Sie sind hier:

Forschende des ICAN publizieren Übersichtsartikel zu hemisphärischen Asymmetrien in der Amygdala im Journal Progress in Neurobiology

Im neuronalen Netzwerk des Menschen ist die Amygdala eine zentrale Struktur für die Emotionsverarbeitung. Ihre Struktur und Funktionen wurden bisher eingehend in verschiedenen Studien und Forschungsfragen untersucht – dabei wurde häufig festgestellt, dass die linke und rechte Amygdala in Bezug auf Struktur und Funktion nicht gleichwertig sind. Diese sogenannten hemisphärischen Asymmetrien sind bereits auf verschiedenen Ebenen beschrieben worden – eine systematische Integration dieser Erkenntnisse fehlt in der Literatur jedoch.

Viele Forschende sowohl in den kognitiven als auch in den klinischen Neurowissenschaften fragen sich beispielsweise, warum ein bestimmter Effekt oder eine bestimmte Assoziation für die linke, nicht aber für die rechte Amygdala gefunden wird. In einer Übersichtsarbeit geben Prof. Dr. Sebastian Ocklenburg vom ICAN Institute for Cognitive and Affective Neuroscience und Prof. Dr. Jutta Peterburs und Dr. Annakarina Mundorf des ISM Institute for Systems Medicine an der MSH nun einen integrierten Überblick über die vorhandenen grundlegenden und klinischen Erkenntnisse über Asymmetrien der Amygdala in Struktur, Verbindungen und Funktionen. Damit soll Forschenden, die Amygdala-Asymmetrien untersuchen, Leitlinien und Ansätze für die Interpretation der Ergebnisse an die Hand gegeben werden.

Der Artikel »Hemispheric asymmetries in the amygdala: A comparative primer« erschien im Journal Progress in Neurobiology.

Hier geht es zum Artikel