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Prof. Dr. Alexander Lischke publiziert mit Kollegen zur Zuverlässigkeit von webbasierten Tests in der experimentellen Psychologie

Die Corona-Pandemie hat zu erheblichen Beeinträchtigungen in allen Lebens- und Arbeitsbereichen geführt. Die wissenschaftliche Forschung bildet hier keine Ausnahme: viele Forschende, insbesondere im Bereich der Psychologie und Neurowissenschaften, waren gezwungen, die laborgestützte Verhaltensforschung auf eine Online-Umgebung zu übertragen. Neuere Arbeiten haben gezeigt, dass Studien in Online-Umgebungen vergleichbare Ergebnisse liefern wie Experimente, die in einer Laborumgebung durchgeführt werden – es gibt aber auch Unterschiede, die möglicherweise auf Zeitunterschiede der Webbrowser der Teilnehmenden und andere technische Herausforderungen zurückzuführen sind.

In einer aktuellen Studie hat Prof. Dr. Alexander Lischke mit Kolleginnen und Kollegen die Zuverlässigkeit von webbasierten Tests in der experimentellen Psychologie und verwandten Bereichen weiter getestet. Dabei verglichen sie die Gedächtnisleistung der Teilnehmenden für vertrauenswürdige und nicht vertrauenswürdige Gesichtsreize in einer überwachten Laborumgebung und einer unbeaufsichtigten Internetumgebung. Die Gedächtnisverzerrung war im Online- und im Laborexperiment vergleichbar, was darauf hindeutet, dass webbasierte Verfahren ein vielversprechendes Instrument für die Gedächtnisforschung sind.

Der Artikel »Memory advantage for untrustworthy faces: Replication across lab- and web-based studies« erschien im Journal PLOS ONE.

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