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»POLi - Problemorientiertes Lernen interprofessionell«

POLi steht für Problemorientiertes Lernen interprofessionell. Dieses besondere Lernformat ermöglicht Studierenden, departmentübergreifend Lösungen für Gesundheitsfragen einer zunehmend integrierten Gesundheitsversorgung zu entwickeln und dabei die Perspektiven verschiedener Gesundheitsberufe zu berücksichtigen.

POLi lebt davon, Wissen mit Erfahrung zu verknüpfen und rückt einen wichtigen Grundsatz der Lehre an der MSH in den Fokus: Interdisziplinarität.

Rückblick 2. Virtueller POLi-Tag

Am Donnerstag, den 03. Juni 2021 konnte der dritte POLi-Tag diesmal virtuell stattfinden. Als Gastsprecherin gab Dr. Sylvia Kaap-Fröhlich von der Careum Stiftung Zürich Einblicke in die Schweiz und deren Entwicklung der Interprofessionalität im Gesundheitswesen. Mit ihrem Vortrag »Voneinander, miteinander und übereinander: Gemeinsam lernen, lehren und arbeiten im Gesundheitssystem« regte die Expertin vor allem mit unterschiedlichen Projekten aus der Schweiz dazu an, die Zusammenarbeit aller Akteure im Setting Gesundheit zu stärken. Ziel ist es, die Versorgung zu verbessern und die Herausforderungen des Gesundheitssystems zu bewältigen.

In den POLi-Arbeitsgruppen entwickelten die Studierenden für das praxisrelevante Phänomen »Blankziehen-inTeamer Austausch« unterschiedliche Lösungsansätze und Vorschläge für einen professionellen Umgang. Dabei konnten die vielen Perspektiven der unterschiedlichen Berufsgruppen eingebracht und diskutiert werden. Die Studierenden der Medizinpädagogik Kohorte SoSe 2019 haben die Gruppen in der Rolle der POL-Tutor*innen begleitet und konnte auch in diesem Bereich wertvolle Erfahrungen sammeln.

Was erhoffen wir uns von der Veranstaltungsreihe an der MSH?

Wir wollten Studierende aller Studiengänge miteinander ins Gespräch bringen, ihnen ermöglichen, über den Tellerrand zu schauen. Wir sind davon überzeugt, dass Gesundheitsberufe und soziale Berufe stärker miteinander kooperieren müssen. An welcher Hochschule sind schon so viele soziale, gesundheitsbezogene Studiengänge angesiedelt? Dieses Potenzial müssen wir nutzen, indem wir interdisziplinär die Grenzen öffnen. Uns ist es wichtig, dass die Studierenden eine Idee davon bekommen, was die anderen Berufsgruppen machen und einen Zugang erhalten. Es geht immer darum, dass für eine optimierte Patienten- und Klientenversorgung die beteiligten Professionen zunächst eine bestimmte Haltung entwickeln müssen. Es ist wichtig, dass wir von dem Sektorendenken wegkommen, ich bin die Physiotherapeutin oder ich bin die Ärztin. Wir haben zwar unsere Spezialisierungen, aber wir müssen mit den anderen Professionen ins Gespräch kommen. Diese Haltung können wir nicht an einem einzigen Tag verordnen, die muss sich entwickeln. Aber der POLi-Tag soll ein Beitrag dazu sein, die anderen Studierenden kennenzulernen und zu schauen, ob die anderen vielleicht interessante Beiträge zu einem gemeinsamen Aufgabenfeld beisteuern können.

Mehr dazu lesen Sie in unserem MSH Magazin 2/2018

Simone van Kampen, M.Ed.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Schwerpunkt Lehre

Fon:  040.361 226 49364
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