Datum: 23.05.2019
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Future of Education 2017 - »Wandel als Prinzip. Wie lerne und lehre ich Innovationsfähigkeit?«

Rückblick Future of Education 2017

Future of Education ist ein als Wettbewerb ausgeschriebenes Projekt der BSP Business School Berlin, der MSH Medical School Hamburg und der MSB Medical School Berlin zur Erarbeitung von kreativen Lösungen rund um das Thema Lernen und Lehren in der digitalen und globalisierten Welt.

An dem Wettbewerb konnten sich Studierende aus allen Studiengängen und allen Semestern beteiligen.

Das Projekt begann mit einem ganztägigen Workshop am 24. April 2017 in Hamburg.

Das Thema der Veranstaltung lautete: »Wandel als Prinzip. Wie lerne und lehre ich Innovationsfähigkeit?« Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der Auftaktveranstaltung an der MSH Medical School Hamburg teilgenommen und nach 8-wöchiger intensiver Arbeit mit ihren Mentoren im Konzertsaal der BSP Business School Berlin die kreativen Ergebnisse präsentiert. Die Teams haben sich damit beschäftigt, wie Lehren und Lernen zu Persönlichkeiten führt, die ihre Umgebung, die Organisation, für die sie arbeiten, das Unternehmen, für das sie sich beruflich engagieren permanent mitgestalten und optimieren.

Auftaktworkshop an der MSH Medical School Hamburg am 24. April 2017

Der Kick-off-Termin am 24. April 2017 begann unter dem Motto Wandel als Prinzip. Wie lerne und lehre ich Innovationsfähigkeit? mit Kurzreferaten zum Thema an der MSH Medical School Hamburg in der Hamburger Hafencity. Im Anschluss an die Referate und nach Aufteilung der ca. 70 Teilnehmer in sieben Teams folgte an diesem Tag ein Workshop, auf dem erste Ideen und kreative Ansätze entwickelt wurden. Die Teams einigten sich dabei bereits auf eine erste »Story«, anhand derer sie innerhalb von zwei Stunden Ideen und grobe Lösungsansätze entwickelten und präsentierten. Diese Ansätze sind dann die Ausgangspunkte für einen zweimonatigen Entwicklungsprozess, der der Verfeinerung und Vertiefung dieser Ideen dient.

Ergebnispräsentation am 24. Juni 2017 in Berlin

Die Abschlusspräsentationen der teilnehmenden Teams wurden am 24. Juni 2017 in der Siemens Villa in Berlin vor einem größeren Publikum vorgestellt und bewertet. Die Jury bestand aus Vertretern der teilnehmenden Hochschulen und aus externen Mentoren.

Die Mentoren und Jury-Mitglieder

  • Pia Helferich, Projektleiterin Digitale Kommunikation Mittelstand 4.0-Agentur, Hochschule Darmstadt
  • Prof. Claudine Brignot, Studiengangsleiterin Modemarketing BSP
  • Kees Spijker, Direktor New School Amsterdam, Kommunikationsexperte
  • Gisbert Straden, Change-Consultant
  • Jost de Jager, Geschäftsführer DSKB Strategieberatung, Berlin
  • Dr. Olaf Schemczyk, Geschäftsführer SAPIO - Gesunde Führung GmbH
  • Max Haberstroh, Learning Innovations Daimler AG

Ergebnis Gruppe 1: »Stepping out the line«

Ein kleines Team aus BSP und MSH Studierenden hat sich gemeinsam mit Mentorin Claudine Brignot dem Thema Innovation mit Hilfe eines selbst produzierten Erklärvideos gestellt. »Stepping out the Line« hat durch besondere Kreativität und viel positiver Energie überzeugt. Auch wenn es nicht für den Sieg gereicht hat, so haben die Studierenden doch sichtlich Freude bei der Erarbeitung des Videos gehabt und vor allem die Kommunikation innerhalb der Gruppe als starken Innovationsfaktor verstanden.

