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Notfallsanitäter-Symposium "Lernfeld Rettungsdienst 2014"

17.06.2014

Der Rettungsdienst in Deutschland steht vor großen Veränderungen. Durch das zum Jahresbeginn in Kraft getretene Notfallsanitätergesetz wird die Ausbildung von Rettungsdienstmitarbeitern deutlich professionalisiert: Die Ausbildungszeit beträgt zukünftig nicht mehr zwei, sondern drei Jahre – und die Anforderungen an Rettungsdienstschulen, Ausbilder und Dozenten sind deutlich gestiegen. Vor diesem Hintergrund hat in der Medical School Hamburg das 1. Notfallsanitätersymposium stattgefunden. Mit 300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet war die Veranstaltung im Audimax bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Ein besonderer Höhepunkt war sicherlich die Simulation einer Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter, die von der Akademie für Notfallmedizin und der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein präsentiert worden ist. In den anschließenden Fachbeiträgen von Erziehungswissenschaftlern, Medizinern und Juristen wurden u. a. die Lernfeldorientierung, Überlegungen zur Lernortvernetzung, Aufgaben künftiger Praxisanleiter und juristische Aspekte der Notfallsanitäterausbildung thematisiert.

Prof. Dr. Harald Karutz und Prof. Dr. Klaus Runggaldier hatten die Veranstaltung des Stumpf & Kossendey-Fachverlags aus Edewecht mit organisiert und moderierten das Programm. Barabara Runde und Norman Brandt, Absolventen des Bachelorstudiengangs Medizinpädagogik an der MSH, referierten über ihren persönlichen Karriereweg und spannende Perspektiven in der beruflichen Bildung von Einsatzkräften.

Lebendige Diskussionen haben im Laufe des Tages sehr deutlich gemacht, vor welchen Herausforderungen der Rettungsdienst in Deutschland steht. Vor allem war aber auch klar zu erkennen, wie unterschiedlich sich die einzelnen Bundesländer diesen Herausforderungen bereits gestellt haben. Die Unterschiede sind hier offenbar enorm; umso wichtiger war der Erfahrungsaustausch von Teilnehmern und Referenten untereinander. Auch die Industrieausstellung im Foyer am Großen Grasbrook stieß auf reges Interesse. Das Feedback direkt im Anschluss an das gelungene Symposium war jedenfalls eindeutig: 2015 wird es ein zweites Notfallsanitätersymposium geben!


Ihre Ansprechpartnerin

Valerie Landau