Studium Psychologie (Bachelor of Science)

Fakultät Humanwissenschaften (Universität)

Der Bachelorstudiengang Psychologie wird an der Fakultät Humanwissenschaften der MSH mit universitärem Abschluss angeboten und hat einen stark wissenschaftlich-methodischen Schwerpunkt. 

Der Bachelorstudiengang Psychologie berücksichtigt die berufsrechtlichen Voraussetzungen gemäß § 9 des Psychotherapeutengesetzes mit den Mindestanforderungen an hochschulischer Lehre und berufspraktischen Einsätzen und qualifiziert somit für den Masterstudiengang Psychotherapie.

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  • Studieninhalte
  • Module
  • Zulassung
  • Karriere

Überblick

Wissenschaftlich-methodischer Schwerpunkt 

Durch den wissenschaftlich-methodischen Schwerpunkt wird Studierenden ein breites Spektrum an Methodenkenntnissen im Feld der Forschungsmethodik, der deskriptiven Statistik und Inferenzstatistik sowie spezifischen Anwendungsfeldern der psychologischen Diagnostik und der Pädagogischen Psychologie vermittelt. 

Darüber hinaus erlernen Studierende mit Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und guter wissenschaftlicher Praxis umzugehen und können im Rahmen des forschungsorientierten, experimentellen Praktikums unter Beweis stellen, dass sie wissenschaftliche Fragestellungen eigenständig bearbeiten können. 

Anwendungsorientierte Schwerpunkte 

Neben Fachkenntnissen und einer fundierten Grundlagen- und Methodenausbildung vermittelt der Bachelorstudiengang Psychologie auch anwendungsorientierte Schwerpunkte: Dazu gehören die Bereiche Psychotherapie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Prävention und Rehabilitation sowie eine Auswahl weiterer Anwendungsfelder wie Sport-, Rechts- und Gesundheitspsychologie. Der im Bachelorstudiengang erworbene Abschluss ist vielseitig verwendbar. Der Bachelorstudiengang Psychologie ist so ausgestaltet, dass er nicht nur den Zugang zum Masterstudiengang Psychotherapie gewährleistet, sondern Kompetenzen vermittelt, die auch für andere Berufsfelder eine Grundlage bieten.

Ziel des Bachelorstudiums ist, dass Studierende einen breiten und fundierten Überblick über das Fach Psychologie erhalten, aktuelle Forschungsthemen kennen und kritisch beurteilen können sowie wissenschaftliche Kompetenzen für die Erstellung von schriftlichen Arbeiten erhalten. Im fortgeschrittenen Studium stehen dann die Anwendungsfächer im Vordergrund. 

Mit spezifischen Anwendungsfeldern konzentriert sich der Bachelorstudiengang Psychologie auf die derzeit wohl wichtigsten Tätigkeitsbereiche für Psychologen:

  • Klinische Psychologie und Psychotherapie 
  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Weitere Anwendungsfelder, wie Sport-, Rechts- und Gesundheitspsychologie

Studium ohne NC
Das Studium an der MSH ist NC-frei. Dabei zählen Motivation, Leistung und Talent für uns mehr als der Notendurchschnitt auf dem Abschluss-Zeugnis. An unserer Schwesterhochschule der HMU Health and Medical University Potsdam  ist gemäß dem Brandenburgischen Hochschulgesetz auch ein universitäres Bachelorstudium der Psychologie mit Fachhochschulreife möglich.

Studieninhalte

Was erwartet Sie im Bachelorstudium Psychologie an der MSH?

Der Bachelorstudiengang Psychologie ist in verschiedene Module gegliedert, die den Kompetenzfeldern »Grundlagen beruflicher Handlungskompetenzen«, »Erweiterte Fachkompetenz mit den Anwendungsfeldern«, »Berufspraktische Kompetenzen« und »Wissenschaftliche, methodische und rechtliche Kompetenzen« zugeordnet sind. Diese sind auf Grundlage der Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychTh-ApprO) weiterhin in folgende Kompetenzbereiche unterteilt und entsprechend inhaltlich hinterlegt.