Ergebnis Gruppe 2: »Kreativität als menschliche Eigenschaft erhalten«

Angeleitet von Mentor Kees Spijker hat sich das Team mit dem Thema »Kreativität als menschliche Eigenschaft erhalten« beschäftigt. Herausgekommen ist nicht nur eine souveräne Präsentation, sondern auch ein einzigartiges Produkt: »Oraculi«. Ausgehend von einem Zitat von Karen Bruett, Dell: »Work is no longer defined by your specialty; it’s defined by the task or problem you and your team are trying to solve or by the end goal you want to accomplish. Teams have to figure out the best way to get there – the solution is not prescribed.« Geht die Gruppe davon aus, dass die Kreativität und Problemlösungskompetenzen bei Schülern intensiver gefördert werden muss, um sie optimal auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Dies soll u.a. im Rahmen des Unternehmens Oraculi geschehen. Oraculi bietet Kurse, die von Lehrenden und Beratern der New School for Information Services in Amsterdam durchgeführt werden. In kleinen Gruppen bearbeiten die Schüler in 10 Wochen auf möglichst kreative und ungewöhnliche Weise Fragen aus realen Unternehmen.

Ergebnis Gruppe 3: »InnovaCation, Spielerisch zum Erfolg«

Die Gruppe, angeleitet durch Gisbert Straden, hat nicht nur ein eigenes Spiel entwickelt um die Innovationsfähigkeit in Unternehmen zu stärken, sie haben auch die passende App programmiert, die die zeit- und ortsunabhängige Nutzung ermöglicht. Kreativität, Kommunikation und innovatives Potential sollen mit Hilfe eines klassischen Würfelspiels hierarchie- und ressortübergreifend aufgedeckt und nachnutzbar gemacht werden. Bis zu 10 Personen können sich an dem Spiel beteiligen und gelangen durch Würfeln auf unterschiedliche Ereignisfelder, die wiederum zur Beantwortung von unternehmensspezifischen Fragen einladen und den Raum für eine gelungene Kommunikation eröffnen.

Ergebnis Gruppe 4: »Blended Learning«

In Zusammenarbeit mit Mentor Jost de Jager tritt das Team mit der These an, dass Schülerinnen und Schüler heutzutage mit viel theoretischem Wissen aber nur geringen sozialen Kompetenzen, Autonomie und Motivation in den Arbeitsmarkt eintreten. Um diese Kompetenzen auszubauen schlägt die Gruppe Jahrgangsprojekte innerhalb der Schule vor, die ab der 7. Klasse beginnen, selbstorganisiert und klassenübergreifend realisiert werden. Als mögliche Themen für die unbenoteten Jahrgangsprojekte nennt das Team Gebiete wie Film und Fotografie, Malerei, Theater aber auch das Erfinden einer Sportart oder eines Spiels.

Ergebnis Gruppe 5: »Leadership 4.0 – Educating students for the innovative leadership of tomorrow«

Die Gruppe hat in enger Zusammenarbeit mit Dr. Olaf Schemczyk Herausforderungen adressiert, die es aus Sicht der Studierenden in der Lehre zu meistern gilt. Interdisziplinäre Arbeit und die Vermittlung von Methodenwissen sieht die Gruppe im Fokus zukünftiger, innovativer Lehrangebote an den Hochschulen. Ein Baukastenkonzept, bestehend aus einer Vielzahl frei kombinierbarer Module u.a. „Educating Innovation“ liefert die Richtschnur, an der sich zukünftige Lehrangebote orientieren sollen.  Präsenzveranstaltungen wechseln sich mit online Angeboten ab, um der Lebenswirklichkeit der Studierenden optimal zu entsprechen.

