Prof. Dr. Jan-David Liebe

Prof. Dr. Jan-David Liebe

Professur für Digital Health Management

Am Kaiserkai 1
20457 Hamburg

Fon: 040.361 226 49306
Fax:  040.361 226 430
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Biographie

Nach seinem Studium in den Bereichen Sozialmanagement und Management im Gesundheitswesen promovierte Jan-David Liebe von 2013 bis 2018 am Institut für Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik an der Universität Osnabrück. Die Promotion erfolgte in Kooperation mit der Forschungsgruppe Informatik im Gesundheitswesen an der Hochschule Osnabrück, in der er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in verschiedenen Forschungsprojekten zur Digitalisierung des Gesundheitswesens und als Mitherausgeber des IT-Report Gesundheitswesen tätig war. Seit 2018 arbeitet Herr Liebe in der inngo GmbH, deren Mitbegründer er ist. Im Rahmen dieser Tätigkeit leitete er verschiedene Digitalisierungsprojekte, u.a. im Universitätsklinikum Münster. Herr Liebe verwaltet seit 2018 eine Professur für Wirtschaftsinformatik und Statistik an der Hochschule Osnabrück. Seit 2019 habilitiert er am Institut für Medizinische Informatik an der UMIT in Hall, Tirol.

Lehrtätigkeit 

Seit 2011 lehrt Herr Liebe in den Fächern Informationsmanagement im Gesundheitseinrichtungen, IT-gestützte Versorgungsprozesse, digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen, Gesundheitsinformatik, eHealth-Anwendungen, HIT-Evaluation sowie Quantitative Methoden, Data Science und Business Intelligence. Neben gesundheitsbezogenen Studienprogrammen lehrt er in den Studiengängen der Wirtschaftspsychologie, des öffentlichen Managements und der Sozialen Arbeit. Zwischen 2013 und 2018 war Herr Liebe als Methodenberater im Zentrum für Multimedia und IT an der Hochschule Osnabrück tätig, wo er neben interdisziplinären Forschungsprojekten studentische Abschluss- und Projektarbeiten betreute. Ausgehend von einer methodischen, theoretischen und evidenzbasierten Fundierung ist seine Lehre vor allem durch eine enge Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Akteuren aus der Praxis und durch eine internationale Ausrichtung geprägt.

Forschung

In seiner Forschung befasst sich Herr Liebe mit der Entwicklung, Adoption und Skalierung von Informationstechnologien im Gesundheitswesen. Im Fokus steht die Frage, wie digitale Mehrwerte im Sinne einer sicheren, patientenzentrierten, effektiven, effizienten sowie gleichberechtigt und zeitnah zugänglichen Gesundheitsversorgung geschaffen werden können. Zur Beantwortung dieser Fragestellung beschäftigt sich Herr Liebe mit der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation nationaler eHealth-Strategien, mit Verfahrensweisen des strategischen Informationsmanagements, mit Herausforderungen und Erfolgsfaktoren von IT-Adoptionsprozessen und digitalen Geschäftsmodellen und mit dem Konzept des Lernendes Gesundheitssystem. Neben der elektronischen Patientenakte und entscheidungsunterstützenden Systemen forscht er u.a. zu Telehealth- und Telemedizin-Anwendungen, mHealth, KI, BI-Systemen sowie zu den Querschnittsthemen Interoperabilität, Datenschutz und Datensicherheit. Bei der Betrachtung soziotechnischer Innovationsprozesse befasst er sich mit organisatorischen, soziokulturellen und politischen Rahmenbedingungen sowie mit ethischen Fragestellungen der Digitalisierung.

Herr Liebe ist Mitglied des Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e.V. und des GI Fachbereichs Informatik in den Lebenswissenschaften (ILW). Seit 2018 leitet er die GMDS-AG »Methoden und Werkzeuge für das Management von Krankenhausinformationssystemen«.

Herr Liebe engagiert sich in der internationalen Forschungsgemeinschaft durch regelmäßige wissenschaftliche Beiträge, durch die Ausrichtung internationaler ExpertInnen-Workshops sowie als Gutachter, Speaker und (Co-)Chair auf Fachtagungen und Kongressen. Aktuell als Co-Chair der Medical Informatics Europe Konferenz zum Thema »Challenges of trustable AI and added-value on health«