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Prävention, Gesundheitsförderung und Sportmedizin

Bereits vor 2400 Jahren schrieb Hippokrates: „Vorbeugen ist besser als heilen.“ Diese Aussage hat seitdem nicht an Bedeutung verloren, sondern gewinnt weiter an Wichtigkeit. Die MSH hat zu dieser Thematik einen Forschungsschwerpunkt etabliert, um den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu erweitern und dazu beizutragen, Programme zur Gesundheitsförderung und Prävention effektiver zu implementieren. Ausgehend von der zentralen Bedeutung von körperlicher Bewegung für die körperliche und psychische Gesundheit wurde Sportmedizin in den Forschungsschwerpunkt integriert. Dabei bleibt Sportmedizin nicht auf die Diagnostik und Behandlung von Sportlern (im Sinne von Medizin für den Sport) eingegrenzt, sondern wird auch als Medizin durch Sport/körperliche Aktivität (Exercise is Medicine) verstanden.

Darüber hinaus umfasst der Forschungsbereich Prävention, Gesundheitsförderung und Sportmedizin auch Projekte, die sich im weitesten Sinne mit der Entwicklungsförderung in belasteten Familien beschäftigt. Dies liegt darin begründet, dass die sozioökonomische Situation der Familie einen sehr großen Einfluss auf die späteren Gesundheitschancen der Kinder und ihre Aussichten für einen ausreichenden Erwerb von Lebenskompetenz hat. So gelten bspw. von Behinderung bedrohte Kinder oder Kinder mit traumatischen Erlebnissen als Risikogruppe für die Entwicklung von Auffälligkeiten. Inhalt der Forschungsarbeiten der MSH zu diesem Thema ist, die besonderen Bedarfe dieser Kinder zu ermitteln und geeignete Möglichkeiten zu ihrer Unterstützung zu entwickeln und zu evaluieren.

“Spiel dich stark”- ein fußballbasiertes Präventionsprogramm zur Steigerung der psychischen Gesundheit, des Sozialverhaltens und der schulischen Leistung

Psychische Erkrankungen sind ein ernstzunehmender Aspekt der Beeinträchtigung von Gesundheit. In Deutschland müssen ca. 20% der Kinder und Jugendlichen der Risikogruppe für psychische Auffälligkeiten zugeordnet werden. Die Effekte von körperlicher Aktivität auf die psychische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter wurde bisher sehr viel weniger Beachtung geschenkt als der im Erwachsenenalter. Dennoch gibt es Belege dafür, dass körperliche Aktivität der Entwicklung von psychischen Erkrankungen präventiv entgegenwirken kann. Auch kann körperliche Aktivität das Konzentrationsvermögen und andere mentale Fähigkeiten steigern und somit zur Verbesserung der Schulleistungen beitragen. Last, not least ist Fußball als Teamsport ideal, um das Sozialverhalten positiv zu beeinflussen. Das fußballbasierte – von Sportpädagogen und -psychologen sowie Fußballtrainern erarbeitete – Programm „Spiel dich stark“ hat die Steigerung der psychischen Gesundheit, des Sozialverhaltens und der schulischen Leistung durch Stärkung der Schutzfaktoren zum Ziel. „Spiel dich stark“ wird als schulbasierte, außerunterrichtliche Studie umgesetzt.

Laufzeit der Studie: 04/2016-09/2018

Studienleitung: Prof. Dr. Astrid Junge, Dr. Katrin Steinvoord

Drittmittelgeber: Fédération Internationale de Football Association (FIFA)

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Head in the Game – a multi-centre study on long-term health in elite football players

 

Zahlreiche Studien haben die kurzfristigen Folgen von Sportverletzungen erforscht, wenige Informationen liegen jedoch zu den gesundheitlichen Langzeitfolgen einer Sportlerkarriere vor. Es ist bekannt, dass eine Kreuzbandverletzung ein Risikofaktor für Arthrose ist und dass Fußballspielerinnen häufiger Kreuzbandverletzungen erleiden als ihre männlichen Kollegen. Daten zur Häufigkeit von Arthrose bei ehemaligen Fußballspielerinnen gibt es jedoch nicht. Seit einiger Zeit wird auch ein möglicher Einfluss von Kopfballspiel und Kopfverletzungen auf die Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen und affektiver Störungen diskutiert. Das Head in the Game Projekt untersucht diese beiden Fragestellungen, um die langfristige Gesundheit von ehemaligen und aktiven Fußballspielerinnen und Leistungssportlerinnen zu verbessern. In Phase 1 wurden mittels Fragebogen Daten zur allgemeinen körperlichen und psychischen Gesundheit sowie zu potentiellen Risikofaktoren erhoben. In Phase 2 werden klinische Untersuchungen zu strukturellen und funktionellen Veränderungen (a) des Gehirns und (c) des Kniegelenks durchgeführt. Es handelt sich um eine internationale, multizentrische Studie, welche zunächst in den Niederlanden, USA und Deutschland realisiert wird. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projekt-Website.

