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Forschungsprojekte Masterstudiengang Intermediale Kunsttherapie

Projekt 1 (laufend)

Titel
Steigerung der Lebensqualität durch Kunsttherapie bei Patienten mit Multipler Sklerose.

Kurzbeschreibung
Die Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems bei jungen Erwachsenen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr und Hauptursache chronischer Behinderungen. Wesentlich für die Betroffenen ist, dass mit Diagnosestellung ein lebenslanger unvorhersagbarer Krankheitsverlauf beginnt, der mit weitreichenden Einschränkungen verbunden ist. Erfasst wird die Lebensqualitätsbewertung von MS Patienten und deren Veränderung nach Teilnahme an kunsttherapeutischen Maßnahmen anhand validierter Scorings und Fragebögen. Es wird die Annahme getroffen, dass kunsttherapeutische Maßnahmen die Lebensqualität von Patienten mit Multipler Sklerose verbessern.

Projektleiter(in)
Prof. Dr. med. Silke Heimes, Christiane Sterz (Studierende MA Intermediale Kunsttherapie)

Methodik
Es handelt sich um eine unabhängige, prospektive, einfach verblindete Pilotstudie mit einer Teilnehmerzahl von n=69, wobei n=37 Personen an der Kunsttherapie teilnehmen (Verumgruppe) und n=32 die Kontrollgruppe bilden (Plazebogruppe). Die Teilnehmer werden den Gruppen randomisiert zugeteilt. Die Teilnehmer der Kontrollgruppe bekommen eine Entspannungs-CD zu hören, von der angenommen wird, dass sie einen geringeren Effekt hat als die Kunsttherapie. In die Studie aufgenommen werden Patienten mit Multipler Sklerose, die während ihres Aufenthaltes in der Rehabilitationsklinik Quellenhof am REMUS-Programm teilnehmen. Die Datenerhebung erfolgt zu drei Zeitpunkten: Z0 ? vor Beginn der Kunsttherapie, Z1 ? unmittelbar nach Beendigung der Kunsttherapie, Z2 ? sechs Monate nach Beendigung der Kunsttherapie. Die Datenerhebung und Evaluation erfolgt mittels HALEMS (Hamburger Fragebogen zur Lebensqualität bei Multipler Sklerose), ADS-L (Allgemeine Depressionsskala), MS Self-efficacy Scale (Selbstwirksamkeit) und WEIMuS (Würzburger Erschöpfungs-Inventar bei Multipler Sklerose). Zudem erfolgt eine qualitative Erhebung mittels eigens entworfener Fragebögen.

Kooperationspartner
Neurologisches Rehabilitationszentrum Quellenhof, Kuranlagenallee 2, 75323 Bad Wildbad

Förderer
Keine

Laufzeit
Beginn Mitte 2010, Evaluationslaufzeit bis Mitte 2011; Auswertung der Daten und Publikationen bis Ende 2011/Anfang 2012.

>> weitere Informationen finden Sie hier


Projekt 2 (laufend)

Titel
Kann kreatives Schreiben die Achtsamkeit, das Erleben von Selbstwirksamkeit und das Selbstwertgefühl bei Jugendlichen aus benachteiligten Familien fördern?

Kurzbeschreibung
Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien haben es meist besonders schwer. Ihnen fehlen Vorbilder, an denen sie sich orientieren können, Förderung und Anregung. In der Schule erfahren sie oft Misserfolg und Scheitern. Sie haben häufiger als ihre Altersgenossen Probleme mit ihrer Sexualität, ihrer Gesundheit, Drogen, Süchten und Kriminalität. Die Bundesregierung schrieb zum Thema ?Gesundheitliche Ungleichheit?: ?Das Aufwachsen in sozial benachteiligter Situation vermindert ? die Chancen auf ein gesundes Leben.?Gerade in der Phase der Pubertät ist es wichtig, jungen Menschen zu helfen, ihre Grenzen und Potentiale kennenzulernen. Sie brauchen Unterstützung bei ihrer individuellen Entwicklung und Sinn-stiftende Angebote. Aus diesem Grund hat die freudenstädter ?Stiftung Eigen-Sinn? eine KinderWerkstatt ins Leben gerufen, in der jungen Menschen aus benachteiligten Familien eine betreute Nachmittagsgestaltung angeboten wird.

Projektleiter(in)
Prof. Dr. med. Silke Heimes, Felicitas Schöck (Studierende MA Intermediale Kunsttherapie)

Methodik

Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung in einer bestehenden Gruppe von sechs Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren. Vier Monate wird wöchentlich eine zweistündige kreative Schreibwerkstatt abgehalten, kombiniert mit Achtsamkeits- und kreativen Aufwärmübungen. Die Schreibübungen werden thematisch so gewählt, dass sie die Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie, dem Körper, Stärken und Schwächen ermöglichen. Das Vorlesen eigener Texte und Rückmeldungen in der Runde sollen Selbstbewusstsein, diszipliniertes und einfühlsames Zuhören fördern. Zum Abschluss des Projektes wird die Gruppe mit einer gemeinsam erarbeiteten Aktion am Sommerfest der KinderWerkstatt vom 8.-10. Juli 2011 teilnehmen. Die Datenerhebung erfolgt zu vier Zeitpunkten: Z0 ? vor Beginn der Intervention, Z1 ? zwei Monate nach Beginn der Intervention, Z2 ? unmittelbar nach Beendigung der Intervention , Z3 ? drei Monate nach Beendigung der Intervention. Die Datenerhebung und Evaluation erfolgt mittels eigens entworfener Fragebögen mit 30 Items zur Selbsteinschätzung und psychischen Verfassung. Zudem erfolgt ein kontinuierliches Beobachtungsprotokoll.

