Regina Kostrzewa

Prof. Dr. Regina Kostrzewa
Professorin für Soziale Arbeit

Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg


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Fax: 040.361 226 430
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Biographie

Prof. Dr. Regina Kostrzewa, geboren 1965, studierte Pädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie an der pädagogischen Hochschule Kiel und schloss ihr Studium 1990 als Diplom-Pädagogin ab.

Im Anschluss daran begann sie zunächst als Bildungsreferentin bei der Landesstelle gegen die Suchtgefahren Schleswig-Holstein e.V. (LSSH), bevor sie im Jahr 2000 zur stellvertretenden  Geschäftsführerin  ernannt  wurde.  Ihre  Aufgabenschwerpunkte lagen u.a. in der Entwicklung und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen in der Suchtarbeit sowie der Konzeption von zahlreichen landesweiten Präventionsprojekten. Darüber hinaus lagen ihre Aufgaben im Bereich der Akquise von Sponsoren und Fördermitteln, Stellungnahmen zu parlamentarischen Anfragen sowie Personalführung und -management. 2010 übernahm sie schließlich die Geschäftsführung der LSSH mit der auch die Funktion der Koordination der Suchtarbeit des Landes Schleswig-Holstein einherging und zur umfassenden Netzwerkarbeit über das Bundesgebiet hinaus führte.

Im selben Jahr promovierte Regina Kostrzewa zur Doktorin der Philosophie an der Philosophischen Fakultät  der  Christian-Albrechts-Universität  zu  Kiel  zum  Thema „Konzeptoptimierung eines alkoholpräventiven peer-Projektes anhand einer Evaluationsstudie“. Das peer-Projekt „JiM’s Bar“ wird mittlerweile in ganz Schleswig- Holstein an zahlreichen Standorten angeboten und überzeugt durch die hohen Qualitätsstandards verbunden mit Praxisnähe.

Seit 2012 ist Regina Kostrzewa Mitglied im Norddeutschen Suchtforschungssymposium und seit 2014 beratendes Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe (fdr). Darüber hinaus ist sie Gründungsmitglied  im  seit  1996  bestehenden  internationalen  Forum Suchtprävention, das jährlich gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Zürich und dem Institut Suchtprävention Linz in Österreich mit mittlerweile vier europäischen Gastländern mehrtägig mit einer Reihe von Experten der Suchtprävention durchgeführt wird.

Regina Kostrzewa entwickelte zahlreiche Methoden, die sich nach erfolgreicher Evaluation und Modifizierung im Einsatz im Feld der Sozialen Arbeit befinden. Sie verstand sich als Initiatorin und Ideengeberin verschiedener Maßnahmen und Parcours: so auch der von der BZgA ursprünglich entwickelte „Klarsicht-Parcours“ zu Tabak und Alkohol, der durch die Aufnahme der Themen Glückspielsucht, Mediensucht und Shisha zum „Klarsicht Schleswig-Holstein“-Parcours modifiziert wurde (2008). Der „Cannabis-Präventions-Parcours“ (2012), die „AlcoMedia“-App zur Prävention von Alkohol- und Mediensucht (2013), sowie der „Lifegame“- Glücksspielsuchtpräventionskoffer (2014) unterlagen bei der Entwicklung immer hohen Qualitätsstandards und der Evaluation.

In ihrer langjährigen Leitungsfunktion sammelte sie umfangreiche Erfahrungen in der Planung, Umsetzung und Bewertung von Schulungsmaßnahmen sowie der Entwicklung, Organisation und Durchführung von Kongressen, Fachtagungen bis hin zu Landeskampagnen in der Suchtarbeit, wie z.B. Migration und Sucht, zur Alkoholprävention oder auch für die Suchtselbsthilfe.

Lehrtätigkeit

Seit 1992 ist Regina Kostrzewa Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Kiel für den Fachbereich Soziale Arbeit „Rehabilitation und Gesundheit“ mit dem Schwerpunkt „Prävention und Suchtvorbeugung in Theorie und Praxis“. Darüber hinaus ist sie seit 2007 auch Lehrbeauftragte an der Christian-Abrechts-Universität zu Kiel am Institut für Pädagogik mit wechselnden Schwerpunkten im Bereich Sozialpädagogik.

Durch zahlreiche Fort- und Weiterbildungen im Gebiet „Sucht und psychische Erkrankungen“ konnte sie umfangreiche Zusatzqualifikationen erlangen, wie z.B. Trainerin des Motivational Interviewings oder Mental Health Faciliator, die zu einer Reihe von Schulungsangeboten führten bzw. inhaltlich in die Lehre mit einbezogen worden sind.

Regina Kostrzewa etablierte sich auch durch „Methodenschulungen der Suchtprävention“ im Bundesgebiet sowie durch Führungskräfteschulungen im breiten Feld des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Seit 2015 ist sie Professorin für Soziale Arbeit an der MSH Medical School Hamburg und Studiengangsleitung des BA Soziale Arbeit.

Forschungsschwerpunkte

Die bisherigen Forschungsschwerpunkte von Regina Kostrzewa liegen im breiten Feld der Prävention und Suchtprävention. Aktuell widmet sich Regina Kostrzewa der Diversity-Thematik mit dem Fokus Homosexualität sowie der Problematik um junge, traumatisierte Flüchtlinge und der Entstigmatisierung des Themas Sucht in der Gesellschaft.

Im Bereich Prävention beschäftigte sie sich mit der Konzeptentwicklung eines alkoholpräventiven peer-Projektes und dem wissenschaftlichen Nachweis in den Bereichen Wissen, verantwortungsbewusster Umgang und peer-leader Funktion.

Im Auftrag der BZgA entwickelte Regina Kostrzewa ein alkoholpräventives peer- Projekt für Jugendfreizeiteinrichtungen („Alkohol Checker“), welches bundesweit umgesetzt und evaluiert wurde. Im Rahmen dessen bestätigte sich der peer-Ansatz im Bereich der Vermittlung des kompetenten Umgangs mit Alkohol.

Außerdem konzipierte sie Präventionsprojekte entsprechend der These, dass das Zusammenwirken universeller, selektiver und indizierter Prävention durch die Differenzierung der Zielgruppen innerhalb einer Maßnahme den kompetenten Umgang mit Suchtmitteln bewirkt, was durch das geförderte Projekt der BZgA „Design your life spezial“ und das Glückspielsuchtpräventionsprojekt „Lifegame“ bestätigt wurde.

Publikationen