 

Laufzeit der Studie: 12/2014 – 12/2017

Studienleitung: Prof. Dr. Astrid Junge

Wissenschaftliche Mitarbeiter: Annika Prien, M.Sc., Tim Grunewald, M.Sc.

Drittmittelgeber: Fédération Internationale de Football Association (FIFA)

Kooperationspartner: Neurologische Klinik, UniversitätsSpital Zürich; Institut für Sport- und Präventivmedizin, Universität Saarbrücken, VU University Medical Center, Amsterdam; Department of Traumatology and Sports Medicine, Clinic Chahrazed, Algiers; Department Sport und Gesundheit, Universität Paderborn

Evaluation des Female Athlete Health elearning tools des IOC

Das Internationale Olympische Komitee hat eine interaktive Online-Lernplattform zum „Female Athlete Health“ entwickelt, um die Gesundheit von Sportlerinnen zu fördern. Die Aufgabe des Evaluationsprojektes ist es, die Akzeptanz, den Wissensgewinn und die Einschätzung der Website von Sportler/innen, Trainer/innen sowie Sportorganisationen zu untersuchen.

Laufzeit der Studie: 10/2015 – 03/2017

Studienleitung: Prof. Dr. Astrid Junge

Wissenschaftliche Mitarbeiter: Anne-Kathrin Runze, M.A.

Drittmittelgeber: International Olympic Committee (IOC)

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Meduse: Implementation of ICF-CY in the area of Social Pediatry

Die ICF-CY wird im Rahmen dieses geplanten Projekts für Sozialpädiatrische Zentren (n=143) und Frühförderstellen in Deutschland durch einsetzbare Tools und Schulungsunterlagen in Richtung praktischer Umsetzung aufbereitet. Das Projekt baut auf dem LLL Projekt ww.icf.training.eu auf und entwickelt Community of practice online learning tools.

Laufzeit der Studie: Bsp.1: 10/2015-9/2018

Studienleitung: Prof. Dr. Manfred Pretis

Drittmittelgeber: Europäische Kommission, Erasmus+

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The European Commission support for the production of this publication does not constitute an endorsement of the contents which reflects the views only of the authors, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.

Early Inclusion through Learning from each other

Das Projektvorhaben (Akronym Early_Inclusion) zielt auf den Austausch von best-Practice Erfahrungen durch Fachkräfte im Bereich der frühen Prävention (Tagesmütter, KrippenerzieherInnen, KindergartenerzieherInnen, Fachkräfte im Bereich Jugendarbeit) ab. Dies wird erreicht durch das Zur-Verfügung-Stellen adäquater Literatur zu unterschiedlichen Behinderungsformen, die online-Austauschmöglichkeit im Sinne eines „Community of Practice Marktplatzes“ und die Anerkennung von informellen Lernen.

Laufzeit der Studie: 9/2015 – 3/2018

Studienleitung: Prof. Dr. Manfred Pretis

Drittmittelgeber: Drittmittel aus dem Bereich LLL Erasmus+

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Let's try I©T

Das Projekt zielt darauf ab, die für die Förderung von Kindern und deren Familien verfügbaren Apps (z. B. in Bezug auf Kommunikation, kognitive Fähigkeiten, etc.) für Fachkräfte handhabbar zu machen. Hintergrund ist, dass EU-weit eine große Zahl von Apps zur Förderung von Kindern verfügbar ist, diese von Fachkräften in Frühförderung, Therapie oder KITA jedoch kaum verwendet werden. Durch die Möglichkeit des fachlichen Austausches untereinander soll das Wissen über den sinnvollen Einsatz dieser Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie bei Fachkräften in der Förderung und Therapie verletzlicher Kinder und deren Eltern gesteigert werden.

Laufzeit der Studie: 10/2015 – 9/2017

Studienleitung: Prof. Dr. Manfred Pretis

Drittmittelgeber: Europäische Kommission, Erasmus+

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My school is my home now

Hintergrund dieses Projektes ist der Umstand, dass vor allem in der Türkei für einige Kinder mit sehr hohem medizinischem Pflegebedarf eine Beschulung (im Sinne eines häuslichen Unterrichts) nicht immer adäquat möglich war. „My School is my Home now“ zielt darauf ab, Lehrpläne dahingehend anzupassen, dass auch eine adäquate Beschulung dieser Kinder – in gemeinsamer Abstimmung mit den Eltern – möglich wird.

Laufzeit der Studie: 12/2015 – 12/2017

Studienleitung: Prof. Dr. Manfred Pretis

Drittmittelgeber: Europäische Kommission, Erasmus+

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