Kooperationspartner
Stiftung Eigen-Sinn, Wölperwiesenweg, 72250 Freudenstadt, Leiterin der Gruppe: Frau Anna-Birgit Haigis.

Förderer
Stiftung Eigen-Sinn (Materialkosten, Räumlichkeiten, Begleiterin)

Laufzeit:
Durchführungsphase von>März ? Juli 2011, Auswertung und Erarbeitung der schriftlichen Arbeit und Publikationen bis Ende 2011.


Projekt 3 (laufend)

Voraussichtlicher Titel
Ausdrucksformen emotionaler Befindlichkeiten in der Pubertät ? Verbesserung der emotionalen Kompetenz durch den Einsatz von intermedialen kunsttherapeutischen und kreativpädagogischen Methoden im Unterricht?

Kurzbeschreibung
Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren stark verändert: Der Medienkonsum nimmt immer weiter zu, während der direkte soziale Kontakt oft immer mehr abnimmt. Darunter leidet unter anderem die emotionale Kompetenz des Einzelnen: Der Ausdruck von Gefühlen und der angemessene Umgang mit diesen rückt immer mehr in den Hintergrund. Allerdings spielt die emotionale Kompetenz eine bedeutende Rolle im Zusammenleben mit anderen und bei der Auseinandersetzung mit sich selbst. Gerade in der Pubertät ist es deshalb notwendig, diese Kompetenz zu trainieren. Dafür bietet sich die Schule als Trainingsfeld hervorragend an: In einem geschützten Rahmen können Schülerinnen und Schüler ihre emotionalen Fähigkeiten und Fertigkeiten kennen lernen, testen und erweitern. Ziel ist die Durchführung eines Projekts zum Thema ?Gefühle?, das neben der Vermittlung der Inhalte des Bildungsplanes der Fächer Deutsch und Bildende Kunst auch ein Training der emotionalen Kompetenz beinhaltet.

Projektleiter(in)

Prof. Dr. med. Silke Heimes, Maike Plucha (Studierende MA Intermediale Kunsttherapie)

Methodik
Es handelt sich sowohl um eine qualitative als auch eine quantitative Untersuchung in einer siebten Realschulklasse mit 31 Jugendlichen, die Schülerinnen und Schüler sind zwischen 13 und 14 Jahre alt. In vier Wochen werden jeweils sieben Unterrichtsstunden für das Projekt zum Thema ?Gefühle? verwendet. Thematisiert werden unter dem Einsatz intermedialer kunst-therapeutischer und kreativpädagogischer Methoden zunächst verschiedene Gefühle, intensiv werden auch die Emotionen in der Pubertät behandelt. Theaterpädagogische Methoden lassen eine körperbetonte Auseinandersetzung mit dem Thema zu. Anschließend dürfen die Schüler in einer Sozialform ihrer Wahl eine eigene künstlerische Arbeit zum Thema ?Gefühle? entwerfen, die dann bei einer Vernissage in der Schule den Eltern vorgestellt wird. Besprechungen der einzelnen Stunden in Partner- und Gruppenarbeit sowie im Plenum fördern die Reflexionsfähigkeit und andere soziale und personale Kompetenzen.

Die Datenerhebung erfolgt zu drei Zeitpunkten: Z0 ? vor Beginn der Intervention, Z1 ? unmittelbar nach Beendigung der Intervention, Z2 ? drei Monate nach Beendigung der Intervention. Die Datenerhebung und Evaluation erfolgt mittels eines validierten Fragebogens zur emotionalen Kompetenz sowie mit einem eigens erstellten Fragebogen zum Thema ?Gefühle?. Zudem wird ein kontinuierliches Beobachtungsprotokoll angefertigt, auch die ständig geführten Reflexionsbögen der Schülerinnen und Schüler werden zur Auswertung des Projekts herangezogen.

Kooperationspartner
Realschule Dornstetten, Waldstraße 16, 72280 Dornstetten (Schulleiter: Hans-Peter Kurz)

Laufzeit
Durchführungsphase von>Mai ? Juli 2011, Auswertung und Erarbeitung der schriftlichen Arbeit und Publikation voraussichtlich bis Ende Oktober 2012.

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Schneller Überblick

Studienbeginn
01. Oktober
01. April

Studienmodelle/-dauer
Berufsbegleitend/
6 Semester

Studiengebühr
395,00 Euro/Monat

Abschluss
Master of Arts

Einsatzgebiete
- Kliniken
- Rehaeinrichtungen
- Beratungsstellen
- soziale Brennpunkte
- Unternehmen des Gesundheitswesens
- eigene Praxis