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Prof. Dr. Sebastian Ocklenburg publiziert mit Kollegen Studie zur stressabfedernden Wirkung von Umarmungen bei Stress

Umarmungen sind eine der häufigsten Formen sozialer Berührungen im Alltag und lösen positive emotionale Reaktionen sowohl auf der Verhaltens- als auch auf der neurophysiologischen Ebene aus. Für die körperliche und geistige Gesundheit bringt das Vorteile mit sich: Eine Umarmung senkt nachweislich den Blutdruck, geht mit einem Rückgang von Entzündungen einher und erhöht das subjektive Wohlbefinden.

Auf der anderen Seite ist Stress in unserem alltäglichen Leben omnipräsent und sorgt kurzfristig für negative Stimmung und ein vermindertes Wohlbefinden. Langfristig kann Stress sogar zu einer Reihe von psychischen Störungen führen oder diese verstärken. Verhaltensweisen, die den Stress abfedern und dazu beitragen können, die negativen Auswirkungen von akutem Stress im Alltag zu verhindern, sind daher von entscheidender Bedeutung. Für Formen sozialer Berührung wie Massagen wurde die potenziell stresspuffernde Wirkung bereits untersucht – insbesondere bei Frauen.

In einer aktuellen Studie untersucht Prof. Dr. Sebastian Ocklenburg mit Kolleginnen und Kollegen, ob Umarmungen ebenfalls Stress vermindern können. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass bei Frauen kurzfristige Umarmungen vor stressigen sozialen Situationen die Kortisolreaktion in dieser Situation verringern können. Bei Männern konnte keine stressabfedernde Wirkung festgestellt werden. Die Studie »Romantic partner embraces reduce cortisol release after acute stress induction in women but not in men« erschien im Journal PloS one.

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