizinerinnen und Mediziner auf hohem Niveau auszubilden und frühzeitig für die Arbeit in regionalen Versorgungsstrukturen zu gewinnen«, sagte Prof. Dr. med. Oliver Heese, Chefarzt Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, Leiter Onkologisches Zentrum an den Helios Kliniken Schwerin und Dekan der Fakultät Medizin der MSH.
Der Studienstart im Wintersemester 2019 erfolgte unter besonderen Voraussetzungen. »Nach einem aufwendigen Genehmigungsprozess betraten Studierende, Lehrende und klinische Partner gleichermaßen Neuland: In enger Abstimmung zwischen Hochschule und Helios wurden Lehrformate, klinische Abläufe und Ausbildungsstrukturen kontinuierlich weiterentwickelt«, so Prof. Dr. med. Heese.
»Der Abschluss dieses ersten Jahrgangs zeigt, dass neue Wege in der Medizinerausbildung funktionieren – insbesondere dann, wenn sie auf verlässlichen klinischen Partnerschaften basieren. Die Kooperation mit Helios ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor, und wir setzten ein starkes Signal für die Zukunft«, erklärt Ilona Renken-Olthoff, Gründerin der IRO Group und geschäftsführende Gesellschafterin der MSH.
Ein Abschluss mit nachhaltiger Wirkung
Am 11. Dezember 2025 wurden im festlichen Rahmen des Goldenen Saals in Schwerin die MSH-Absolventinnen und Absolventen feierlich verabschiedet. Schwerins Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier gehörte zu den Festrednern. Dieses Medizin-Examen markiert mehr als den Abschluss eines Studiums: Er steht für einen konkreten Beitrag zur Zukunft der Medizinerausbildung und zur nachhaltigen Sicherung der ärztlichen Versorgung in Deutschland.