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Björn Jürs und Kieler Kollegen publizieren Ergebnisse zur Regulation von K2P-Ionenkanälen im Journal of General Physiology

Zwei-Poren-Domänen-Kaliumkanäle (K2P-Kanäle) befinden sich in der Zellmembran und stellen eine wichtige Kaliumkanalklasse in unserem Körper dar. Sie sind entscheidend an der Regulation der zellulären Erregbarkeit beteiligt. Als polymodal regulierte Ionenkanäle nehmen sie eine zentrale Rolle sowohl in physiologisch als auch pathophysiologisch relevanten Prozessen wie Hormonsekretion, Schmerz oder Herzrhythmusstörungen ein. Während in den letzten drei Jahrzehnten viele Erkenntnisse in der Regulation von verschiedenen Ionenkanälen durch Lipide gewonnen wurden, blieb der Einfluss von Substanzen des Fettsäurestoffwechsels auf die K2P-Kanäle bislang unerforscht.

Björn Jürs und Kieler Kolleginnen und Kollegen untersuchten nun systematisch den Effekt polyanionischer Lipide des Fettsäurestoffwechsels (u.a. Oleoyl-CoA) sowie der Phosphoinositide (PIP2) auf alle zwölf in menschlichen Zellen vorkommenden K2P-Kanälen. Hierbei können sie starke Effekte der genannten Lipide auf alle getesteten K2P-Kanäle zeigen, wobei manche Kanäle aktiviert und andere inhibiert werden. Dies impliziert, dass der zelluläre Fettsäuremetabolismus möglicherweise regulatorischen Einfluss auf die Aktivität der K2P-Kanäle ausübt und dadurch die zelluläre Erregbarkeit beeinflusst, was eine Rolle in der Pathophysiologie von Herzrhythmusstörungen beim Herzinfarkt und der Insulinsekretion beim Diabetes mellitus spielen könnte.

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