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Prof. Dr. Lena Lämmle entwickelt modernen Sporthallenentwurf

Wie müsste eine Sporthalle gestaltet sein, damit Studierende der Sportwissenschaft und auch anderer Fachrichtungen sie gerne nutzen? Welche Funktionen und welches Aussehen sorgen dafür, dass aus einer Sportstätte ein Ort wird, an dem Studierende gerne ihre Zeit verbringen? Diese Fragen hat sich Prof. Dr. Lena Lämmle, Professorin für Gesundheitspsychologie an der MSH Medical School Hamburg, gestellt und darauf basierend eine Sporthalle entworfen. Neben ihrem Psychologiestudium und ihrer wissenschaftlichen Laufbahn in Bereichen wie Persönlichkeitspsychologie, Gesundheitspsychologie und Sportpsychologie, hat Prof. Dr. Lena Lämmle auch Architektur studiert. Für sie ist die Verknüpfung dieser Disziplinen, die Architekturpsychologie, ein spannendes Feld, das bisher zu wenig Aufmerksamkeit erhält. »Architektur und Psychologie haben in der Vergangenheit immer wieder versucht, zusammenzufinden. Aber leider hat das bisher selten funktioniert. Dabei ist Architekturpsychologie aus meiner Sicht ein sehr wichtiges Thema. Wir verbringen viel Zeit unseres Lebens in Gebäuden. Es ist also sehr sinnvoll, diese Lebensräume auch psychologisch zu betrachten«, erzählt Prof. Dr. Lena Lämmle.

Der Entwurf der Dreifeldsporthalle basiert auf dem Leitfaden für nachhaltigen Sportstättenbau sowie auf einer qualitativen Umfrage und einer Online-Studie mit 151 Teilnehmern. Von außen erinnert das Gebäude an einen Pavillon. Alle vier Wände der Sporthalle sind verglast, so dass interessante Blickbeziehungen zwischen Innenraum und Außenbereich entstehen. Funktionsräume wie Umkleidekabinen, Sanitäranlagen und Fitnessbereiche sind im Kellergeschoss untergebracht. »Menschen machen gerne Sport im Freien. Der einzige Grund, warum sie in eine Sporthalle ausweichen, ist der Witterungsschutz«, erklärt Prof. Dr. Lena Lämmle den Hintergedanken bei ihrem Entwurf, der von einem starken Bezug nach Außen geprägt ist. Die Sporthalle bietet zwar den nötigen Witterungs- und Wärmeschutz, erlaubt aber durch die Glasfassaden eine starke Verbindung zur umliegenden Natur. Verstärkt wird dieser Naturbezug durch einen mit Bäumen bepflanzten Graben, der rund um die Sporthalle verläuft. Selbstdesignte Hängestühle mit integrierter Beleuchtung laden in den Bäumen zum Verweilen ein. »Die Sporthalle soll nicht nur als Sportstätte verstanden werden. Sie findet vielmehr ihren Platz in einem universitären Rahmen. Sport treiben, sich ausruhen und lernen – der Entwurf verknüpft all diese Aspekte miteinander und schafft viele Räume und Möglichkeiten, um sich wohlzufühlen«, resümiert Prof. Dr. Lena Lämmle den Entwurf.


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