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2. Pol-i Tag an der MSH

Am 30.11.2018 hat am Campus Harburg der 2. POL-i Tag an der MSH stattgefunden. Rund 100 Studierende aus acht Studiengängen haben interprofessionell an einem Fall gearbeitet, der rund um das Thema »Neue Wege für komplexe Gesundheitsprobleme« konstruiert war. Am Beispiel der Versorgung von Kindern mit Asthma und Adipositas in einer Rehaklinik sind Lösungskonzepte erarbeitet worden, in die disziplinäre Perspektiven aus den unterschiedlichen Studiengängen eingeflossen und integriert worden sind. 

Nach der Registrierung und Aufteilung in die über alle Studiengänge gemischten Kleingruppen hat zunächst Frau Irina Cichon von der Robert-Bosch-Stiftung in die Thematik eingeführt. Die Robert-Bosch-Stiftung fördert seit Jahren Projekte, die sich mit der Verbesserung von interprofessioneller Kooperation in den Gesundheitsberufen auseinandersetzen. Der Vortrag fand großen Anklang – so wurde gleich von zwei Projektgruppen in ihren Ergebnispräsentationen zur Frage nach der Erprobung von integrierten Versorgungskonzepten auf eine Fördermöglichkeit durch die Stiftung hingewiesen.

Durch eine interaktive Erwartungsabfrage konnte neben Keksen und Spaß klar der Austausch der Einzeldisziplinen identifiziert werden. Ebenso wurde deutlich, dass in der Selbsteinschätzung das Wissen über andere als den eigenen Studiengang an der MSH als eher gering eingestuft wurde. Demgegenüber steht die hohe Zustimmung zu zentralen Erkenntnissen über die Wirksamkeit von interprofessioneller Kooperation. Durch sie steigt zum einen die Versorgungsqualität für den Patienten, zum anderen aber auch die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter bei gleichzeitiger Reduktion des Fehlerrisikos.

Durch Anwendung der Methode Problemorientiertes Lernen haben neun gemischte Gruppen einen POL-Fall bearbeitet. Begleitet wurden die Gruppen von Studierenden der Medizinpädagogik, die im Rahmen ihres Studiums als POL-Tutoren qualifiziert worden sind. 

Abschließend haben die neun POL-i-Gruppen in zwei Plenarräumen ihre Ergebnisse präsentiert. Neben ausgefeilten Konzepten zur Optimierung der interprofessionellen Kooperation haben alle Gruppen auch ein Statement zu ihrem Erleben des Austausches in den Gruppen abgegeben. Überwiegend wurde betont, dass die Einblicke in Perspektiven der jeweils anderen Fächer spannend und bereichernd waren und man gerne noch mehr Zeit für einen »ungesteuerten« Austausch gehabt hätte. Ein Beispiel für ein Statement einer Gruppe, in der Studierende aus den Studiengängen Medizin-Controlling, Medizinpädagogik, Intermediale Kunsttherapie und Soziale Arbeit zusammen gearbeitet haben, ist hier als Video angefügt.

Die intuitive Zuordnung zu einem »Stimmungsbild« am Ende der Veranstaltung zeigt, dass die Studierenden erschöpft, jedoch auch inspiriert nach Hause gegangen sind.

Wer dieses Mal keine Gelegenheit hatte, den POLi-Tag bei hervorragender Pausenbewirtung in den für kreatives Arbeiten ideal geeigneten Räumlichkeiten des Campus Harburg mitzuerleben, kann sich auf den nächsten POL-i-Tag freuen, den wir für das kommende Sommersemester planen.


Ihre Ansprechpartnerin

Valerie Landau

Ihre Ansprechpartnerin

Nicola Rochlitz