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Hat die COVID-19-Pandemie die körperliche Aktivität der Menschen in Deutschland verändert? –Prof. Dr. Katja Siefken publiziert mit Kollegen im German Journal of Sports Medicine

Die körperliche Aktivität ist ein wesentlicher Bestandteil zur Förderung der körperlichen und geistigen Gesundheit und zur Vorbeugung von Krankheiten. Die Pandemie hat die Bevölkerung auf der ganzen Welt auf verschiedenen Ebenen herausgefordert. Prof. Dr. Katja Siefken hat zusammen mit Kollegen kürzlich in einem Beitrag die aktuelle Literatur über die Veränderung der körperlichen Aktivität während der Pandemie in der deutschen Bevölkerung zusammengefasst.

Die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden Eindämmungsmaßnahmen führten zu entscheidenden Veränderungen im täglichen Leben der Bevölkerung und veränderten damit auch das Bewegungsverhalten. In einem Rapid Review identifizierten die Wissenschaftler insgesamt 31 Studien, die das körperliche Aktivitätsverhalten von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Erwachsenen aus Deutschland während der Pandemie (März 2020-Juli 2021) untersuchten.

Die Ergebnisse deuten überwiegend auf einen Rückgang der körperlichen Aktivität in allen Altersgruppen hin. Allerdings zeigte sich auch während des ersten Lockdowns eine Zunahme des Aktivitätsverhalten, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, in einigen wenigen Studien. Sportarten und Intensitäten veränderten sich innerhalb der deutschen Bevölkerung. Die Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien ergab einen Mangel an adäquat berichteter gemessener körperlicher Aktivität sowie unzureichende Berichterstattung der Studienergebnisse.

Die COVID-19 Pandemie hat zu einer Abnahme im Bewegungsverhalten in der deutschen Bevölkerung geführt. Angesichts der Ungewissheit über die Dauer der Pandemie sind anhaltende und behörden- und sektorenübergreifende Handlungen zur Förderung der körperlichen Aktivität in allen Bevölkerungsgruppen von entscheidender Bedeutung.

Der Artikel »Physical Activity in the Face of the COVID-19 Pandemic: Changes in Physical Activity Prevalence in Germany« erschien im German Journal of Sports Medicine und ist frei verfügbar.

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