In den Grundlagen der Psychologie lernen die Studierenden regelgerechtes und abweichendes menschliches Erleben und Verhalten zu erkennen und dessen Entwicklung über die gesamte Lebensspanne hinweg zu beschreiben. Darüber hinaus lernen sie biologische, psychologische sowie soziale und kulturelle Faktoren kennen, die menschliches Erleben und Verhalten über die gesamte Lebensspanne hinweg beeinflussen.

In den Grundlagen der Pädagogik erwerben die Studierenden umfassende Kenntnisse zu Bedingungen, Prozessen und Konsequenzen der Sozialisation und des Lernens in institutionellen Bildungs- und Erziehungskontexten über die gesamte Lebensspanne.

In den Grundlagen der Medizin stehen grundlegende Kenntnisse über körperliche Prozesse, Krankheiten und medizinische Behandlungsverfahren im Vordergrund. 

In den Grundlagen der Pharmakologie erwerben die Studierenden grundlegende Kenntnisse zu neuropharmakologischen Prozessen der Signalübertragung im Gehirn und zu ihrer pharmakologischen Beeinflussung durch Medikamente. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit der Indikationsstellung und Wirksamkeit pharmakologischer Behandlungen auf der Grundlage physiologischer Wirkweisen und der möglichen Interaktion mit psychotherapeutischen Prozessen.

In der Störungslehre werden die Studierenden befähigt, grundlegende Kenntnisse über Erscheinungsformen, Klassifikation und charakterisierende Merkmale, die Entwicklung und den Verlauf von psychischen Störungen sowie zu psychischen Aspekten bei körperlichen Erkrankungen zu erwerben und angemessen anzuwenden und darüber hinaus psychische Erkrankungen zu erkennen, zu diagnostizieren und zu klassifizieren.

In der Psychologischen Diagnostik liegt der Schwerpunkt auf psychodiagnostischen Methoden der Persönlichkeits-, Leistungs- und neuropsychologischen Diagnostik bei Personen aller Altersgruppen nach wissenschaftlich-methodischen Grundlagen.

In der allgemeinen Verfahrenslehre der Psychotherapie sind die Studierenden zu befähigen, die wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Ansätze sowie evidenzbasierte Neuentwicklungen einschließlich ihrer jeweiligen historischen Entwicklung, den Indikationsgebieten und der Wirksamkeit, ihrer Ätiologie- und Störungsmodelle und den ihnen zugehörigen psychotherapeutischen Methoden zu kennen und in ihrer Wirkungsweise und Einsetzbarkeit beurteilen zu können sowie anerkannte Behandlungsleitlinien unter Berücksichtigung aller Alters- und Patientengruppen anwenden zu können.

Hinsichtlich präventiven und rehabilitativen Konzepten psychotherapeutischen Handelns stehen verhaltens- und verhältnisorientierte Präventions-, Interventions- und Rehabilitationsmerkmale und -konzepte zum Erhalt oder zur Wiederherstellung von Gesundheit oder zur Verminderung von Gesundheitsbeeinträchtigungen im Mittelpunkt. 

Die Berufspraktischen Kompetenzen umfassen ein Orientierungspraktikum zum Erwerb erster praktischer Erfahrungen in interdisziplinären Einrichtungen der Gesundheitsversorgung statt. 

Darüber hinaus wurde hier die Berufsqualifizierende Tätigkeit I - Einstieg in die Praxis der Psychotherapie integriert, die dem Erwerb erster praktischer Erfahrungen in spezifischen Bereichen der psychotherapeutischen Versorgung dient. Siefindet in Einrichtungen der psychotherapeutischen, psychiatrischen, psychosomatischen oder neuropsychologischen Versorgung oder in diesen Einrichtungen vergleichbaren Einrichtungen der Prävention oder Rehabilitation, die einen Bezug auf die Psychotherapie haben, statt.  

In der Wissenschaftlichen Methodenlehre erwerben die Studierenden Kenntnisse zur historischen Entwicklung der Psychologie und Psychotherapie einschließlich deren Hauptströmungen und Forschungsmethoden. Sie erlernen grundlegende Kenntnisse zu den Begriffen, Methoden und Ergebnissen der qualitativen und quantitativen Forschung, insbesondere grundlegende deskriptive und inferenzstatistische Methoden und weitere statistische Verfahren zur Auswertung von Ergebnissen grundlagen- und anwendungsbezogener Studien. 

