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Auftakt zum Forschungsprojekt „Kind und Katastrophe“

Vergeben wurde das Anfang September gestartete Forschungsprojekt an Prof. Dr. Harald Karutz von der Medical School Hamburg (MSH), der sich bereits seit vielen Jahren intensiv mit Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Krisen und Notfallsituationen beschäftigt. Er macht deutlich: „Forschungsdefizite dürfen nicht zu Versorgungsdefiziten führen, und gerade den kleinsten Betroffenen einer schwerwiegenden Notfallsituation muss eigentlich die größte Aufmerksamkeit gewidmet werden!“

(v.l.n.r.) Dr. Jutta Helmerichs vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn, sowie das Projektteam der MSH Medical School Hamburg: Prof. Dr. Harald Karutz, Verena Blank-Gorki und Gesine Plagge

Im Rahmen des Projektes werden deshalb die Bedarfe und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in der Akutphase komplexer Gefahren- und Schadenslagen erhoben. Gleichzeitig werden bereits vorliegende Ausbildungs- und Einsatzkonzepte im deutschen Katastrophenschutz erfasst. Außerdem wird die tatsächliche psychosoziale Versorgungssituation von Kindern und Jugendlichen in diesen Fällen untersucht. Nicht zuletzt wird die Rolle sozialer Medien für die Bewältigung von Unglücken, Krisen und Katastrophen für junge Menschen thematisiert.

Zur Beantwortung der Fragestellungen wird die Auswertung von Forschungsstand, Konzepten, Fortbildungsinhalten etc. ergänzt durch Expertenbefragungen sowie Interviews mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern.

Zusammengefasst werden die Ergebnisse in Empfehlungen für die Einsatzorganisationen, deren Ziel und Aufgabe es ist, eine qualifizierte und angemessene psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen in komplexen Gefahren- und Schadenlagen sicherzustellen. Aus den Ergebnissen werden ebenso für die Ebene der Bundesländer und des Bundes Strategien und Konzepte für einen optimalen Versorgungsstandard für Kinder und Jugendliche in der Akutphase abgeleitet.


Ihre Ansprechpartnerin

Valerie Landau