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Umwelt, Sozialer Raum und Nachhaltigkeit

Profil des Forschungsclusters

Innerhalb dieses Forschungsclusters liegt ein Fokus auf den Wechselwirkungen von Mensch und Umwelt. Der Begriff Umwelt wird breit gefasst und schließt die natürlichen und soziokulturellen Umwelten ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen mit starken interdisziplinären Forschungs- und Anwendungscharakteristika. Sie befassen sich mit Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen, den Einflüssen der Umwelt auf den Menschen, dem Verhalten und den Handlungen des Menschen gegenüber der Umwelt. Die Umwelt wirkt sich auf das Erleben und Verhalten des Menschen aus und der Mensch gestaltet und beeinflusst die Umwelt in Abhängigkeit von seinem Erleben und Verhalten. Neue Arbeitsgebiete in diesem Bereich sind Fragestellungen zur nachhaltigen Entwicklung.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Gebiet Kunst und Coping und betrifft vor allem die interdisziplinäre Forschung, besonders psychosoziale Aspekte aus dem Bereich von Krankheits- und Stressbewältigung. Hier stehen Evaluationsprojekte im Vordergrund, die sowohl der Entwicklung von geeigneten Behandlungskonzepten dienen als auch der Bewertung bereits bestehender Konzepte und Projekte. Die daran beteiligten wissenschaftlichen Disziplinen sind neben psychologischen und psychotherapeutischen, auch sozial- und medienwissenschaftliche.

Wissenschaftliche Bereiche im Forschungscluster Umwelt, Sozialer Raum und Nachhaltigkeit

Umwelt- und Kontextfaktoren und deren Wirkung auf die Gesundheit

Immissionsschutz: Im Mittelpunkt steht hier die Analyse der Stresswirkung von Windenergieanlagen, unter anderem in Kooperation mit Umweltmedizinern. Untersucht wird, ob die aktuellen Genehmigungsverfahren von Windenergieanlagen ausreichende Vorsorge für den Schutz betroffener Anwohner bieten. Berücksichtigt wird zudem die visuelle Wirkung der Windenergieanlagen, welche Stresspotenziale erhöht.

Technische Assistenzsysteme: Dieser Schwerpunkt befasst sich mit technischen Innovationen in der Medizintechnik sowie dem Einsatz technischer Assistenzsysteme in der ambulanten Versorgung älterer Menschen im ländlichen Raum.

Soziale Arbeit im ländlichen Raum: Der demografische Wandel führt bereits heute zu Lücken in der medizinischen und sozialen Betreuung in ländlichen Räumen. Während die bereits erwähnten technischen Assistenzsysteme eine Unterstützung bieten können, dürften sie in Kombination mit einer gemeinwesenorientierten Altenbetreuung eine deutliche breitere Wirkung zeigen. Beispielhaft wären hier generationenübergreifende Projekte. Dieser Schwerpunkt befindet sich noch in der Planung und wird auf den Ergebnissen der laufenden Forschung aufbauen.

Arbeits-, Lebens- und Umweltfaktoren: Die Auswirkungen von Arbeits-, Lebens- und Umweltfaktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf die individuelle Gesundheit und werden an Beispielen untersucht.

Nutzung von Kunst und kunsttherapeutischen Verfahren in Konzepten der Gesundheitsversorgung

Der Forschungsbereich trägt der Notwendigkeit Rechnung, künstlerische oder kunsttherapeutische Verfahren wissenschaftlich zu fundieren. In ihm spiegeln sich mehrere Profilmerkmale der MSH wider: die interprofessionelle Verknüpfung von Gesundheitsberufen, die anwendungsorientierte Ausrichtung auf aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen, die Einbeziehung psychosozialer und interdisziplinärer Aspekte in die klinische Arbeit und die Nutzung kunst- oder kreativtherapeutischer Verfahren in Konzepten der Gesundheitsversorgung. Die Forschung bezieht sich dabei sowohl auf klassisch klinische Bereiche wie beispielsweise die Psychoonkologie oder Gerontologie als auch auf außerklinische Bereiche, die im Bereich der Rehabilitation und Prävention angesiedelt sind sowie auf mögliche Schnittstellen zwischen klinischen und außerklinischen Bereichen.

Aktuelle Projekte im Forschungscluster Umwelt, Sozialer Raum und Nachhaltigkeit