Diese Kenntnisse wenden sie im forschungsorientierten Praktikum I - Grundlagen der Forschung an, das dem Erwerb grundlegender Erfahrungen im wissenschaftlichen Bereich dient und in Forschungseinrichtungen der Universität stattfindet. 

In der Berufsethik und dem Berufsrecht lernen die Studierenden ethische Prinzipien für wissenschaftliches und praktisches Handeln zu formulieren, einschätzen und anwenden zu können.

Module

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Zulassung

Welche Voraussetzungen müssen Sie für das Bachelorstudium Psychologie an der MSH mitbringen?

Das Studium an der MSH ist NC-frei. Für uns zählen Leistung, Talent, Motivation und Disziplin mehr als der Notendurchschnitt auf dem Abschluss-Zeugnis.
Das Hamburgerische Hochschulgesetz formuliert in der Hochschulzugangsberechtigung die folgenden Qualifikationen, die zur Zugangsberechtigung führen:

  • die allgemeine Hochschulreife/ Abitur oder vergleichbarer Abschluss nach § 37 HmbHG
  • studiengangbezogene Berechtigung zum Studium in grundständigen Studiengängen nach § 38 HmbHG

An unserer Schwesterhochschule der HMU Health and Medical University Potsdam  ist gemäß dem Brandenburgischen Hochschulgesetz auch ein universitäres Bachelorstudium der Psychologie mit Fachhochschulreife möglich.

Im Anschluss an Ihre Bewerbung überprüfen wir Ihre persönliche Motivation in einem individuellen Aufnahmegespräch.

Karriere

Welche beruflichen Perspektiven bieten sich Ihnen nach dem Bachelorstudium Psychologie an der MSH?

Der Bachelorstudiengang Psychologie an der MSH bildet einen Querschnitt durch die Disziplinen Gesundheitspsychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Pädagogische Psychologie und Arbeits- und Organisationspsychologie. Damit haben Sie bereits nach dem Bachelorabschluss beste Voraussetzungen, als Fachkraft in Bereichen der Prävention, der Gesundheitsversorgung psychisch beeinträchtigter bzw. psychisch kranker Menschen oder in arbeits- und organisationspsychologischen Feldern tätig zu werden. 

In der Regel schließt sich nach dem Bachelorstudium Psychologie das entsprechende Masterstudium an, um Kompetenzen in spezifischen Bereichen weiter zu vertiefen. Der Bachelorabschluss Psychologie qualifiziert Sie für ein weiterführendes Masterstudium. Die MSH bietet eine Vielzahl an Masterstudiengängen an wie z.B. Arbeits- und Organisationspsychologie oder Rechtspsychologie.

Der Bachelorabschluss qualifiziert ohne Masterstudium alleine noch nicht für eine Tätigkeit als selbstständiger Psychologe. 

Wir beraten Sie gerne über das für Sie passende Masterstudium.

Ihre Fragen zur Reform der Psychotherapeutenausbildung

Das Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung wurde im November 2019 verabschiedet. Es liegt der Entwurf der Approbations- und Prüfungsordnung vor, der voraussichtlich Anfang 2020 verabschiedet wird.

Das neue Psychotherapeutengesetz wird zum 01.09.2020 in Kraft treten. Darin ist eine Übergangsfrist vorgesehen, d.h. alle Studierenden, die vor dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes ihr Studium nach bisheriger Gesetzgebung begonnen haben, können dieses mit uneingeschränkter Sicherheit beenden und anschließend die Psychotherapeutenausbildung auch noch nach altem Recht absolvieren. Dafür haben Sie 12 Jahre Zeit.

Die MSH garantiert alle Studierenden und auch denen, die sich zum Sommersemester 2020 einschreiben, sowohl im Bachelor Psychologie als auch im Master Psychologie Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie, dass sie ihr Studium auf jeden Fall erfolgreich abschließen können.

Im Ausbildungsinstitut der MSH dem HIP HafenCity Institut besteht die Möglichkeit, im Anschluss an das Studium eine postgraduale Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten in der Vertiefungsverfahren Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder Kinder – und Jugendlichen Psychotherapie wie bisher auch entsprechend der verfügbaren Ausbildungsplätze anzuschließen.

Was ist das Ziel der Reform des Psychotherapeutengesetzes?

