Prof. Dr. habil. Erich Kasten

Prof. Dr. habil. Erich Kasten

Prof. Dr. habil. Erich Kasten
Professor für Neuropsychologie und Forschungsmethodik

Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg

Fon:  040.36 12 26 458
Fax:  040.36 12 26 430
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Biographie

Erich Kasten wurde in Travemünde an der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste geboren und machte am »Katharineum zu Lübeck« sein Abitur. Nach dem Zivildienst in einer Psychiatrischen Klinik und Tätigkeit in einem Heim für Behinderte, studierte er Psychologie an der Christian-Albrechts Universität in Kiel. Erich Kasten ist approbierter Verhaltenstherapeut und Klinischer Neuropsychologe und in eigener Praxis in Travemünde mit halbem Versorgungsauftrag tätig.  Von 1992 bis 2007 arbeitete er parallel hierzu im Institut für Medizinische Psychologie des Klinikums der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg. 1993 promovierte er mit summa cum laude zum Dr. phil. an der Martin-Luther-Universität in Halle. 1999 habilitierte er sich und erwarb die venia legendi für das Fach Medizinische Psychologie. Die Tätigkeit in Magdeburg wurde um die Jahrtausendwende herum von einer drei Semester umfassenden Gastprofessur über »Somatopsychologie« am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität in Berlin unterbrochen. 2006 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt und wechselte im darauffolgenden  Jahr an die Medizinische Fakultät der Universität zu Lübeck. Von 2011 bis 2013 wirkte er an der Universitätsmedizin der Georg-August Universität in Göttingen. Erich Kasten ist seit April 2013 Professor für Neuropsychologie und Forschungsmethodik an der MSH Medical School Hamburg.

Lehrtätigkeiten

Bereits in den 1980er Jahren unterrichtete Erich Kasten an mehreren Kranken- und Altenpflegeschulen im Raum Lübeck die Fächer Psychologie und Psychiatrie. Bereits Ende der 1980er Jahre erhielt er erste Lehraufträge an der Universität in Lübeck und bildete Medizinstudenten im Fach »Medizinische Psychologie« aus. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Lehre war hierbei die Kommunikationsausbildung von jungen Medizinstudierenden zur Vorbereitung des Arzt-Patient-Gesprächs. Diese Lehre setzte er im Rahmen seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitätskliniken in Magdeburg, Lübeck und Göttingen fort. In Berlin und im Rahmen von Lehraufträgen an der Universität Würzburg und der Hochschule Stendal bildete er auch Psychologie-Studierende in den Fächern Somatopsychologie, Neuropsychologie, Psychopharmakologie und Biologische Psychologie aus.

 

Forschungsschwerpunkte

In den 1990er Jahren beschäftigte Prof. Kasten sich vorrangig mit der Entwicklung von computergestützten neuropsychologischen Therapieprogrammen für Patienten mit Hirnschäden. Diese Arbeiten am Universitätsklinikum geschahen in enger Kooperation mit Neurobiologen. Daneben gab es Studien über die psychische Situation von Intensivpatienten, Fahreignung von Patienten mit ZNS-Schäden, Auswirkungen der Kosteneinsparung im Gesundheitswesen, Probleme ambulanter neuropsychologischer Therapie, wie auch über spezielle neuropsychologische Syndrome wie z.B. Hemineglekt, Blindsight oder Allästhesie. Später wandte er sich dem Thema visueller Halluzinationen bei Patienten ohne psychiatrische Störungen zu.


Nach der Jahrtausendwende widmete er sich der Erforschung der psychischen Motivation von BodyModification und verfasste hierzu 2006 ein in den Medien noch heute stark beachtetes Buch. Seit 2007 liegt ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt bei der Untersuchung der Ursachen einer Patientengruppe, die Körperteile nicht als zu sich selbst gehörend empfinden (Body Integrity Identity Disorder). Aktuell beschäftigt Prof. Kasten sich stark mit Somatopsychologie, d.h. den körperlichen Ursachen für psychische Störungen.

Erich Kasten ist Leiter des wissenschaftlichen Arbeitskreises »Psychoneurobiologie« der Dt. Gesellschaft für Medizinische Psychologie, Leiter der Fachgruppe »Neuropsychologen in der Klinischen Psychologie« des Berufsverbandes Deutscher Psychologen und seit 1998 Mitglied im Vorstand der DGMP.

Auszeichnungen

  • 1996: Verleihung des »Peter-Jacobi-Preises« durch die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Psychologie (DGMP) für herausragende Forschung auf dem Gebiet der Psychologie in der Neurologie
  • 2003: Preis des Fachschaftsrates für die besten Vorlesungen im vorklinischen Abschnitt im Jahr 2002
  • 2004: Preis des Fachschaftsrates für die besten Vorlesungen im vorklinischen Abschnitt im Jahr 2003


Publikationen