Dr. Leena Petersen

Dr. Leena Petersen

Dr. Leena Petersen
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Schwerpunkt Lehre
Koordinatorin des Writing Centers

Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg

Fon:  040.361 226 49445
Fax:  040.361 226 430
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Biografie

Dr. Leena Petersen studierte von 1997 - 2000 Kunst. In den Jahren 1998/99 nahm sie an einer Grundausbildung in Gestaltpädagogik/Gestalttherapie teil und arbeitete in verschiedenen sozialen beratenden Kontexten. Nach ihrem Abitur am Abendgymnasium studierte Leena Petersen von 2000 bis 2003 Ästhetik/Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie an der Humboldt Universität in Berlin. Als Stipendiatin der Heinrich Böll Stiftung schloss sie 2004 ihren Master in Social and Political Thought an der University of Sussex in Grossbritannien mit Auszeichnung ab, wo sie auch 2007 in Philosophie/Kritischer Theorie mit einer Arbeit zur »Poetik des Zwischenraumes. Zur sprachlichen Kulturkritik und physiognomischen Historizität am Beispiel von Walter Benjamin und ausgewählten Schriften seiner Zeit« promovierte. 2007-2008 erhielt sie ein Postdoc-Stipendium am Rosenzweig Minerva Center der Hebrew University of Jerusalem in Israel mit dem Projekt »Translating Modernity. On Aniconism and Negative Aesthetics in German Jewish Thought«,  darauf folgte 2008-2011 eine Postdoc-Stelle am Center for German Jewish Studies der University of Sussex mit dem Projekt »Transformations of the Utopian. From Jewish Apologetics to Dialectics of the Enlightenment«. Daneben war sie als Beraterin/ Mentorin für die universitäre Doctoral School und für Stipendiat*innen der Heinrich Böll Stiftung tätig. Ab 2012 erhielt Leena Petersen eine Affilliierung  mit dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin/Brandenburg mit dem Projekt »Sprachliche Materialität. Literarische Formen der Erinnerung (nach) der Shoah«. 2014-2016 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt zur Gesamtausgabe von Hannah Arendts Schriften mit dem Schwerpunkt »Antisemitism/ Origins of Totalitarism« und nahm die Ausbildung zur Gestaltberaterin/Gestalttherapeutin wieder auf. Seit 2016 bietet sie gestalttherapeutische Arbeit in freier Praxis mit Einzelnen, Paaren und Gruppen auf deutsch und englisch an sowie tanz-, poesie- und kunsttherapeutische Gruppenarbeit in einer sozialpsychiatrischen Einrichtung. Seit 2018 ist sie Redaktionsmitglied der Zeitschrift »Gestalttherapie - Forum für Gestaltperspektiven«.

Lehrtätigkeit

Seit 2005 erhielt Leena Petersen Lehraufträge an den Universitäten UCL (London), Hebräische Universität Jerusalem, Sussex University, Queen Mary University (London), Humboldt Universität zu Berlin, der Sommerakademie des GSI Bad Bevensen und an der Medical School Hamburg in den Bereichen Ästhetik, Kulturwissenschaft, Philosophie, Literaturwissenschaft, Intermediale Künstlerische Praxis, Kreatives Schreiben, Poesie(therapie).
 

Sie ist Trainerin am HIGW für Einzelseminare. Sie präsentierte ihre  Arbeit aufzahlreichen internationalen Symposien, Tagungen und (selbstorganisierten) Konferenzen.

Forschungsschwerpunkte

Leena Petersens Forschungsschwerpunkt bildet eine ästhetisch-philosophische, therapeutische und intermediale Auseinandersetzung mit dem vielfältigen Spektrum von Bildlichkeit und Sprache. Daneben interessieren sie die kreativen Möglichkeiten relationer Zwischenräume.

 

Publikationen

1. Monographien

Poetik des Zwischenraumes. Zur sprachlichen Kulturkritik und physiognomischen Historizität

am Beispiel von Walter Benjamin und ausgewählten Schriften seiner Zeit, Beiträge zur Neueren

Literaturgeschichte, Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2010, 527 Seiten.

