Prof. Dr. Lena Lämmle

Lena Lämmle

Prof. Dr. Lena Lämmle
Professur für Gesundheitspsychologie

Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg

Fon: 040.361 226 49314
Fax: 040.361 226 430
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Sprechzeiten: Donnerstag 12.30-13.00

Biographie

Prof. Dr. Lena Lämmle studierte Diplom Psychologie  an den Universitäten Konstanz und Regensburg. Nach dem Studium promovierte Prof. Dr. Lämmle an der Universität Karlsruhe (TH), gefördert durch ein Stipendium des Ministère de la Culture, de l´Enseignement Supérieur et de la Recherche (Luxemburg). Ihre wissenschaftliche Laufbahn setzte sie am Technische Universität München-Lehrstuhl für Sportpsychologie fort, bevor sie an den Lehrstuhl für Methodenlehre und Psychologische Diagnostik sowie an den Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie und Pädagogische Psychologie der LMU München wechselte. Eine weitere Station führte sie danach an die Universität Augsburg. Von 2010-2014 war Prof. Lämmle Juniorprofessorin an der TUM mit positiver Zwischenevaluation in 2013. Zwischenzeitlich vertrat sie für ein Jahr eine W3-Professur für Gesundheitspsychologie an der Fakultät für Rehabilitationswissenschaften der Technischen Universität Dortmund. Bevor sie im Oktober Professorin für Gesundheitspsychologie an der MSH wurde, übte sie diese Tätigkeit an der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin aus.

Auszeichnungen erhielt Frau Prof. Lämmle sowohl in der Forschung und in der Lehre:

  • 2011: Förderpreis Neuberufene Professorinnen des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
  • 2011: Ernst-Otto Fischer Lehrpreis für ein Lehrkonzept der Fachschaft der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft der Technischen Universität München
  • 2013: AGA medi Award für das Forschungsprojekt „Präventives Training und Diagnostik bei Schulterbeschwerden im Spitzensport“ unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Imhoff (Klinikum rechts der Isar München)

Sie ist Associate Editor des European Journal of Psychological Assessment und Gutachterin für eine Reihe von Fachzeitschriften.

Lehrtätigkeit

Seit 2005 lehrt Frau Prof. Lämmle Methoden und Statistik an verschiedenen (Elite) Universitäten. Im weiteren Verlauf kamen die Schwerpunkte Gesundheitspsychologie und Diagnostik hinzu. Mit Hilfe von Evaluationen und durch ihr Interesse (vgl. auch Publikationen) an der Pädagogischen Psychologie entwickelt sie ihre Lehrformen als auch ihre Lehrmaterialen stets weiter (z. B. Deliberate Practice in der Hochschullehre).

Forschungssschwerpunkte

Weiterentwicklung psychologischer Methoden: Im Bereich der Methodenentwicklung liegt einer ihrer Schwerpunkte in (I) der neuartigen Kombination verschiedener Methoden (z. B. Pfadmodelle mit latenten Wachstumsmodellen um längsschnittliche Veränderungen durch sozialen Strukturen vorherzusagen), (II) der erstmaligen Anwendung neuerer Methoden in bestimmten sozial- und gesundheitswissenschaftlichen Fragestellungen (Anwendungsbezug; z. B. Factor Mixture Modeling zur Identifizierung von Risikogruppen; Bivariate Change Score Modeling bei Längsschnittdaten) und (III) dem Vergleich der Ergebnisse verschiedener Statistikprogramme (u. a. SPSS, AMOS, Mplus, R, ClustanGraphics). In ihrem zweiten Schwerpunkt konzentriere sie sich auf drei weitere Themen, die zunehmend mehr in den internationalen Sozialwissenschaften gefordert werden; dies sind der Umgang mit fehlenden Werten, Replikationsstudien und größere Stichproben (N > 200) in der experimentellen Forschung, um auch hier komplexe Modelle analysieren zu können.

Inhaltliche Schwerpunkte: Bezogen auf die Inhalte liegt einer ihrer Schwerpunkte in (epidemiologischen) biopsychosozialen (Längsschnitt-)Analysen von Einflüssen sozialer Ungleichheit und Lebensstile (wie körperliche Aktivität und Ernährung als zentrale Themen der Postwachstumsgesellschaft) auf Gesundheitsparameter (wie Blutdruck und motorische Leistungsfähigkeit) in der Lebensspanne. Darauf basierend hat sie ein landesweit einsetzbares e-based Förderungs- und Interventionsprogramm entwickelt, mit dem speziell auch Familien mit Migrationshintergrund und/oder aus niedrigen sozialen Schichten gefördert werden sollen. In der experimentellen Forschung interessieren sie selbstverletzende (im Zusammenhang mit fremdverletzenden) Verhaltensweisen in verschiedenen Entscheidungs- und / oder sozialen Situationen bei verschiedenen Normalpopulationen (Schülern, Studenten, Arbeitnehmern, Menschen älter als 65, Extremsportlern und Straffälligen) mit dem langfristigen Ziel der Prävention.

Bezogen auf die Inhalte liegen ihre Schwerpunkte in (I) der experimentellen Untersuchung selbstverletzender Verhaltensweisen in nichtklinischen Populationen, (II) Förderung umweltbewusster Verhaltensweisen und deren Zusammenhang zu Gesundheitsverhalten, (III) Multirater-Multiperspective Untersuchungen zur Dark Triad als nichtklinisches Persönlichkeitsmaß und (IV) der Erfassung der Dark Triad über Informationen aus dem Alltag.

Publikationen