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Neue Zeiten erfordern neue Wege in der Familienförderung.

Eine qualitative Untersuchung zu Erfahrungen, Lösungen und Herausforderungen in der Beratung seit Beginn der Corona-Pandemie

Projektbeschreibung

Die Corona-Pandemie hat die gesamte Gesellschaft vor neue Herausforderungen gestellt. Für Familien bedeuteten die zur Einschränkung der Virusausbreitung getroffenen Maßnahmen massive Eingriffe in den familiären Alltag: Bildungs- und Betreuungsangebote für die Kinder standen für die meisten Familien nicht zur Verfügung und mussten von den Eltern selbst übernommen werden. Anderweitige Bezugspersonen und private Netzwerke konnten auf Grund der Kontaktbeschränkungen nicht zur Entlastung beitragen. Darüber hinaus sind Familien je nach sozialer Lage und Ausstattung mit Ressourcen unterschiedlich betroffen bzw. haben unterschiedliche Möglichkeiten mit der Krisensituation umzugehen. Auch die Angebote zur Begegnung, Beratung und Unterstützung von Familien konnten nicht in gewohnter Weise stattfinden, obwohl Familien gerade auch in dieser Situation viele Fragen und Bedarfe haben.

Die Fachkräfte in den Einrichtungen und Angeboten der Familienförderung (Familienbildung und -beratung, Erziehungsberatung, Frühe Hilfen) in Hamburg haben hierauf reagiert und im Rahmen der jeweils geltenden Verordnungen neue Wege der Kontaktaufnahme und Unterstützung von Familien erprobt: u.a. verstärkte Telefonberatung, Beratungsspaziergänge, Nutzung von sozialen Medien.

Die Frage, welche Erfahrungen Eltern, Fachkräfte und familienfördernde Einrichtungen insgesamt in der Corona-Krise gesammelt haben und wie diese sowohl rückblickend als auch in Anbetracht zukünftiger Herausforderungen zu bewerten sind, wurde bislang noch nicht strukturiert erfasst und soll im Rahmen einer qualitativen Untersuchung erforscht werden. Hierbei liegt ein Fokus auf der Digitalisierung, d.h. der Nutzung technischer Kommunikationsmöglichkeiten.

Mit einer Befragung von Fachkräften und Eltern in Hamburg hierzu, können Erkenntnisse gewonnen werden zu

a) entstehenden Bedarfen, Problemen und Lösungsmöglichkeiten (im Kontext Familienförderung) in der Krisensituation

b) der Nutzung technischer Kommunikationsmöglichkeiten zur Erreichung und Unterstützung von Familien.

Die Untersuchungsergebnisse sind damit in mehrfacher Hinsicht zukunftsrelevant: sie tragen zu einer gelingenden Bewältigung der aktuellen sowie ggf. zukünftiger Krisen bei, sie identifizieren Gute Praxis für die Weiterentwicklung des Regelbetriebs und sie geben wichtige Hinweise für die Ansprache und Unterstützung von Familien in einer fortschreitend digitalisierten Gesellschaft.