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Umweltmedizin, Sozialpsychologie und Sozialmedizin

Im Mittelpunkt der Umwelt- und Sozialmedizin stehen die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Faktoren der soziokulturellen sowie natürlichen Umwelt. Während sich beide Fächer mit der Prävention, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen befassen, die in Wechselwirkung mit gesellschaftlichen und physischen Umweltfaktoren stehen, befasst sich die Sozialmedizin zusätzlich mit übergeordneten Fragen des Gesundheitswesens, der sozialen Sicherung und Medizinversorgung.

Beide Disziplinen können als Querschnittsfächer innerhalb der Medizin gelten und bieten sich ausgezeichnet als Brückenfächer zu anderen Disziplinen an,  u.a. der Gesundheitspsychologie oder der Transdisziplinären Frühforderung. Besondere Anschlussmöglichkeiten bestehen zur Umwelt- und Sozialpsychologie.

Ein klassisches interdisziplinäres Themenfeld der Umweltmedizin und Umweltpsychologie, mit Bezug zur Sozialmedizin, ist die Wirkung bebauter Umwelten auf Erleben und Verhalten. Ein weiteres Beispiel für die Integration von Umweltmedizin und Umweltpsychologie ist die Lärmforschung. Weitere Überschneidungen zwischen der Umwelt- und Sozialmedizin und Sozialpsychologie bestehen zur aktuellen Frage der mit dem Klimawandel verbundenen Gesundheitsrisiken und den Möglichkeiten geeigneter Klimaanpassungsstrategien. Ein vergleichbares Thema mit zunehmend gesellschaftlicher Relevanz sind gesundheits- und umweltschädigende Wirkungen von Nahrungs- und Kleidungskonsum.

Slow Fashion: Gestalterische, technische und ökonomische Innovationen für massenmarkttaugliche nachhaltige Angebote im Bedarfsfeld 'Bekleidung'

Im Rahmen des Verbundprojektes werden Zielgruppenanalysen und Strategien der Verhaltensänderung zur Förderung nachhaltigen Verhaltens entwickelt und evaluiert,  u.a. die Aktivierung sozialer Norm.

Laufzeit der Studie: 2015 - 2018

Studienleitung: Prof. Dr. Gundula Hübner

Kooperationspartner: ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung gGmbH, Hannover, Hochschule Hannover, University of Applied Sciences & Arts, Leuphana Universität Lüneburg, Hochschule Reutlingen, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Drittmittelgeber: BMWi

Gestaltung von Windenergieanlagen und Akzeptanz

Technisch wie wirtschaftlich optimierte Windenergieanlagen (WEA) können den Ausbau der Erneuerbaren Energien erheblich unterstützen. Das Potenzial optimierter WEA kann jedoch nur erschlossen werden, wenn sie von der Bevölkerung sowie insbesondere den Anwohner möglicher Standorte akzeptiert werden. Die Bedeutung der lokalen Akzeptanz ist bereits Gegenstand zahlreicher Untersuchungen.

Untersucht werden soll die Akzeptanz einer innovativen Weiterentwicklung für Onshore-Windenergieanlagen, die von der TU Berlin entwickelt wird.

Die Akzeptanzanalyse wird interdisziplinär durchgeführt: Industriedesigner  wirken bei der Konstruktion sowie der späteren Akzeptanzanalyse mit, ein Landschaftsarchitekt visualisiert die Anlange als Landschaftselement, Umweltpsychologen der MSH Medical School Hamburg evaluieren die lokale Akzeptanz der Anlage.

Laufzeit der Studie: 2016 - 2019

Studienleitung: Prof. Dr. Gundula Hübner

Kooperationspartner: TU Berlin, TU München, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Drittmittelgeber: BMWI

Lebenszeit 4.0 - Zeitgerechte Region am Beispiel Nordstadt+

Die Gestaltung von Arbeitszeit und die Koordination der Rollenerfordernisse in unterschiedlichen Lebensbereichen sind Schlüsselaspekte einer zukunftsfähigen Arbeitsgesellschaft. Stressfaktoren und Vereinbarkeitsprobleme von Beschäftigten entstehen jedoch nicht ausschließlich am Arbeitsort, sondern werden auch durch die Interaktion mit Umfeldbedingungen generiert, verstärkt oder abgemildert. Diese Umfeldbedingungen, die spezifisch für die jeweilige Region, Gebiet oder Kommune sind, prägen entscheidend die Standortattraktivität einer Region.

Das interdisziplinäre Verbundprojekt Lebenszeit 4.0 untersucht betriebliche, familiäre und andere lebensweltliche Faktoren in der Region, die Zeitstress für Beschäftigte entstehen lassen. Modellregion in diesem Projekt ist die Stadt Flensburg und der umliegenden Landkreis Schleswig-Flensburg, die in vielen Dimensionen für Deutschland typische Eigenschaften aufweisen. Auf den Ergebnissen von Befragungen Beschäftigter und Angehöriger sowie physiologischen Messungen werden durch die Verbundpartner in der Kommunalverwaltung und den sozialen Dienste für ausgewählte betriebliche Situationen zugeschnittene Konzepte entwickelt, die (außer-)betriebliche und gebietsbezogene Stressfaktoren reduzieren helfen. Diese Konzepte werden in bzw. mit den Betrieben umgesetzt und evaluiert. Ziel ist die Entwicklung verallgemeinerbarer Best-Practice-Modelle zur ganzheitlichen Handhabung von Zeitstress.

Laufzeit der Studie: 10/2015 - 9/2018

Studienleitung: Prof. Dr. Jan Dettmers

Kooperationspartner: Helmut Schmidt Universität Hamburg (Koordination), Europa Universität Flensburg, Stadt Flensburg, Adelby 1, Sydslesvigs danske Ungdomsforeninger

Drittmittelgeber: BMBF

Smart Blades

Im Rahmen des Verbundprojektes „Smart Blades – Entwicklung und Konstruktion intelligenter Rotorblätter“  unterstützt die MSH Medical School Hamburg die Konstruktion und Auswertung einer Befragung zur ganzheitlich technischen und wirtschaftlichen Bewertung sowie Akzeptanz von Smart-Blade-Technologien. Eingebunden ist die MSH Medical School Hamburg über einen Unterauftrag seitens ForWind – Zentrum für Windenergieforschung, Leibniz Universität Hannover.

Laufzeit der Studie: 2016 – 2018

Studienleitung: Prof. Dr. Gundula Hübner

Kooperationspartner: Fraunhofer-IWES, DLR und ForWind

Drittmittelgeber: BMWi

Prof. Dr. habil. Jan Dettmers
Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie

Fon: 040.36 12 26 49312
Fax: 040.36 12 26 430
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