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Klinische Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie

Profil des Forschungsclusters

Ein Ziel des Forschungsclusters liegt in der Identifizierung der Bedingungen für eine gute psychische Gesundheit, um so psychischen Störungen und Erkrankungen vorbeugen zu können. Deshalb besteht eine wichtige Fragestellung in der Erforschung der normalen Entwicklung im Kindes-, Jugend-, Erwachsenen- und hohem Alter: Welche Umweltbedingungen, Einstellungen und Verhaltensweisen unterstützen eine gesunde Entwicklung?

Es ist zu berücksichtigen, dass unsere Gesellschaft zunehmend vielfältiger wird, sowohl im Hinblick auf Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund als auch im Hinblick auf eine stetig zunehmende Anzahl von Menschen in einem sehr hohen Alter. Das erfordert einen Forschungsansatz zu den Kriterien für gesunde Entwicklungsprozesse, der sowohl kultursensibel als auch sensibel für altersgemäße Veränderungsprozesse ist. Darüber hinaus ist der Fokus auf Forschung zu guter psychischer Gesundheit, deren Erhalt und Präventionsmaßnahmen auch von hoher gesellschaftlicher Relevanz, denn psychische Störungen, psychosomatische Erkrankungen sowie Suchterkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen von vorübergehender Arbeitsunfähigkeit, Frühverrentung und vorzeitiger Sterblichkeit.

Ein weiteres Ziel liegt unter anderem in der Weiterentwicklung und Evaluation von Therapieprogrammen für einzelne Störungsbilder sowie der Forschung zu Wirkungsweisen von Psychotherapie.  

Wissenschaftliche Bereiche im Forschungscluster Klinische Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie

Therapieevaluation – Nachweis der Wirksamkeit spezifischer Therapiemethoden

Im Bereich Therapieevaluation, der sich im Aufbau befindet, werden Projekte durchgeführt, die auf den Nachweis der Wirksamkeit von spezifischen Therapiemethoden abzielen.

Therapieprozesse – Differenzierte Anforderungen in den Therapiephasen

Die Behandlung von Menschen mit psychischen Störungen unterscheidet sich maßgeblich in den unterschiedlichen Phasen des Therapieprozesses: Im Zuge der stationären Krisenintervention und der Akutbehandlung werden vor allem supportive Interventionen mit dem Ziel der Stabilisierung der Patienten eingesetzt. Meist erfolgt erst mit zunehmender Stabilisierung des psychischen Zustands der Patienten eine störungsspezifische und auf den individuellen Behandlungsfall zugeschnittene Weiterbehandlung. Dies verdeutlicht sich ebenfalls in der Veränderung des Settings, welches von der stationären, über die zuweilen teilstationäre und schließlich die ambulante Therapie reicht und auf eine schrittweise Wiedereingliederung des Patienten in seinen Lebensalltag abzielt. Entsprechend stellt der Therapieprozess in seinem Verlauf unterschiedliche Anforderungen sowohl an die Behandler als auch an die Wahl der Interventionen.

Psychische Erkrankungen unter störungsspezifischen und störungsübergreifenden Aspekten

Dieser Bereich widmet sich störungsspezifischen und störungsübergreifenden Aspekten von psychischen Erkrankungen. Für die Umsetzung von wissenschaftlichen Fragestellungen aus dem klinischen Bereich werden unterschiedliche Populationen hinzugezogen. Hierzu zählen:

  • Population unterschiedlicher Diagnosen mit Indikation für Psychotherapie,
  • Population mit unterschiedlichen Diagnosen und Indikation für Psychotherapie und einer Psychopathologie, die in einem mutmaßlichen Zusammenhang mit arbeitsplatzbezogenen Stressoren steht,
  • Population mit Traumaspektrumserkrankungen,
  • Population mit subklinischen Stressbelastungen ohne Indikation für Psychotherapie
  • Kontrollpopulation ohne Indikation für Psychotherapie.

Versorgungs-/Behandlungskonzepte

Die Forschung an der Hochschulambulanz der MSH hat das Ziel, die Implementierung von Interventionsangeboten in die ambulante psychotherapeutische Versorgung zu untersuchen und zu etablieren.

Aktuelle Projekte im Forschungscluster Klinische Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie