Datum: 03.10.2022

Dr. Liselotte Hermes da Fonseca

Dr. Liselotte Hermes da Fonseca

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Schwerpunkt Lehre

Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg

Fon: 040.361 226 40
Fax: 040.361 226 430
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Biographie

Studium der Ethnologie, Deutschen Sprache und Literatur, Psychologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und Università di Bologna mit dem Schwerpunkt Medizinethnologie und interdisziplinäre Forschung.

Mehrere Feldforschungen zur Geschichte der Medizin, Menschenbilder und Wissenschaften vom Leben in Skandinavien, Deutschland, Österreich, Ungarn, Italien, Frankreich, England und Holland.

Promotion an der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg zum Thema „Fragen Über Leben: Ähnlichkeit und Übersetzung von Leben in Darstellungen des Menschen“ am Institut für Ethnologie.

2017 Förderung des Projektes „Multidimensionaler Seiltanz: Versorgung, Geschäft, Wissenschaft und gesellschaftliches Bild von Diabetes Typ 1 bei Kindern“ durch den Innovationsfond des QPL-Projekts, Leuphana Universität Lüneburg.

Neben der Lehre und Forschung freiberufliche Tätigkeiten als Autorin, Medizinjournalistin, Redaktionsleiterin der Zeitschrift für Politische Psychologie, Lektorin, Übersetzerin, Fremdsprachenkorrespondentin im Gesundheits- und Ernährungsbereich, Rechercheurin, Konferenzorganisatorin, Social-Media- und Trend-Analystin sowie als psychologisch-technische Assistentin.

Seit 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Medical School Hamburg im Bereich Medizinpädagogik. 

Lehrtätigkeit

Lehrbeauftragte an diversen Universitäten, u.a. in Bremen, Hamburg, Heidelberg, Halle-Wittenberg, Paderborn, Lüneburg und Stendal-Magdeburg in den Bereichen Ethnologie, Psychologie, Kultur- und Medienwissenschaften sowie Literaturwissenschaft.

Dozentin an Volkshochschulen, Schulen und Bildungsstätten in Hamburg und Lüneburg.

Themenschwerpunkte der Lehre u.a.

  • Interdisziplinarität und Interkulturalität
  • Wissenschafts- und Methodengeschichte
  • Medizingeschichte
  • Ethik und Technikfolgenabschätzung
  • Medien und Menschenbilder der Medizin
  • Öffentliche Vermittlung / Darstellung chronischer Krankheiten und ihre politischen und sozialen Folgen
  • Gesundheits- und Ernährungspolitik
  • Vorstellungen und Darstellungen von Leben und Tod
  • Gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaften
  • Nachhaltigkeit und Wissen
  • Mediengeschichte und Digitalisierung

Forschungsschwerpunkte

Wissenschaft und Verantwortung

  • Technikfolgenabschätzung und Ethik in der Medizin
  • Gesundheits- und Ernährungspolitik
  • Zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
  • Diabetes Melitus Typ I bei Kindern aus gesellschaftspolitischer und soziologischer Perspektive
  • Digitalisierung: Auswirkungen auf Wissen und Wissensvermittlung
  • Digitalisierung und Subjekt

Mediengeschichte

  • Medien, Übersetzung- und Darstellungsmöglichkeiten (Simulations-, Ähnlichkeit- und Übersetzungstheorien)
  • Medizingeschichte, ihre Medien und Menschenbilder
  • Ethik des Ausstellens in den Wissenschaften
  • Wissenschaftsgeschichte und Biopolitik

Interkulturelle Forschung

  • Zur Bedeutung des „Lebens“ in der Moderne
  • Darstellungen und Wissen vom Tod
  • Interkulturelle Vergleiche von Körperbildern und Körperwahrnehmung (z.B. Schmerz)

Publikationen (Auswahl)

Monografien

  • Multidimensionaler Seiltanz. Versorgung, Geschäft, Wissenschaft und gesellschaftliches Bild von Diabetes Typ 1 bei Kindern, erscheint voraussichtlich 2022
  • Durchkreuzungen eines unmöglichen Bildes: Fragen des Christus Anatomicus, erscheint voraussichtlich 2022
  • FRAGEN ÜBER LEBEN: Ähnlichkeit und Übersetzung von Leben in Darstellungen des Menschen, Halle an der Saale 2019

Herausgeberschaft

  • Verführerische Leichen, verbotener Verfall. „Körperwelten“ als gesellschaftliches Schlüsselereignis, Lengerich, New York u.a. 2006

Aufsätze

  • The Anatomy of Holy Transformation, in: Joanna Ebenstein (Hg.): Death – A Graveside Companion, London 2017, S. 86-88
  • Fleischgewordene Transzendenz des totalen Körpers: Körper und Leben als „Beschränkung von Freiheit“, in: Wolf Gerhard Schmidt (Hg.): Körperbilder in Kunst und Wissenschaft, Würzburg 2014, S. 107-138
  • „Wiederauferstehungstechnologie für jedermann“ Die Eschatologie der Körperwelten, in: Dominik Groß (Hg.): „Who wants to live forever?“ Postmoderne Formen des Weiterwirkens nach dem Tod, Frankfurt am Main 2011, S. 197-218
  • Ötzi, kein Mensch mehr?, in: Angelika Fleckinger (Hg.): 20 Jahre Wissenschaft, Medien und Kurioses rund um Ötzi, Stuttgart 2011, S. 122-131
  • La plastination, une technique d’incarnation des espoirs scientifiques, in: Annette Leibing, Virginie Tournay (Hg.): Les technologies de l'espoir: La fabrique d'une histoire à accomplir, PUL-Presses de l'Université Laval 2010, S. 139-162
  • Revisiting creativity research: An investigation of contemporary approaches, Neubetrachtung der Kreativitätsforschung: Eine Untersuchung aktueller Ansätze (zusammen mit Cara Kahl und Erich H. Witte), in: Creativity Research Journal 21 (1), 2009, S. 1-5
  • Hitler ein zweites Mal erfunden. Der Untergang als Untergang der Geschichte, in: Antifaschistisches info Blatt Spezial 67, 2005, S. 55-58 (zusammen mit Jens Hüttmann)
  • Das Leibhaftige, böse Gewordene des modernen Körpers. Eine Lektüre 'guter' und 'böser' Repräsentationen von Kreuzigungen, in: Psychologie & Gesellschaftskritik Hf. 3, 2004, S. 183-207
  • Denke immer daran es zu vergessen, in: Sibylle Benninghoff-Lühl, Annette Leibing (Hg.): Brasilien – Land ohne Gedächtnis, Hamburg, 2001, S. 217-224 (auch auf Portugiesisch erschienen: Pense sempre em esquecer, in: Sibylle Benninghoff-Lühl, Annette Leibing (Hg.): Devorando o tempo – Brasil, o pais sem memória, Edition Siciliano, Sao Paulo, 2001, S. 245-253)