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Dr. Barbara Rüttner Götzmann

Prof. Dr. med. Barbara Rüttner Götzmann
Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie

Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg


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Fax: 040.361 226 430
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Biographie

Prof. Dr. med. Barbara Rüttner Götzmann studierte an der Universität Zürich von 1982-1988 Humanmedizin. Die Approbation zur Ärztin erfolgte am 08.12.1988. 

Zwischen 1986 – 1989 arbeitete Barbara Rüttner neben dem Studium als Doktorandin am Institut für experimentelle Immunologie des Universitätsspitals Zürich unter Leitung von Prof. Dr. Rolf Martin Zinkernagel. Barbara Rüttner untersuchte im Rahmen eines selbständig durchgeführten experimentellen Forschungsprojektes die Idee der Heterogenisation von Tumorzellen.

1989 begann Barbara Rüttner ihre Facharztausbildung an der Neurologischen Klinik, Universitätsspital Zürich unter Leitung von Prof. G. Baumgartner. Von 1990 bis 1991 arbeitete Barbara Rüttner in der Neurochirurgischen Klinik, Universitätsspital Zürich unter Leitung von Prof. M. G. Yasargil und war in erster Linie im Neurotraumatologischen Notfalldienst der Klinik für Unfallchirurgie tätig. In dieser Zeit war Barbara Rüttner als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Projekten der Neurologischen und Neurochirurgischen Klinik beteiligt.

Mitte 1991 bis Ende 1993 arbeitete Barbara Rüttner als Assistenzärztin in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Sie war sowohl auf geschlossenen Aufnahmestationen, auf einer Dualstation (Sucht und psychiatrische Störungen)  wie auch auf offenen Abteilungen tätig und sammelte Erfahrungen in der Diagnostik und Behandlung von schizophrenen Psychosen, schweren Depressionen und Borderlinestörungen sowie im Suchtbereich. Von Oktober 1993 bis Dezember 1994 arbeitete Barbara Rüttner in der Psychiatrischen Poliklinik des Universitätsspitals Zürich unter Leitung von Prof. J. Willi. Sie war dort im Bereich der Konsiliarpsychiatrie sowie in der Ambulanz tätig und sammelte Erfahrungen in der Durchführung von videodokumentierten psychoanalytischen Kurzzeittherapien sowie in den Grundlagen der Paar- und Familientherapie.

1995 beendete Barbara Rüttner ihre Facharztausbildung Psychiatrie und Psychotherapie und eröffnete in Zürich eine psychotherapeutische-psychoanalytische Praxis. Zwischen 1995 bis 2007 erfolgte eine Ausbildung zur zertifizierten Focusing-Therapeutin sowie Focusing-Trainerin am Deutschen Ausbildungsinstitut für Focusing und Focusingtherapie in Würzburg. Parallel führte Barbara Rüttner ab 1999 eine psychoanalytische Ausbildung zur Psychoanalytikerin am Freud-Institut Zürich durch, welche sie 2012 mit der Aufnahme als Mitglied der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) abschloss. 2006-2012 leitete Barbara Rüttner als Geschäftsführerin zusammen mit Prof. Dr. iur. U. Kieser, Institut für Rechtswissenschaft Universität St. Gallen, Prof. Dr. iur. Th. Poledna, Fakultät für Recht, Universität Zürich und Prof. Dr. med. A.M. Siegel, Leitender Arzt Neurologie, Kantonsspital Zug, ein Institut für Expertisen in Recht und Medizin in Zürich und war in der Erstellung von psychiatrischen Zweitbegutachtungen, Obergutachten und Aktenbegutachtung tätig.

2011 erfolgte die Anerkennung der schweizerischen Facharztausbildung und der schweizerischen Approbation durch die Ärztekammer Schleswig-Holstein. 2012 folgte die Eröffnung einer psychoanalytisch-psychotherapeutischen Privatpraxis in Bad Segeberg. 2013 erhielt Sie die Anerkennung der Zusatzbezeichnung Psychoanalyse durch die Ärztekammer Schleswig-Holstein.

Seit Oktober 2016 fachlich-wissenschaftliche Leitung der Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie am Hafencity Institut für Psychotherapie.

