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University of Westminster, London (WiSe 19/20)

Schon zu Beginn des Masterstudiums war ich von der Möglichkeit eines Auslandssemesters begeistert! Gerade in einem Fach wie der Psychologie sind interkulturelle Kompetenzen von unschätzbarem Wert - fachlich wie persönlich.

Nach der Auseinandersetzung mit verschiedenen Optionen entschied ich mich für den englischsprachigen Raum, unter anderem aufgrund dessen Bedeutung innerhalb der psychologischen Forschung. Die Wahl fiel auf die University of Westminster in London, die für Diversität und Pioniergeist sowie für innovative und renommierte Forschung steht.
Rund 19.000 junge Menschen aus 169 Nationen studieren hier. Die Unigebäude liegen größtenteils im Herzen von London, so auch der Cavendish Campus nahe des Oxford Circus, in dem die Psychologie untergebracht ist. Die internationale Weltstadt London schien der optimale Standort für multikulturelle Erfahrungen zu sein. Daneben verfügt London auch über besondere Anziehungspunkte für Psychologieinteressierte, wie z.B. die berühmte Tavistock Clinic oder das Freud-Museum, wo dieser mit Familie und Wegbegleitern nach der Emigration lebte und wirkte.

Die Organisation vorab erforderte etwas Einsatz, hiervon sollte man sich jedoch nicht abhalten lassen! Im Ausland angekommen war ich oft froh, die Mühen auf mich genommen zu haben. Zudem stehen das International Office sowie die Partneruni bei vielen Fragen unterstützend zur Seite.

Das Curriculum der University of Westminster unterscheidet sich im Master von dem der MSH. Zudem studiert man dort nur drei etwas umfangreichere Module. Im Wintersemester wurden nur zwei Module angeboten, die an der MSH angerechnet werden konnten. Neben diesen war ich daher bei der Wahl des dritten Moduls völlig frei und entschied mich für ‘London Theatre Studies’. Das war für mich als ausgebildete Schauspielerin sehr interessant, aber auch generell toll, um die Stadt und dortige Szene kennenzulernen.

Durch das unterschiedliche System, kann es im Studienverlauf nach der Rückkehr zu Verzögerungen kommen, das sollte man wissen. Psychologie in einem multikulturellen Setting zu studieren, die Kommilitonen kamen aus aller Welt, habe ich als sehr bereichernd empfunden. Es weitet den Blick für unterschiedliche Sichtweisen. Die Professoren waren größtenteils sehr engagiert und die Betreuung durch das Study Abroad Office war herzlich und umfassend.

Zu Beginn des Semesters wurden wir mit einer Welcome Week’ begrüßt, die Informationsveranstaltungen und verschiedene Events beinhaltete. So zum Beispiel eine Boatparty auf der Themse, was ein besonderes Highlight war! Während des ganzen Semesters bot die Uni viele Ausflüge an, wie nach Stonehenge, zu den Harry Potter Warner Bros. Studios oder Wochenend-Touren nach Edinburgh.

London selbst aber bietet auch schon unglaublich viel zu entdecken: Die unvergleichliche Kulturszene (Theater, Kunst, Musik, Museen), Parks, bunte Straßenmärkte und natürlich die Pub-Kultur. Das Londoner Wetter hat einen schlechteren Ruf, als es verdient. Die Regentage können eine/n Hamburger/-in kaum beeindrucken, überraschend oft strahlt die Sonne und die Temperaturen schienen im Schnitt milder zu sein als bei uns. Dicke Wintersachen zu Hause lassen! 

Die meisten ausländischen Studenten wohnen in den sogenannten ‘Halls’, den Studentenwohnheimen der Uni. Dies ist die wohl unkomplizierteste Lösung. Ich hatte mich für die risikofreudigere, vielleicht authentischere Variante entschieden, mir selbst eine Unterkunft zu suchen. Letztlich hatte ich kurzfristig großes Glück. Dies kann ich jedoch nur bei starken Nerven und Kontakten empfehlen, denn die Suche kann aufreibend sein. Auch muss man bedenken, dass London zu den teuersten Städten der Welt gehört. Es gibt viele Angebote für Studenten und Museen z.B. sind grundsätzlich kostenlos, zudem entwickelt man mit der Zeit Überlebenskünstlerqualitäten - dennoch ist die finanzielle Belastung nicht zu unterschätzen. Dies spiegelt sich auch in den Studiengebühren wieder, es gibt es aber Stipendienmöglichkeiten. 

Rückblickend bin ich sehr dankbar für die vielen Erfahrungen und Erlebnisse, die Begegnungen mit Menschen aus der ganzen Welt, für neue Impulse und Blickwinkel sowie für einen weiteren Ort auf der Welt, mit dem ich mich nun verbunden fühle. 

Mein Tipp wäre, sich vom britischen Humor eine Scheibe abzuschneiden (besonders im Brexit Chaos zu beobachten), sowie Offenheit und Spontanität mitzubringen. Viele Chancen bieten sich im ‘Hier und Jetzt’, London ist eine schnelllebige Stadt und die Zeit vergeht wie im Flug... Auch sollte man das Auslandssemester als eine Chance begreifen, etwas über sich selbst zu lernen!

International Office

Antonio Zizza

Antonio Zizza, Fremdsprachenkorrespondent

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