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Prof. Dr. Sebastian Ocklenburg (ICAN) und Kollegen publizieren zum Thema soziale Berührungen im Zeitalter der Computerethologie

Affektive zwischenmenschliche Berührung ist ein wichtiger Aspekt enger Beziehungen in verschiedenen Kulturen und wurde nicht nur beim Menschen, sondern auch bei nicht-menschlichen Primatenarten beobachtet. Eine der häufigsten Formen sozialer affektiver Berührung sind Umarmungen, welche sich sowohl auf die körperliche als auch auf die geistige Gesundheit positiv auswirken. Trotz der großen Bedeutung von sozialen Berührungen für Beziehungen und Wohlbefinden sind Umarmungen in der Psychologie wenig erforscht. Ein Hauptgrund dafür ist die Tatsache, dass Umarmungen hochkomplexe natürliche Verhaltensweisen sind – die Verhaltensforschung beim Menschen stützt sich aber häufig auf ein begrenztes Repertoire an Messungen.

Eine Möglichkeit, dieses Problem zu lösen, könnte ein schnell aufkommender Forschungsbereich in den Verhaltensneurowissenschaften bieten, der als Human Computational Ethology bezeichnet wird. Dieser nutzt ein zugängliches Repertoire an maschinellen Lernmethoden, um komplexe natürliche Verhaltensweisen zu verfolgen und zu quantifizieren.

In einer aktuellen Arbeit zeigen Prof. Dr. Sebastian Ocklenburg (ICAN Institute for Cognitive and Affective Neuroscience) und Kollegen, wie Techniken des Forschungsbereichs zur Untersuchung sozialer Berührungen eingesetzt werden können und welche Vorbedingungen, motorischen Aspekte und übergeordneten Interaktionen dabei berücksichtigt werden müssen, um die psychologische Emotionsforschung voranzubringen. Der Artikel »Social touch in the age of computational ethology: Embracing as a multidimensional and complex behaviour« erschien im Journal Current Psychology.

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