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Dr. Christina Niermann publiziert mit Kollegin zur Bedeutung der Familie für das Aktivitätsverhalten von Kindern und Jugendlichen

Regelmäßige, ausreichende körperliche Aktivität ist für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unerlässlich. Internationale Richtlinien empfehlen pro Tag mindestens 60 Minuten körperliche Aktivität in moderater bis intensiver Intensität für Kinder und Jugendliche. In Deutschland erreichen nur 22% der Mädchen und 29% der Jungen diese Empfehlung und damit ein ausreichendes Maß an körperlicher Aktivität.

Die Familie spielt in Bezug auf das Aktivitätsverhalten eine Schlüsselrolle. Die familiäre Lebenswelt ist ein entscheidender Bezugspunkt für die Entwicklung und Aufrechterhaltung von gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen. Die Forschung auf dem Gebiet der körperlichen Aktivität konzentriert sich bisher hauptsächlich auf den Einfluss der Eltern auf die körperliche Aktivität der Kinder. Der Einfluss der Familie geht jedoch weit über die bisher im Fokus stehende und oftmals unidirektional betrachtete dyadische Beziehung zwischen Elternteil (meist die Mutter) und Kind hinaus. Vor dem Hintergrund der hohen Prävalenz an Inaktivität von Kindern ist das Verständnis der komplexen Zusammenhänge eine wichtige Voraussetzung für die Planung und Umsetzung effektiver Maßnahmen der Bewegungsförderung.

Dr. Christina Niermann und eine Kollegin der Universität Ulm fassen in einer aktuellen Übersichtsarbeit die Befunde deutscher Forschungsarbeiten zum Thema zusammen und stellen wichtige Forschungslücken heraus. Dabei stellen sie fest: es mangelt an geeigneten Kohorten, die Nutzung von subjektiven Messinstrumenten und die Operationalisierung von Konstrukten wie der elterlichen Unterstützung sind inkonsistent und heterogen und es liegen keine Längsschnittdaten vor. Vergleiche, Schlussfolgerungen und Empfehlungen sind daher schwierig.

Der Beitrag »Family‘s Important Role for Children‘s Physical Activity – Gaps in German Research« erschien im German Journal of Sports Medicine und wurde im Rahmen der Erstellung der aktuellen deutschen »Report Card« zum Status Quo der körperlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen verfasst.

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