Ergebnis Gruppe 6: »Mindshift im Traditionskonzern«

In enger Zusammenarbeit mit dem Daimler Konzern hat das Team »Mindshift im Traditionskonzern« gemeinsam mit Max Haberstroh ein vier Stufen Konzept entwickelt, das Veränderungsprozesse in traditionellen Großkonzernen initiiert. In einer gelungenen Präsentation wurden die vier Bausteine des Konzepts erklärt. Die »We are Daimler App» bietet Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit Feedback zu allen Themen rund um den Konzern zu geben. Im Rahmen von regelmäßig stattfinden Open Space Konferenzen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu aktiven Gestaltung von Arbeitsprozessen eingeladen. Der Baustein »Knowledge Sharing« stellt den dritten wichtigen Schritt im Konzept dar und zielt auf eine optimierte und faire Kommunikation innerhalb des Unternehmens ab. Strategische Entscheidungen sollen im Rahmen von Zukunftskonferenzen präsentiert und gemeinsam mit der Belegschaft diskutiert werden.

Ergebnis Gruppe 7: »Planspiel für lebenslanges Lernen«

In gemeinsamer Arbeit haben die Studierenden mit Mentorin Dr. Pia Sue Helferich ein Planspiel zum Thema lebenslanges Lernen konzipiert. Am Beispiel eines Prototyps für eine Gruppe von Nutzerinnen / Nutzern mit konkret ausgeprägten Eigenschaften und einem konkreten Nutzungsverhalten leitet „Persona Sybille“ durch das Planspiel. Zu Beginn des Planspiels entdeckt Sybille mittels des sog. „Skillfinders“ ihre individuellen Stärken und Schwächen. Anschließend erhält sie die Möglichkeit, realistisches und praxisbezogenes Feedback zu ihren Stärken und Schwächen von den anderen Mitspielern zu bekommen und so ihre Selbstwahrnehmung zu überprüfen. Gefolgt von weiteren Schritten der Reflexion lernen Vorgesetzte die Mitarbeiterin Sybille in einem neuen Licht kennen und können ihre Stärken gezielt fördern bzw. am Abbau von Schwächen arbeiten. Sybilles Kollegen erhalten die Möglichkeit ihre Tugenden zu würdigen und so für ein vertrauensvolles, faires Arbeitsklima zu sorgen. Sybille selbst bekommt die Chance zur individuellen Weiterentwicklung und zum Aufbau weiterer Kompetenzen.

Die Preisträger

Platz 1: »Planspiel für lebenslanges Lernen«

Carolin Lesch, Laura Tillmann-Mumm, Kathrin Sophia Nagy, Bettina Kunter, Merle Ludolph, Marie-Christin Barthel. »Planspiel für lebenslanges Lernen« Im Rahmen eines dreitägigen Aufenthalts im Golfresort Semlin, Rathenow erhalten die Gewinnerinnen die Möglichkeit an einem Schnupperkurs mit einem Golfprofi teilzunehmen und etwas über Golf als Methode im Coaching zu erfahren.

Platz 2: 
Dieser wurde gleichermaßen an die Teams »Leadership 4.0 – Educating students for the innovative leadership of tomorrow» sowie an das Team »InnovaCation, Spielerisch zum Erfolg – Wie kann man Innovation in Unternehmen fördern und Wandel dabei menschlich (er-)leben?« vergeben. Seline Käfer, Andrea Kaulitzky, Nico Reese sowie Antonia Bethke, Luisa von Stern, Urte Michaelsen, Thi Ngo, Julia Happe, Lisa Hindrichkeit, Alina Stieg und Max Grosse-Wiesmann. Beide Gruppen freuen sich nun über einen eintägigen Schnupperkurs im Berliner Golf Club Gatow.

Ihr Ansprechpartner

Prod. Dr. Thomas Thiessen

Prof. Dr. Thomas Thiessen
Rektor der BSP Business School Berlin

Fon: +49 30 76 68 37 5-200
Fax: +49 30 76 68 37 5-119
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