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Dr. Paul Maximilian Kaiser publiziert mit Kollegen vom HIP eine Interview-Studie zur Migration

Migrantinnen und Migranten befinden sich in einer wichtigen Situation des Umbruchs. Die Literatur hat die Prozesse der Migration psychoanalytisch untersucht und stellt fest, dass Migration verschiedene Arten von Ängsten auslösen kann: Trennungsangst, Verfolgungsängste, die durch die Konfrontation mit dem Neuen und Unbekannten entstehen, und depressive Ängste, die den Verlust der bisherigen Welt betreffen. Besonders Migranten aus der islamischen Welt erleben derzeit tiefgreifende politische, kulturelle und soziale Transformationsprozesse in ihren Ländern. Nach Lacan wird das gespaltene Subjekt auf mehr oder weniger beängstigende Weise mit einem neu auftauchenden großen Anderen sowie mit dem Verlust des vertrauten imaginären Anderen konfrontiert.

Dr. Paul Maximilian Kaiser hat im Rahmen seiner Promotion an der MSH, zusammen mit Lena Barth, Prof. Dr. Barbara Rüttner Götzmann und weiteren Kollegen einen Artikel publiziert, der das Verhältnis zwischen Subjektivität und dem Anderen im Verlauf der Integration bei 50 jungen Muslimen mit doppelter nationaler Herkunft in Deutschland untersucht. Auf der Grundlage der gesammelten Daten haben sie das »Triadische Modell der Integration« im Rahmen des Lacanschen L-Schemas der Subjektivität entwickelt.

Der Artikel »On Subjectivity and the Relationship with the Other: Qualitative Results of an Interview-Study with 50 Young Muslims« erschien im British Journal of Psychotherapy.

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