Psychotherapeuten sollen künftig in einem Direktstudium mit anschließender Weiterbildung ausgebildet werden.

Das Ziel soll eine qualifizierte, patientenorientierte, bedarfsgerechte und flächendeckende psychotherapeutische Versorgung auf dem Stand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse sein. Des Weiteren soll der Zugang zum Beruf des Psychotherapeuten einheitlicher, gerechter und noch attraktiver werden, so steht es im neuen Gesetz.

Die MSH bietet ab Wintersemester 2020 einen dreijährigen Bachelorstudiengang Psychologie an, der dem bisherigen Bachelor weitestgehend äquivalent ist und mit dem Abschluss Bachelor of Science abschließt.  

Die MSH wird auch den Masterstudiengang Psychotherapie anbieten, der mit dem Abschluss Master of Science abschließt und zusammen mit dem Bachelor die berufsrechtlichen Voraussetzungen für die erste Staatsexamensprüfung erfüllt, die extern vor der jeweils zuständigen Stelle abgelegt werden muss.

Hier erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen

Das Besondere an der MSH: Alles unter einem Dach

Um als Psychotherapeut zu arbeiten, ist nach dem Masterabschluss eine mindestens dreijährige Ausbildung notwendig. Das Besondere an der MSH: Das Curriculum des Bachelorstudiengangs Psychologie entspricht zusammen mit dem Curriculum des Masterstudiengangs Psychologie mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Fakultät Humanwissenschaften den geltenden Mindestanforderungen für den Zugang zur Psychotherapieausbildung, vorbehaltlich der Anerkennung durch die zuständige Landesbehörde.

Unter Berücksichtigung des Urteils des BVerwG (Urteil vom 17.08.2017, 3 C 12/16) über die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten, werden bei Bachelor-Masterstudiengängen die Bachelorstudiengänge nicht mehr berücksichtigt. Allerdings ist der Bachelorabschluss Psychologie der MSH oder ein vergleichbarer Abschluss die Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudiengang Psychologie mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie an der MSH.

Nach erfolgreichem Masterabschluss und Vorliegen der Voraussetzungen, haben Sie am HIP Hafencity Institut für Psychotherapie in der MSH die Möglichkeit, die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten anzuschließen. Dort bieten wir Ihnen aktuell die Ausbildung in den Vertiefungsverfahren Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie an sowie die Fachkunde Analytische Psychotherapie.

Langjährig erfahrene, qualifizierte Lehrende und Berufspraktiker begleiten Sie dabei durch Ihre Ausbildung zum approbierten Psychotherapeuten. Eine große Anzahl abgeschlossener Kooperationsverträge mit Kliniken und sozialrechtlich zugelassenen Einrichtungen sowie die institutseigene Ausbildungsambulanz stellen den praktischen Teil der Ausbildung sicher.

Als approbierter Psychotherapeut können Sie eine Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung beantragen und eine eigene Praxis eröffnen sowie leitende Tätigkeiten in Institutionen, wie zum Beispiel Kliniken oder Beratungsstellen übernehmen.

Verknüpfung von Studium und aktueller Forschung

Das Zentrum für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychosomatik an der MSH konzentriert sich auf unterschiedliche Gebiete psychologischer Fragestellungen und gewährleistet damit eine enge Verknüpfung von Forschung und Lehre. Die meisten Forschungsprojekte haben einen engen klinischen Bezug und sind mit einem ambulanten Behandlungsangebot in der psychotherapeutischen Hochschulambulanz in der MSH verbunden.

Die Psychotherapeutische Hochschulambulanz in der MSH ist eine Ambulanz mit Ermächtigung für Forschung und Lehre. Sie bietet psychotherapeutische Diagnostik, Beratung und Behandlung an.

Schneller Überblick


Studienbeginn
01. April (SoSe)
01. Oktober (WiSe)


Studienform/-dauer
Vollzeit: 6 Semester


Studiengebühr
695 Euro / Monat


Einschreibegebühr
einmalig 100 Euro


Abschluss
Bachelor of Science


Einsatzgebiete

  • Prävention
  • Gesundheitsversorgung
  • Arbeits- und
    Organisationspsychologie

Informationen als PDF Download
Flyer Bachelorstudiengang Psychologie (B.Sc.)

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