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Prof. Dr. phil. habil. Thomas Gronwald, MBA HCM

Prof. Dr. phil. Thomas Gronwald, MBA HCM; Professur für Sportwissenschaften

Professur für Sportwissenschaften

Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg

Fon:  040.361 226 49356
Fax:  040.361 226 430
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Biographie

Thomas Gronwald hat von 2004 bis 2008 ein Diplomstudium im Fach Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt »Prävention, Rehabilitation und Therapie« an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) absolviert. Drei Jahre später promovierte er im Arbeitsbereich »Trainingswissenschaft und Sportmedizin«. Im Jahr 2015 schloss Thomas Gronwald zusätzlich ein berufsbegleitendes MBA-Studium mit dem Schwerpunkt »Health Care Management« an der Universität Bayreuth ab.

Von 2011 bis 2015 arbeitete Thomas Gronwald als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle in Lehre und Forschung im Arbeitsbereich »Trainingswissenschaft und Sportmedizin«. Im Anschluss wurde er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU) beschäftigt und übernahm zudem die Vertretung der Professur für Trainingswissenschaft und die Leitung des Bereichs Theorie und Praxis der Sportarten. Im Ehrenamt engagierte sich Thomas Gronwald als Leiter des Lehrwesens umfassend für die Aus- und Weiterbildung von Trainern sowie Übungsleitern des Basketballverbandes Sachsen-Anhalts (BVSA). Außerhalb der Hochschule hat er zudem weitreichende Erkenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Bewegungs- und Sporttherapie von Kindern- und Jugendlichen (Asthma Bronchiale, Adipositas) und Erwachsenen (Depression, Multiple Sklerose) sowie der Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung von Individual- und Mannschaftssportlern und der betrieblichen Gesundheitsförderung von mittelständischen Unternehmen am Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung erworben. Seit 2016 ist er zudem unternehmerisch in der Gesundheitswirtschaft tätig und versucht mit Hilfe von patientennahen remote-Anwendungen die Digitalisierung von Biomarkeranalysen zu vereinfachen.

Im Jahr 2015 wurde Thomas Gronwald an die Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport (DHGS) (ehem. Hochschule für Gesundheit und Sport, Technik und Kunst) in Berlin als Professor für Trainings- und Bewegungswissenschaft berufen und war zudem als Dekan der Fakultät für Sportwissenschaft tätig. In dieser Tätigkeit hat er maßgeblich den Aufbau der Fakultät im Profil der Sportwissenschaft im Allgemeinen und der Trainingswissenschaft im Speziellen sowie die Studiengänge »Sport und angewandte Trainingswissenschaft« und »Life Coaching« als interdisziplinären Ansatz zwischen den Fachdisziplinen Psychologie, Ernährungswissenschaft und Sportwissenschaft geprägt.

Lehrtätigkeiten

Thomas Gronwald verfügt über Lehrerfahrung in der Ausbildung von Studierenden in sportwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen sowie im Lehramt an den Universitäten Halle und Magdeburg sowie der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department Sportwissenschaft der Universität Halle war er verantwortlich für die methodisch-praktischen Übungen im Kraft- und Ausdauertraining, für Vorlesungen, Seminare und Projekte im Bereich körperliche Fitness und Trainingswissenschaft. An der Universität Magdeburg vertrat Thomas Gronwald die Lehre für die vakante trainingswissenschaftliche Professur sowie hielt Seminare im Bereich der Forschungsmethodik und Biosignalanalyse. An der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport übernahm Herr Gronwald alle Module im Bereich Trainingswissenschaft (Belastungs- und Regenerationssteuerung, langfristiger Leistungsaufbau, Leistungsdiagnostik, Trainingsplanung und -steuerung etc.) sowie Module der Gesundheitsförderung durch körperliche Aktivität und Forschungsmethodik.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsschwerpunkte von Thomas Gronwald liegen in der angewandten Trainings- und Bewegungswissenschaft speziell im Bereich des präventiven Trainings und der Belastungs- und Beanspruchungssteuerung im Fitness-, Gesundheits- sowie Leistungssport.

Im Bereich der trainingswissenschaftlichen und gesundheitswissenschaftlichen Forschung hat sich Thomas Gronwald umfassend mit dem Thema der Belastungs- und Beanspruchungssteuerung im Breiten- und Leistungssport beschäftigt. Der Einfluss verschiedener Belastungsnormative auf den zentralnervalen Aktivierungszustand während sportlicher Akutbelastung bildete den Schwerpunkt seiner Promotion und ermöglichte Schlussfolgerungen sowohl für eine adäquate Trainingssteuerung im Breiten- wie auch im Leistungssport. Folgestudien beschäftigten sich zudem mit der Thematik, ob über die Akutreaktionen hinaus funktionelle Anpassungen auf zentralnervaler Ebene stattfinden. Eine Forschungsarbeit zum Einfluss von Sauerstoffmangelbedingungen (normobare Hypoxie) auf die zentralnervale Aktivierung bei Radsportlern wurde mit dem Nachwuchspreis der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) ausgezeichnet. Aktuell beschäftigt sich Thomas Gronwald mit Auswirkungen von Ermüdungsprozessen auf das autonome und zentrale Nervensystem und daraus folgend mit Neuroenhancementstrategien durch variable Trainingsreize und Verletzungspräventionsstrategien im sportlichen Training. Im Rahmen der Habilitation beschäftigte er sich zudem mit nicht-linearen system- und homöodynamischen Selbstregulationsansätzen des menschlichen Organismus sowie mit der Evaluation eines neuen Biomarkers auf Basis der Herzfrequenzvariabilität (HRV) zur Intensitätssteuerung und Schwellenbestimmung (GRH-Transition) bei ausdauer-akzentuierten Belastungen.

Publikationen

ResearchGate

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