 

Zynismus als literarische Denkfigur um 1800, Buchprojekt in Vorbereitung.

 

2. Herausgeberschaften

Hannah Arendt. Werke und Nachlass. Kritische Gesamtausgabe, Vol. 5: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. 1. Teil: Antisemitismus/ Origins of Totalitarianism. Part One: Antisemitism, München: Fink, 2019-25 (in Vorbereitung).

 

Aesthetic Theories of Catastrophe in FindeSiècle, Sammelband mit Beiträgen u.a. von Elke

Dubbels, Howard Caygill und Alexander Garcia Düttmann, in Vorbereitung).

 

The International Journal of the Arts in Society,vol. 4 ‘Transnationalism’, Victoria/ Australia 2009.

 

3. Beiträge in Sammelwerken

"Über eine Poesie zwischenräumlicher Verortungen: Inger Christensens Gedichtzyklus det",in: Kerstin Hof (Hg.): Dreierlei Mut – Eine Collage. Positionen und Poeme zur Bedeutung der Poesie für Gesellschaft und Gesundheit,HPB University Press 2019 (im Erscheinen).

 

»On Linguistic Materiality. Literary Forms of Memory of/after the Shoah« in: Ilit

Ferber/Sabine Sander (Hg.): On the Intersection between Philosophy of Language and Political Theory. German-Jewish Thought between 18th-20th Centuries, Hentrich & Hentrich, Berlin 2015, S. 260-271.

»Translating Modernity. On Aniconism and Negative Aesthetics in German‐Jewish Thought«, in

Hannah Ewence/ Helen Spurling (Hg.): Visualizing Jews through the Ages: Literary and Material Representations of Jewishness and Judaism, Routledge 2015, S. 199-211.

 

»Poetics of the Intrinsic. On Walter Benjamin’s Concept of Allegory«, in: Anke Bartels/Michael Schultze/Agata Stopinska (Hg.):Re/defining the matrix: Reflections on Time – Space – Agency, Frankfurt am Main 2006, S. 163–176.

 

4. Artikel in Zeitschriften

»On the Function of Critique, Dogmatism and Tolerance in the Wissenschaft des Judentums: Considering Josef Albo and his Reception in the 19thCentury«, in: European Journal of Jewish Studies.

»The Form of Regressive Progression. On Benjamin’s Reception of Hölderlin’s ‘Spiritual-Concrete Synthesis’«,in: Anthropology and Materialism, special issue on “Walter Benjamin and Philosophy”, hg. von Sebastian Truskolaski und Jan Sieber, 2015.

 

»Reconsidering Utopia. On the Entanglement of Mind and History«, in: Studies in Social and

Political Thought, Vol. 18, 2010, S. 14-28.

 

»On Heartquake and Suburbia Hallucination: Israeli Palestinian Art Collaboration«,

in:The International Journal of the Arts in Society, Vol. 4 ‚Transnationalism’, 2009, S. 197-202.

 

5. Rezensionen

Rezension zu Steven E. Aschheims At the Edges of Liberalism. Junctions of European, German and Jewish History, Palgrave Studies in Cultural and Intellectual History, New York 2012, 273 pp., In: Jewish Culture and History (2013).

 

Rezension zu Peter Fenves The Messianic Reduction. Walter Benjamin and the Shape of Time.

Stanford UP, 2011. 310 pp., in: The German Quarterly, issue 86.1 (2013).

 

»On the Occasion of Linguistic Mimesis«, Rezensionsartikel zu Paul Reitter The AntiJournalist.

Karl Kraus and Jewish SelfFashioning in FindeSiècle Europe(Chicago und London, 2008) in: HNet Reviews, 2009.

 

»Spiel als paradoxes rauschendes Netzwerk«, Rezensionsartikel zu Natascha Adamowsky Spielfiguren in virtuellen Welten(Frankfurt/Main 2000), in: QuerellesNet9, 2003.

 

»Dramatikerinnen im 19. Jahrhundert«,Rezensionsartikel zu Heike Schmid: Gefallene Engel.

Deutschsprachige Dramatikerinnen im ausgehenden 19. Jahrhundert(Saarbrücken 2000), in:

QuerellesNet 7, 2002.