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Ringvorlesung - Aktuelle Themen aus Praxis und Wissenschaft der Psychotherapie

Mit der seit dem Wintersemester 2016/17 neugegründeten Ringvorlesung stellt die MSH eine Plattform bereit, auf der ausgewiesene und national renommierte Psychotherapieforscher, Psychotherapeuten und Psychiater den »State of the Art« und zentrale neue Entwicklungen in ihren Spezialgebieten vorstellen.

Ziel der 90-minütigen Vorträge ist es, einen Praxisbezug zur wissenschaftlichen Lehre herzustellen und den Studierenden Einblicke in verschiedene Fachbereiche zu gewähren. Da die MSH mit ihrem Studienprogramm die Studierenden auf eine berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen vorbereitet, wird bei der Ringvorlesung großen Wert auf den interdisziplinären Austausch gelegt.

Die nächste Ringvorlesung

Dr. phil. Mike Mösko

Psychotherapeutische Versorgung von geflüchteten und migrierten Menschen in Deutschland

30.11.17 – 19:30 Uhr, Hörsaal »Goldenes Ei«

Referent: Dr. phil. Mike Mösko
Mike Mösko leitet die Arbeitsgruppe Psychosoziale Migrationsforschung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Seine Forschungsschwerpunkte sind Migration und Gesundheit, Interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen sowie Interkulturelle Kompetenzen bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen. Er studierte Psychologie an der Phillips-Universität Marburg und der University of Kentucky in Lexington, USA und promovierte an der Universität Hamburg zu dem Thema »Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in der psychosozialen Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund«. Er ist zudem Psychologischer Psychotherapeut, leitet den Arbeitskreis Migration und Psychotherapie der Psychotherapeutenkammer Hamburg und ist Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins SEGEMI Seelische Gesundheit • Migration und Flucht e.V.

Abstract zur Ringvorlesung

In der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde bereits 1986 deklariert, dass die Gesundheitsversorgung sich an den kulturellen Bedürfnissen der Patienten orientieren und respektvoll gestaltet werden sollte. Wie schwer es offenbar ist, diese Zielsetzung auf der Grundlage eines steigenden Anteils an zugewanderten und schutzsuchenden Menschen in Deutschland zu erreichen, wird im Vortrag dargestellt. Anhand der Versorgung von Menschen mit Psychischen Störungen werden zunächst epidemiologische Befunde diskutiert. Anschließend wird der Frage nachgegangen, woran man eine gute bzw. schlechte Versorgung von gefl üchteten und migrierten Menschen fest machen kann und welche empirischen Belege es für diese Herausforderungen gibt. Zum Schluss werden verschiedene Ansätze für die Verbesserung der Versorgung erörtert. Neben wissenschaftlichen Befunden werden klinische und praktische Beispiele dargestellt.

 

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Ihr Ansprechpartner

Sibel Exposito