Lehrtätigkeiten

Zwischen 2003 und 2006 Durchführung von Focusingseminaren im Rahmen der Weiterbildung zur Erlangung des schweizerischen Facharzttitels Psychiatrie und Psychotherapie. Seit 2011 Regelmäßige Seminare „Einführung in die Psychiatrie“ im Rahmen der Fachausbildung Haftpflicht- und Versicherungsrecht, Institut für Rechtswissenschaft und Rechtspraxis, Universität St Gallen, Schweiz. Seit 2012 Dozentin, Mitglied des Unterrichtsausschusses (2012-2015), Supervisorin und Lehranalytikerin am John-Rittmeister-Ausbildungsinstitut für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatik Schleswig-Holstein, Kiel. Regelmäßige Seminare zur psychoanalytischen und psychotherapeutischen Technik sowie zur Psychosomatik. Durchführung von Lehranalysen und Supervisionen im Rahmen der Kandidatenweiterbildung. 2014/2015 Organisation der Fachwissenschaftlichen Abende am John-Rittmeister-institut, Kiel und Moderation von regelmäßigen psychoanalytischen Soireen: „Psychoanalyse und Theater“ am Schauspielhaus und Oper Kiel. 2014/2015 Dozentin an der Akademie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ärztekammer Schleswig-Holstein, Bad Segeberg, Kursleitung der vierjährigen curricularen Ausbildung in tiefenpsychologischer Psychotherapie für Ärzte. Seit 2016 Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der MSH Medical School Hamburg.

Forschungsschwerpunkte

Zusammenhänge zwischen biographischer Traumatisierung und den Risiken einer psychosomatischen Erkrankung; psychodynamische Verarbeitung einer Organtransplantation bzw. Schmerzerkrankung; Einsatz einer manualisierten psychotherapeutischen Intervention bei organtransplantierten Patienten (Fokale Online-Skype-Intervention); Erforschung unterschiedlicher behandlungstechnischer Zugänge bei psychosomatischen Störungen.

Untersuchung unbewusster Phänomene in Interviews und Bildern mithilfe qualitativer Datenanalyse bei verschiedenen Patientenkollektiven (somatoformen Schmerzstörungen, Herzinfarktpatienten, Patienten nach Lungentransplantation).

Publikationsliste

1. Kohler M, Ruettner B, Cooper S, Hengartner H, Zinkernagel RM (1990) Enhanced tumor suceptibility of immunocompetent mice infected with lymphocytic choriomeningitis virus. Cancer Immunol Immunother 32: 117 -124.

2. Ruettner B, Hauser T, Leist TP, Zinkernagel RM (1991) Absence of effects of thymopentin on murine host resistance to Listeria monocytogenes. Thymus 17: 1 -10.

3. Horst A, Ruettner B (1991) Die aseptische zerebrale Sinusthrombose. Schweiz Med Wschr. 121: 1601 – 1611, (Swiss Medical Weekly).

4. Imhof HG, Dolder E, Käch K, Künzi W, Platz A, Ruettner B, Vollenweider A (1991) Wer soll nach einem leichten Schädel-Trauma hospitalisiert werden? Helv Chir Acta 58: 667 – 672.

5. Imhof HG, Gütling E, Ruettner B, Dolder E, Zollinger A, Walser H (1993) Prognostische Bedeutung der früh abgeleiteten somatosensorischen evozierten Potentiale bei neurologisch nicht beurteilbaren Patienten nach Schädel-Hirn-Traumen. Akt Traumatol 23: 7 – 13.

6. Stiefel FC, Ruettner B (1995) Migraine with Aura and Functional Psychosis: A rare Differential Diagnosis. General Hospital Psychiatry 17: 389 – 391.

7. Goetzmann L, Ruettner B (2007) Zur Focusing-Wahrnehmung des Körpers in der Gegenübertragung. Psyche – Z Psychoanal 61: 137-150.

8. Goetzmann L, Ruettner B, Jecker E (2014) Zur Tragik forcierter Vater-Identifizierungen und ihren Auswirkungen auf das weibliche Selbstgefühl. Zeitschrift für psychoanalytische Therapie und Praxis 3: 336-346.

9. Ruettner B., Siegel AM, Goetzmann L. (2015) Der Sprung ins Imaginäre –zur behandlungstechnischen Verwendung psychosomatischer Körpersymptome. Psyche – Z. Psychoanal 69: 714-736.

10. Goetzmann L., Schmiedl-Neuburg H., Ruettner B. (2016) Lars von Triers Filmkunst. Psyche – Z. Psychoanal 70: 1135-1158

 

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