Datum: 12.12.2023

Interdisziplinäre Expertise

Das Institut setzt seine Expertise in der Forschung und in der Versorgung ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Überführung von neuen Forschungserkenntnissen aus dem Labor in die Anwendung (translationale Forschung). Die Bandbreite an Forschungsthemen in der Sportwissenschaft ist riesig und sehr facettenreich: Untersuchungen zur Analyse der körperlichen Leistungsfähigkeit?
Die optimale Ernährung für Spitzensportler? Das bestmögliche Regenerationstraining für einen  verletzten Profifußballer?  

Sportmedizin und Sportwissenschaft beschäftigten sich mit Bewegung und körperlicher Aktivität – aus unterschiedlichen Perspektiven und in vielen Bereichen. Von den Extrembelastungen während eines Ultramarathon oder eines Langdistanz Triathlons, dem olympischen und paralmypischen Spitzensport, dem Breitensport, bis hin zu klinischen Settings bei neurologischen oder orthopädischen Erkrankungen. Dabei reicht der Blick von der Zelle bis ins Stadion, vom Erkrankten bis hin zum hochspezialisierten Profi mit 35 Trainingsstunden pro Woche. 

Im Institute of Interdisciplinary Exercise Science and Sports Medicine ist unser Ziel, ausgehend  vom aktuellen Forschungsstand und im Sinne der translationalen Forschung, richtungsweisende Versorgungsstrategien zur Leistungssteigerung, Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation für Menschen in der gesamten Lebensspanne zu entwickeln.

Als interdisziplinäres Institut werden dabei folgende Gebiete abgedeckt:

Grundlagen
In der Grundlagenforschung des Instituts geht es um die Schaffung von unverzichtbaren Basiserkenntnissen (mechanistische Ansätze) in der Tiefe der wissenschaftlichen Details, die aber das Ziel einer Anwendung nicht ausschließt. Die Studien werden in hochkontrollierten Laborsituationen durchgeführt.

Anwendung
Fragestellungen der Anwendungsforschung werden in engem Kontakt mit der Praxis generiert und durch Literaturbefunde ergänzt. Die Stichprobengewinnung erfolgt meist pragmatisch (z.B. durch Sportstudierende oder Patienten).  

Klinik
Patientennahe Forschung findet zur Verbesserung des klinischen Alltags durch Prüfung neuer und innovativer Therapie- und Rehabilitationsansätzen statt. Zusammenhänge werden durch randomisiert-kontrollierte Studien sektorübergreifend (Beispiel: Telemedizin) durchgeführt. 

Praxis
Fragestellungen und Methoden der Praxisforschung sind oft fallspezifisch und unterliegen der jeweiligen Praxissituation. Je nach Probandenkollektiv (z. B. ein Team aus Leistungsportlern) sind hier oftmals Studien in kleinen Stichproben oder sogar Einzelfallbetrachtungen erforderlich, welche nicht unmittelbar auf die allgemeine Bevölkerung übertragen werden können.

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. med. Dr. Karsten Hollander, FACSM

Neues aus dem Institut

Fellow of the American College of Sports Medicine

Prof. Dr. Dr. Karsten Hollander wurde mit dem Titel »Fellow of the American College of Sports Medicine« geehrt

Das American College of Sports Medicine, weltweit der größte Sportmedizin-Verband, hat Prof. Dr. Dr. Karsten Hollander zum Fellow ernannt.

Der Titel »Fellow of the American College of Sports Medicine« (kurz: FACSM) ist ein postnominaler Titel, der darauf hinweist, dass die Aus- und Weiterbildung, die beruflichen Qualifikationen, das Bildungsniveau und das ethische Verhalten einer strengen Bewertung unterzogen wurden und den hohen Standards entsprechen, die das College aufgestellt und gefordert hat. Um zum Fellow ernannt werden, muss man von mindestens zwei anderen Fellows unterstützt werden und einen bedeutenden Beitrag auf dem Gebiet der Sportmedizin geleistet haben, entweder als Wissenschaftler:in (mit Veröffentlichungen) oder als Pädagog:in mit einer langen Geschichte von Bildungsbeiträgen. In Deutschland erhielten bislang nur wenige Sportmediziner:innen diesen Titel.

Wir beglückwünschen Prof. Dr. Dr. Karsten Hollander zu dieser Auszeichnung.

19. October 2023 | Prof. Dr. Thomas Gronwald & Prof. Dr. Dr. Karsten Hollander

Abstract

Traumatic muscle injury encompasses various skeletal muscle pathologies resulting from trauma to the muscle tissue, characterized by damage leading to functional deficits. It can occur at any age and is often caused by high stresses and strains during muscle activation, causing indirect injuries like strains or ruptures, or external impact resulting in direct injuries like contusions or lacerations. Microscopically, muscle fibers can repair focal damage but require complete regeneration after full myofiber necrosis. Diagnosis relies on patient history and physical examination, with imaging used to eliminate differential diagnoses. Recent changes in management emphasize early activation and progressive loading, moving away from initial rest and immobilization. Challenges include the widespread use of medical treatments with limited efficacy evidence and the prevention of muscle injuries due to their multifactorial and complex nature.

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