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Prof. Dr. Mike Wendt publiziert mit Kollegen zur adaptiven Verarbeitung von Handlungskonflikten

Flexibles und zielgerichtetes Verhalten ist für die menschliche Kognition grundlegend. Kognitive Kontrolle ist dabei ein zentrales Konzept, das mehrere Prozesse im Dienste der Erreichung von Verhaltenszielen zusammenfasst – z. B. die Steuerung der Aufmerksamkeit auf aufgabenrelevante Informationen und auf potenziell störende Informationen. Allgemein wird angenommen, dass diese Verarbeitungsselektivität dynamisch an Veränderungen in der Umwelt, an interne Signale der Konfliktüberwachung oder an den erwarteten Nutzen verschiedener Stimulusaspekte angepasst werden kann. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die kognitive Kontrolle zu einem florierenden Forschungsgebiet entwickelt, auch in der angewandten Forschung.

Ereigniskorrelierte Potenziale (ERPs), die in Konflikt- oder Interferenzaufgaben gemessen werden können, liefern in diesem Zusammenhang wichtige Einblicke in die zeitliche und neuronale Struktur von Aufmerksamkeitsanpassung und Konfliktmanagement. In einer aktuellen Arbeit ergänzen Prof. Dr. Mike Wendt und Kolleginnen und Kollegen der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg diese Forschungslinie und präsentieren elektrophysiologische Korrelate der Proportionskongruenz-Manipulation in einer temporalen Flanker-Aufgabe, die mit ERP-Untersuchungen zusammenhängen.

Der Artikel »Electrophysiological correlates of proportion congruency manipulation in a temporal flanker task« erschien im Journal Psychophysiology.

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