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Untersuchung von Gesichtsadaptationseffekten

Die Identifikation von Gesichtern stellt für eine gelingende soziale Interaktion einen entscheidenden Faktor dar. Um dabei ein bekanntes Gesicht zu identifizieren, müssen wir die wahrgenommenen Informationen mit mentalen Repräsentationen von Gesichtern, die wir im Gedächtnis hinterlegt haben, abgleichen. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass diese Repräsentationen deutlich flexibler und variabler sind, als zunächst angenommen. So kann eine intensive Betrachtung von offensichtlich bearbeiteten Gesichtern zu einer Veränderung und Adaptation der Gedächtnisrepräsentationen und somit zu einer veränderten Wahrnehmung und Bewertung anschließend präsentierter Gesichter führen. Die eingehendere Untersuchung dieser sogenannten Gesichtsadaptationseffekte ist Gegenstand des Forschungsprojektes, welches in Kooperation mit der Universität Bamberg durchgeführt wird. Das Projekt umfasst verschiedene laborbasierte Studien, die die Bewertung von Gesichtern und die Blickbewegung beim Betrachten von Gesichtern untersuchen.