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Ringvorlesung - Aktuelle Themen aus Praxis und Wissenschaft der Psychotherapie

Mit der seit dem Wintersemester 2016/17 neugegründeten Ringvorlesung stellt die MSH eine Plattform bereit, auf der ausgewiesene und national renommierte Psychotherapieforscher, Psychotherapeuten und Psychiater den »State of the Art« und zentrale neue Entwicklungen in ihren Spezialgebieten vorstellen.

Ziel der 90-minütigen Vorträge ist es, einen Praxisbezug zur wissenschaftlichen Lehre herzustellen und den Studierenden Einblicke in verschiedene Fachbereiche zu gewähren. Da die MSH mit ihrem Studienprogramm die Studierenden auf eine berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen vorbereitet, wird bei der Ringvorlesung großen Wert auf den interdisziplinären Austausch gelegt.

Ringvorlesung: Zoophilie – Annäherungsversuche an eine Tabuzone

Referent: Prof. Dr. med. Andreas Spengler

Datum: Donnerstag 14.06.2018

Zeit: 20.00 Uhr

Ort: Großer Hörsaal "Goldenes Ei" im Großen Grasbrook 15-17, 20457 Hamburg

Zoophiles Verhalten ist bis heute kaum erforscht. Als abweichendes sexuelles Verhalten ist es gesellschaftlich tabuisiert, verletzt soziale und rechtliche Normen und bleibt oft im Verborgenen. Nur selten werden Fälle publiziert, bei Behörden aktenkundig oder über die Medien öffentlich, die auf zoophile Motivationen hinweisen. Im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Interesse erscheint es sinnvoll, mehr über dieses Verhalten zu erfahren. Der Vortrag versucht eine Bestandsaufnahme aus verschiedenen Wissensgebieten und Blickwinkeln.

Wir bitten um Anmeldung unter:
ringvorlesung(at)medicalschool-hamburg.de

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Prof. Dr. med. Andreas Spengler

Prof. Dr. med. Andreas Spengler, geboren 1947 in Goslar, ist Psychiater und Psychotherapeut. Er promovierte 1976 am Institut für Sexualforschung, UKE, bei E. Schorsch über “Sadomasochisten und ihre Subkulturen”, habilitierte 1985 über “Psychosexuelle Störungen nach Genitaloperationen” und arbeitete über Themen der Sozialpsychiatrie, Versorgungsforschung und Forensik. Er wurde 1994 von der Medizinischen Hochschule Hannover zum ausserplanmäßigen Professor ernannt. Nach seinen Berufsjahren in Hamburg war er von 1988 bis 2008 Ärztlicher Direktor am Nds. Landeskrankenhaus Wunstorf. Er arbeitet heute in psychiatrisch-psychotherapeutischer Privatpraxis. Zu seinen breit gefächerten Interessengebieten zählt seit 2003 die Mensch-Tier-Beziehung.

Die etwas andere Ringvorlesung: »Lacast – der Podcast zur Psychoanalyse von Jacques Lacan«

Im Rahmen der Ringvorlesungen der Medical School Hamburg zu aktuellen Themen aus Wissenschaft und Praxis der Psychotherapie findet eine Liveaufzeichnung des seit Februar 2017 auf iTunes und Spotify laufenden Podcast „Lacast“ www.lacast.de statt.

Titel des Podcast: „Es gibt kein sexuelles Verhältnis“

Podcaster / Referenten: Rolf Nemitz und Florentin Will und dann gibt es noch einen abwesend anwesenden Dritten, den französischen Psychoanalytiker Jacques Lacan (1901–1981).

Datum: Donnerstag 05.07.2018

Zeit: 19.00 Uhr

Ort: Großer Hörsaal "Goldenes Ei" im Großen Grasbrook 15-17, 20457 Hamburg

Entstehung des Lacast:

Florentin Will ist über einen Vortrag von Slavoj Žižek, einem aus Slowenien stammenden Philosophen, Kulturkritiker und Theoretiker der lacanianischen Psychoanalyse, auf Lacan und seine psychoanalytische Theorie gestoßen und suchte darauf nach einem Podcast zu diesem Thema.

Da es einen solchen nicht gab, entschloss sich Florentin, selber einen zu starten, um sein persönliches Interesse an Lacan und seine Leidenschaft fürs Podcasten zu kombinieren und anderen Interessierten einen einfachen Einstieg in die komplizierte Theorie zu bieten. Über den Blog „Lacan entziffern“ https://lacan-entziffern.de entdeckte er Rolf Nemitz, der sofort bereit war, dieses innovative Projekt zu unterstützen und daran teilzunehmen.

Seit Februar 2017 wurden in insgesamt 16 Folgen des Podcast verschiedene zentrale Begriffe der lacan`schen Psychoanalyse erörtert unter anderem »Das Imaginäre, das Symbolische und das Reale«, »Das Begehren«, »Das verlorene Objekt«; »Der Name-des Vaters«; »Der Phallus«; »La jouissance – die Lust, das Genießen«; »Das Begehren ist das Begehren des Anderen«.

Am 05.07.2018 probieren wir ein völlig neues Format aus indem ein Lacast live an der MSH produiziert wird! In der ersten Stunde wird der Live-Podcast aufgenommen, Florentin Will befragt Rolf Nemitz dazu, warum es laut Lacan keinen Geschlechtsverkehr bzw. kein Verhältnis zwischen den Geschlechtern gibt. In der zweiten Stunde kann sich auch das Publikum an dem Diskurs mit Rolf Nemitz und Florentin Will beteiligen.

Wir freuen uns auf einen lebendigen und kreativen Austausch – und hoffen natürlich auf Ihr zahlreiches Erscheinen.

Prof. Dr. med. Barbara Rüttner Götzmann

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Zu den Podcastern

Dr. phil.habil. Rolf Nemitz

Rolf Nemitz, geb. 1948, Dr. phil.habil. unterrichtete als Hochschullehrer für Erziehungswissenschaften an den Universitäten Frankfurt am Main, Dresden, Wuppertal, Erfurt und Marburg. Seit 1985 beschäftigt sich Rolf Nemitz intensiv mit Lacan. 2011 entwickelte er den Blog Lacan entziffern mit inzwischen über 200 Beiträgen. Seit Februar 2017 produziert er zusammen mit Florentin Will den Podcast Lacast.

Florentin Will

Florentin Will, geb. 1991, absolvierte die Frank-Elstner-Moderatorenschule. Er ist Autor und Ensemblemitglied bei der Late-Night-Show Neo Magazin Royale und arbeitet als Moderator bei Rocket Beans TV. Florentin Will produziert seit 2012 verschiedene Podcasts, u.a. den Lacast, das Podcast Ufo, DAS Intime, Last September in Monaco und Rapide Rapante Podcast.