Datum: 26.11.2021
Sie sind hier:

»POLi - Problemorientiertes Lernen interprofessionell«

POLi steht für Problemorientiertes Lernen interprofessionell. Dieses besondere Lernformat ermöglicht Studierenden, departmentübergreifend Lösungen für Gesundheitsfragen einer zunehmend integrierten Gesundheitsversorgung zu entwickeln und dabei die Perspektiven verschiedener Gesundheitsberufe zu berücksichtigen.

POLi lebt davon, Wissen mit Erfahrung zu verknüpfen und rückt einen wichtigen Grundsatz der Lehre an der MSH in den Fokus: Interdisziplinarität.

Rückblick 6. POLi-Tag

»Interprofessionelle Zusammenarbeit auf Basis des bio-psycho-sozialen Modells«
(05. November 2021)

Der sechste POLi-Tag am 05. November 2021 begann mit zwei fachlichen Impulsvorträgen von Dr. Stefanus Snyman, Project Manager der WHO Family of International Classifications Collaborating Centre (SAMRC) und Dr. Olaf Kraus de Camargo, Associate Professor des Department of Pediatrics der McMaster University. Die renommierten Experten stimmten auf den Tag ein und gaben erste wertvolle Tipps für interprofessionelles Lernen und die interprofessionelle kollaborative Praxis.

Im Anschluss ging es dann für die rund 180 Teilnehmenden in die studiengangsübergreifenden Lerngruppen. Unter dem Motto »Interprofessionelle Zusammenarbeit auf Basis des bio-psycho-sozialen Modells« bearbeiteten die interdisziplinären Teams POLi-Fälle aus der Versorgungspraxis und stellten am Nachmittag ihre Ergebnisse in einer Abschlusspräsentation vor. Die Möglichkeiten, sich mit anderen – über den eigenen Studiengang hinaus – auszutauschen und Einblicke in alternative Lösungswege zu erhalten, haben den Tag zu einem bereichernden Erlebnis gemacht.

Wir danken den Teilnehmenden, den Kolleginnen und Kollegen des POLi-Vorbereitungsteams und den Referenten für den gelungenen kollegialen Austausch und freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung.   

Was erhoffen wir uns von der Veranstaltungsreihe an der MSH?

Wir wollten Studierende aller Studiengänge miteinander ins Gespräch bringen, ihnen ermöglichen, über den Tellerrand zu schauen. Wir sind davon überzeugt, dass Gesundheitsberufe und soziale Berufe stärker miteinander kooperieren müssen. An welcher Hochschule sind schon so viele soziale, gesundheitsbezogene Studiengänge angesiedelt? Dieses Potenzial müssen wir nutzen, indem wir interdisziplinär die Grenzen öffnen. Uns ist es wichtig, dass die Studierenden eine Idee davon bekommen, was die anderen Berufsgruppen machen und einen Zugang erhalten. Es geht immer darum, dass für eine optimierte Patienten- und Klientenversorgung die beteiligten Professionen zunächst eine bestimmte Haltung entwickeln müssen. Es ist wichtig, dass wir von dem Sektorendenken wegkommen, ich bin die Physiotherapeutin oder ich bin die Ärztin. Wir haben zwar unsere Spezialisierungen, aber wir müssen mit den anderen Professionen ins Gespräch kommen. Diese Haltung können wir nicht an einem einzigen Tag verordnen, die muss sich entwickeln. Aber der POLi-Tag soll ein Beitrag dazu sein, die anderen Studierenden kennenzulernen und zu schauen, ob die anderen vielleicht interessante Beiträge zu einem gemeinsamen Aufgabenfeld beisteuern können.

Mehr dazu lesen Sie in unserem MSH Magazin 2/2018

Simone van Kampen, M.Ed.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Schwerpunkt Lehre

Fon:  040.361 226 49364
Fax:  040.361 226 430
E-Mail schreiben