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Prof. Dr. Alina Smorodchenko publiziert mit Kollegen zu den unterschiedlichen Auswirkungen von Gadopentetat und Gadobutrol auf die entzündungsbedingte Retention und Toxizität von Gadolinium

Kontrastmittel auf Gadoliniumbasis (GBCAs) werden häufig in der kontrastverstärkten Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt, da sie die Sichtbarkeit innerer Körperstrukturen verbessern. Die diagnostische Anwendung von GBCAs gilt derzeit als weitgehend sicher bei Patientinnen und Patienten mit normaler Nierenfunktion. Nach wiederholter Verabreichung von hauptsächlich linearen GBCAs wurde jedoch berichtet, dass bei Patienten ohne Nierenbeeinträchtigung eine Retention von Gadolinium (Gd) in verschiedenen Organen auftrat. Dies führte zu Einschränkungen der Verwendung von linearen GBCAs durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und zu Klassenwarnungen durch die US-amerikanische Food and Drug Administration.

Im Zusammenhang mit chronischen Entzündungen des zentralen Nervensystems (ZNS), wie z. B. bei Multipler Sklerose, werden GBCAs in erster Linie eingesetzt, um das Ausmaß der Störung der Blut-Hirn-Schranke (BHS) zu bestimmen und die Anzahl der aktiven entzündlichen Läsionen im ZNS abzuschätzen. Daher ist die Sorge um die Gd-Retention für Patienten mit Multipler Sklerose besonders relevant, da die GBCA-MRT häufig zur Erstdiagnose sowie zur Überwachung des klinischen Verlaufs und des Ansprechens auf die Behandlung eingesetzt wird.

Prof. Dr. Alina Smorodchenko führte zusammen mit Kolleginnen und Kollegen eine Studie durch, mit dem Ziel, die Kinetik und die Retentionsprofile von Gd in entzündeten und gesunden Gehirnen nach Anwendung des makrozyklischen Gd-basierten Kontrastmittels (GBCA) Gadobutrol oder des linearen GBCA Gadopentetat zu vergleichen.

Die Arbeit mit dem Titel »Different Impact of Gadopentetate and Gadobutrol on Inflammation-Promoted Retention and Toxicity of Gadolinium Within the Mouse Brain« erschien im Journal Investigative Radiology.

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